Die Projektgruppe Rosa Winkel

Am 1. September 2005 startete das neue Forschungsprojekt Rosa Winkel mit einer Laufzeit von einem Jahr. Es unterstützt die Arbeit der AG Rosa Winkel und führt sie fort.

Gegenwärtig arbeitet die Projektgruppe an einer Erweiterung der Ausstellung zur Geschichte der Homosexuellenverfolgung in der NS-Zeit. Diese Ausstellung wird in Kooperation mit der Initiative "Der homosexuellen Opfer gedenken" und dem Lesben- und Schwulenverband Deutschlands im nächsten Frühjahr der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Weiterer Schwerpunkt der Arbeit ist das Jahr 1944 - das Leben Homosexueller unter den Bedingungen des Krieges. Hierzu werden die inzwischen vollständig erfassten Akten des Landesgerichts und die Unterlagen der Strafgefängnisse Spandau und Plötzensee durchgesehen. Damit wird die vorliegende Datenbank vervollständigt.

Diese Forschung wird ergänzt durch eine Studie der in Berlin erschienenen Zeitungen aus dieser Zeit. Gesucht werden Spuren homosexuellen Lebens, aber auch Berichte über Verfolgungsmaßnahmen etc.

Darüber hinaus widmen sich die Mitarbeiter den Materialien zur Abschaffung der Paragraphen 175 und 175a StGB und zur Strafverfolgung in der SBZ/DDR, die die AG Rosa Winkel in fünf Jahren Projektarbeit zusammengetragen hat.

Die Ergebnisse dieser Forschungen sollen in einen Aufsatzband einfließen.

Über Anregungen würden wir uns freuen - Fragen sind uns willkommen. Bitte wenden Sie sich an den Projektleiter der Projektgruppe Rosa Winkel, Joachim Wagner.

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