Friedrichshain-Kreuzberg

 KunstKreuz 2007
 
"Arm, aber sexy – Ideen für Berlin"
 

Vom 22. Juni bis 20. Juli 2007 verwandelte sich der Kreuzungsbereich Warschauer Straße, Frankfurter Allee und Karl-Marx-Allee erneut in einen öffentlichen Kunstraum. Das 8. KunstKreuz in Berlin-Friedrichshain/Kreuzberg bietet Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit, Arbeiten verschiedener Genres wie Malerei, Grafik, Plastik, Fotografie, Karikatur, Installation, Performance und Videokunst außerhalb traditioneller Ausstellungsräume einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. >> mehr

 

 Fotogalerie Friedrichshain
 
 
 

Nachsaison / Fünf Fotografen – Fünf Projekte

Die als kommunale Galerie in der Trägerschaft des Bezirksamtes arbeitende Einrichtung drohte im Sommer 2000 angesichts der latenten Unterfinanzierung der bezirklichen Kulturarbeit in Berlin dem Rotstift zum Opfer zu fallen. Der Kulturring vertrat zusammen mit anderen, nicht zuletzt den vielen mit der Galerie verbundenen Fotografen und Fotokünstlern, die Ansicht, dass dies nicht geschehen dürfe. Diese Galerie, die schon in der DDR überregionale Bedeutung erlangte, sollte erhalten bleiben. Der Kulturausschuss des Bezirkes bestätigte das Konzept des Kulturrings. Ein Beirat wählt seitdem die Künstler aus und plant künftige Expositionen. Der Kulturring stellte das Personal, war für Organisation, Öffentlichkeitsarbeit und natürlich die Öffnungszeiten verantwortlich, der Bezirk übernahm die Mietkosten der Einrichtung. 2002 war selbst das für den Bezirks nicht mehr möglich, und so entschloss sich der Kulturring, die Galerie alleine weiter zu betreiben. Dies gibt den Künstlern weiterhin großzügige Ausstellungsmöglichkeiten sowie Gelegenheiten des Dialogs und Erfahrungsaustauschs, den Berlinern und ihren Gästen bieten sich weit beachtete Ausstellungs-Events. Die schon seit 1985 bestehende Galerie bleibt damit ihrem Publikum weiter erhalten und ist eine tragende Säule der Präsenz des Kulturrings in Friedrichshain-Kreuzberg.

Fotogalerie Friedrichshain, Helsingforser Platz 1, 10243 Berlin;
Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr, Sa 13.00 bis 18.00 Uhr, Do 10.00 bis 18.00 Uhr;
Tel.: 296 16 84

 

 

 Geschichtswerkstatt - Spurensuche Berliner Osten
 
 
  Mit großem Erfolg wurde Material zur Geschichte der Frankfurter Allee, zu den Wohngebieten südlich der Allee und deren Entwicklung vom Anfang dieses Jahrhunderts bis heute gesammelt und in kleinen Broschüren als "Stadtwanderungen" herausgegeben. Eine große historische Ausstellung zum Thema: "Die Wohngebiete südlich der Frankfurter Allee in diesem Jahrhundert" wurde erfolgreich an verschiedenen Orten gezeigt. Zur Realisierung dieser Ziele wurden umfangreiche Recherchen in verschiedenen Stadtarchiven, Fotosammlungen, Zeitungsarchiven, in privaten Archiven und Sammlungen sowie in Bibliotheken angestellt, auch Zeitzeugen wurden befragt. Als ein besonders wichtiges Ergebnis ist das Auffinden eines alten Briefwechsels zwischen einer Deutschen aus Lichtenberg und ihrer in die Niederlande ausgewanderten Familie aus den letzten Kriegsjahren ("Briefe aus Berlin") zu nennen. Dieser Briefwechsel ist ausgewertet, kommentiert und vom Kulturring herausgegeben worden. Die Publikation stellt ein eindrucksvolles Zeitzeugnis über das Alltagsleben in Lichtenberg in den letzten Kriegstagen dar.

 

 Kulturführer Friedrichshain-Kreuzberg
 
 
  Kultur in Friedrichshain-Kreuzberg - herausgegeben vom Kulturring in Berlin e.V. – das ist Information pur! Über 400 Adressen von auch überregional bedeutenden Theatern, Galerien und Ausstellungsorten und von künstlerischen und soziokulturellen Projekten und Initiativen. Der Kulturführer bietet als erste Publikation einen gemeinsamen Überblick über die Kulturlandschaft des neuen Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg – auch im Internet unter www.kulturführer-berlin.de. Die gesamte kulturelle Infrastruktur des Bezirks auf einen Blick, übersichtlich gegliedert nach Rubriken wie Kulturzentren, bildender Kunst, darstellender Kunst, Literatur, Film, Video, Foto. Die Informationen in Netz werden ständig aktualisiert und sind für den Nutzer kostenlos.

 

 Speakers Corner
 
 Diskussionen und Vorträge zu Themen der Zeit
  An den Kulturring in Berlin e.V. werden auf Grund seiner vielfältigen kulturellen Aktivitäten und seiner arbeitsmarktorientierten Projekte immer wieder Fragen und Probleme herangetragen, welche kultur- und sozialpolitische Fragestellungen betreffen. Längst nicht alle lassen sich im Rahmen des normalen Geschäftsbetriebs zufriedenstellend beantworten; zu konstatieren ist aber ein hohes Informations- und Gesprächsbedürfnis. Da die Verknüpfung von kiezbezogenen Problemen mit Fragen von überregionaler Bedeutung auch durch kommunale Stellen oft gar nicht oder nur unzureichend geleistet werden kann, möchten wir diesem Informations- und Diskussionsbedürfnis mit Speakers Corner ein Forum geben. In Kooperation mit im Bezirk ansässigen kommunalen Stellen und nicht staatlichen Organisationen und Veranstaltungsorten sollen Vorträge und Diskussionsrunden durchgeführt werden. Die Themenfelder werden vom Projekt entwickelt bzw. von interessierten Bürgerinnen und Bürgern vorgeschlagen. 2002 führte Speakers Corner eine Informations- und Kulturkampagne zum Thema Aids durch: AIDS 2002. Eine Projektwoche im Theater am Halleschen Ufer (Berlin). Kulturveranstaltungen, wie z.B. Musik- und Sprechtheater, Tanz und Film, sowie Diskussionen boten dem Publikum unterschiedliche Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit diesem Thema.

 

 Die Ideealisten
 
 
 
1999 gründete der Schauspieler und Regisseur Michael Stutz im Kulturring in Berlin e.V. eine Gruppe für Theaterenthusiasten: DIE IDEEALISTEN. Den Kern der Gruppe bilden neben Michael Stutz die Schauspielerinnen Judith Weiß und Nadine Sommer. Weitere Schauspieler, professionelle wie Laien, kommen zu einzelnen Inszenierungen hinzu. Der Name der Gruppe ist Programm. Die Schauspieler erhalten keine Gage, können jedoch jenseits der Zwänge des Staatstheaters qualitativ hochrangige Inszenierungsformen erproben; auch geben sie - neben Gastspielen in kommunalen Einrichtungen und Off-Bühnen - Aufführungen in Seniorenheimen und anderen gemeinnützigen Einrichtungen zu Konditionen, welche nur die Selbstkosten decken. Das Repertoire: Der Heiratsantrag (A. Tschechow), Der Bär (A. Tschechow), Königinnen von Frankreich (Th. Wilder), Liebe - und wie man sie heilt (Th. Wilder), Tote ohne Begräbnis (Jean-Paul Sartre). Aktuell: Heinrich - sechs Liebschaften eines Königs. Inszenierung frei nach Hermann Gressiekers Heinrich der Achte und seine Frauen. Weitere Informationen zu Engagements und zur Gruppe DIE IDEEALISTEN erhalten Sie über die Kontaktadressen des Kulturrings in Berlin e.V.

 

 Kreativ-künstlerische Angebote für Kinder und Jugendliche
 
 
 
Flankierend zu anderen Projekten im Kinder- und Jugendbereich in Kreuzberg, welche sich explizit einzelnen Kunstgattungen und Themenfeldern widmen, sind die kreativ-künstlerischen Angebote für Kinder und Jugendliche ein in jeder Hinsicht offenes niedrigschwelliges Angebot. Anhand von vorgegebenen bzw. gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gefundenen Themen und Aufgaben werden basale künstlerische und handwerkliche Techniken und Vorgehensweisen gelernt und angewendet. Gerade das selbständige Gestalten und Herstellen von Gegenständen - auch des täglichen Gebrauchs - ist hervorragend dazu geeignet, Kreativität zu wecken und zu fördern und sensomotorischen Defiziten entgegenzuwirken, und es ist ebenfalls ein wirksames Ventil gegen den alltäglichen Schulstress. Die Zielgruppe des Projektes sind Schüler im Grundschulalter.

 

 Seniorenarbeit im Kulturring
 
 
 

Dass Alter mit Krankheit, Hilflosigkeit und Siechtum einhergeht, ist ein hartnäckiges Vorurteil. Tatsächlich ist jedoch die ganz überwiegende Mehrheit - selbst im hohen Alter - kompetent und selbständig.
Richtig dagegen ist, dass man mit zunehmendem Alter häufiger auch auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen ist. Das kann zwar auch "Pflege" bedeuten, viel häufiger ist es aber Hilfe bei der Lebensführung, bei der Mobilität oder bei der aktiven Lebensgestaltung. Hier setzt unsere Kulturarbeit mit Senioren und Seniorinnen an.
Unsere Aktivitäten sind durch sehr individuelle, auf den einzelnen Bewohner zugeschnittene Betreuungsangebote charakterisiert. Die Mitarbeiterinnen begleiten Heimbewohner bei Ausflügen und Spaziergängen, bei Arzt- und Behördenbesuchen. Sie helfen beim Schreiben von Briefen, lesen vor, basteln mit den Seniorinnen und Senioren und gehen vor allem auf sie zu und hören zu, geben ihnen die Zuwendung, für welche die Pflegerinnen und Pfleger keine Zeit haben. Vor allem aber suchen die Mitarbeiterinnen auch immobile, bettlägerige Seniorinnen und Senioren auf den einzelnen Stationen auf. Sie kümmern sich um die Heimbewohner, welche zu den anderen Aktivitäten nur dann Zugang haben, wenn sie durch Mobilitätsdienste unterstützt werden. >>

 

 

 Tages- und Nachtcafé
 
 
 

Das Tagescafé ist eine offene Einrichtung innerhalb des Kreuzberger Seniorenpflegeheims Stallschreiberstraße. Es ist in das Haus integriert, stellt aber auch einen "Zufluchtsort" oder "Schutzraum" im Haus dar. Ab 8.00 Uhr steht es allen Bewohnerinnen und Bewohnern und natürlich auch ihren Besuchern offen. Ohne weite Wege gehen zu müssen, ohne das oft knappe Taschengeld strapazieren zu müssen, finden sie hier Geselligkeit bei einer gemütlichen Tasse Kaffee, netter Musik und netten Menschen, die immer ein offenes Ohr für sie haben. Die spezifische Aufgabe des Projektes ist es, dem Bedürfnis nach Kommunikation - auch Klatsch - einen adäquaten Ort zur Verfügung zu stellen.

Das Nachtcafé ist seiner Natur nach Anlaufstelle für alle Heimbewohner, die abends noch aktiv sein möchten. Durch die Mitarbeiterin des Nachtcafés werden verschiedene Aktivitäten angeboten. Die Spannweite reicht von Gesellschaftsspielen, Lesungen und gemeinsamem Singen bis zu Filmabenden und dem jahreszeitlichen Rhythmus angepassten Festen. Ein wesentliches Merkmal beider Cafés ist, dass für individuelle Gespräche und Zuwendung Zeit ist. Die Gesprächsführung ist offen. Kein nachfolgender Termin schränkt die Gesprächsdauer ein. Gerade diese intensive persönliche Zuwendung ist es, die unserer Erfahrung nach die Bewohner zu Aktivität und Kommunikation zurückführen kann.

 

 
 
 
kulturell immer auf dem laufenden >> www.kulturring.org >> impressum >> kontakt