

13.01. bis 17.02.2012
Künstler: Dvorah Kern
Die Fotografin Dvorah Kern spiegelt sich in ihren Bildern, sie verarbeitet mit ihrer Hilfe Gefühle und Gedanken. Beim Fotografieren kommt sie zur Ruhe. Die Umwelt mit ihren Informationen und Reizen ist für Kern oft nur schwer zu ertragen - gerade in einer Stadt wie Berlin. Eine Möglichkeit des Ausgleichs ergibt sich für sie bei ihren Reisen aufs Land, nach Thüringen, Sachsen, auch mal nach Island. Dort, wo "eigentlich nichts ist", findet Dvorah Kern nicht nur Ruhe, sondern entdeckt auch Feinheiten in den Strukturen, in denen sich Natur "zu erkennen gibt". Ein weiterer, vielleicht auch der wichtigere Teil ihrer aktuellen Arbeit sind Portraits ihrer Schwester, die die Entwicklung eines Kindes zum jungen Mädchen dokumentieren. Die Bilder sprechen von hoher Reife der Darstellung - sensibel und mit enormer Ausdruckskraft.

24.02. bis 05.04.2012
Künstler: Lutz Wabnitz
Vernissage: 23.02, 19.00 Uhr
Vor knapp 40 Jahren elektrisierte der Begriff Erdgas eine ganze Generation von Jugendlichen in der DDR. Erich Honecker hatte die Jugend seines kleinen Landes aufgerufen, durch die Weiten der Sowjetunion eine Erdgasleitung zu bauen. Die Bauarbeiter, die von 1975 bis 1992 Abschnitte der gigantischen Erdgastrasse unter Beteiligung der RGW-Staaten von Sibirien Richtung Westeuropa legten, ließen sich auf ein echtes Abenteuer ein, das aus harter Arbeit, Doppel- und Nachtschichten, extremer Witterung und der Erfahrung überwältigender Weite bestand. Welchen Anteil zehntausende junger Bauleute aus der DDR an diesem Jahrhundertbauwerk haben und wie sie zu einer verschworenen Gemeinschaft wurden, zeigen die ausdrucksstarken Fotos von Lutz Wabnitz. Gemeinsam mit Frank Wagner und Hajo Obuchoff hat er das Leben an der Trasse über Jahre hautnah erlebt und protokolliert. Sowohl bei 40 Grad Frost als auch bei 35 Grad Hitze waren die drei vor Ort. In Schnee, Schlamm und Staub begleiteten sie die Trassenbauer über Tausende von Kilometern zwischen den Karpaten und dem Ural, in der kasachischen Steppe und den ukrainischen Schwarzerdegebieten. Parallel zur Ausstellung erscheint das Buch: "Die Trasse. Ein Jahrhundertbau in Bildern und Geschichten" (Das Neue Berlin, Feb. 2012).

Fotogalerie Friedrichshain, Helsingforser Platz 1, 10243 Berlin
Tel.: 030 / 296 16 84, fotogalerie@kulturring.org
geöffnet: Di, Mi, Fr, Sa 13.00 bis 18.00 Uhr, Do 10.00 bis 18.00 Uhr

10.02. bis 23.03.2012
Vernissage: 10.02, 19.00 Uhr
Ausstellung vom Aquarellclub des Stadtteilzentrums Marzahn-Mitte; Leitung: Margit Kretzschmar.

30.03. bis 11.05.2012
Künstler: Monika Schüler
Vernissage: 30.03, 18.00 Uhr
Die 1951 in Gera geborene Monika Schüler lebt heute in Marzahn. Seit 1997 nach zwei Operationen an den Rollstuhl gebunden, betätigt sie sich mit zunehmendem Erfolg in der bildenden Kunst. Nachdem sie schon mit 16 Jahren Privatunterricht bei einem Maler genommen hatte, besuchte sie später autodidaktische Weiterbildungen, unter anderem in Seidenmalerei und Aquarellmalerei.
Am liebsten hat es Monika Schüler, wenn sie in ihren Arbeiten Acrylfarben mit den verschiedensten Materialien verbinden kann. Im Zusammenhang mit einer Ausstellung im Sommer 2011 sagte die Künstlerin zu ihren Arbeiten: „Es macht mir viel Freude zu experimentieren. Mit Kaffeegrund, Pappe, Spachtelmasse, Holz u.a. kann man wunderbar arbeiten. Diese Dinge verbinde ich mit verschiedenen Techniken, so dass ständig neue, interessante Ergebnisse entstehen.“
Seit 2006 hat Monika Schüler immer wieder mit ihren Ausstellungen die Öffentlichkeit gesucht, darunter 2008 in der Berolina-Galerie im Rathaus Berlin-Mitte, 2008 und 2011 im Museum Kesselhaus Herzberge oder 2011 im Schloss Biesdorf. Im Kulturforum ist sie nach 2008 und 2010 nun zum dritten Mal zu Gast. Im Jahr 2009 war Monika Schüler außerdem Gewinnerin des PlattenWettbewerbes in Marzahn-Hellersdorf, der anlässlich des 30. Bezirksjubiläums die vielfältigen Stadtansichten auch mal abseits der Platte aus Sicht der Künstler zeigte.

Kulturforum Hellersdorf, Carola-Neher-Straße 1, 12619 Berlin
Tel.: 030 / 56 111 53
geöffnet: Mo, Mi-Fr 9.00 bis 16.30 Uhr, Di 9.00-18.00 Uhr

06.01. bis 16.02.2012
Künstler: Inge H. Schmidt, Krzystof Plaza
Finissage: 16.02, 19.00 Uhr
Ein vom Leben gezeichnetes, verwüstetes, aber nachdenkliches Gesicht im Tompkins Square Park, New York. Ein vom Ehrgeiz beseelter Blick eines Kindes in moderner Tanzpose im alten Kashgar/ Westchina oder ein Schamane in Burjatien. In dieser Ausstellung blicken wir in ihre Gesichter.
Der polnische Fotograf Krzysztof Plaza und die Berliner Malerin Inge H. Schmidt, beobachteten jahrzehntelang - empathisch und intensiv. Jetzt stellen sie einige ihrer Arbeiten aus und sich gegenüber. Die ausgestellten Gesichter erzählen uns Geschichten und nehmen uns mit auf eine Reise ins Unbekannte. Sei es in ein fremdes Land am „Ende der Welt“ oder in die unergründlichen Tiefen einer Seele. So verschieden die „Werkzeuge“ der Künstler auch sind, so gleich ist ihre Faszination und ihre Affinität zu einfachen und natürlichen Menschen. Das ist der große Reiz dieser Ausstellung. Inge H. Schmidt studierte Malerei an der Burg Giebichenstein, Halle, und der Hochschule der Künste Berlin. Krzysztof Plaza fotografiert seit 35 Jahren und schuf u.a. viele Reisefoto-Serien.

23.02. bis 04.04.2012
Künstler: Vessela Posner
Vernissage: 22.02, 19.00 Uhr
Laudatio: Lena Belenkaya
Vessela Posner zeigt in der Ausstellung hauptsächlich Menschenbilder. Jedes Gemälde erzählt eine Geschichte über das, was dieser Mensch fühlt und denkt, was mit ihm und mit seinem Körper passiert. Nur erzählt die Künstlerin das alles nicht in Worten, sondern in Körperbewegungen, in Gesten, in Pinselstrichen. Die Körpergeschichte ist wohl das wichtigste Thema im Schaffen Vessela Posners. Es ist dabei nicht wichtig, ob die Modelle nackt oder angezogen sind. Manchmal sieht man nur die Beine auf dem Bild oder nur die Hände eines Schachspielers, und das reicht, um seine menschliche Geschichte nachzuvollziehen. Die zarten Pastellfarben umhüllen die Geschichte zum Geheimnis, und der Mensch löst sich in den Farben auf und verschmilzt mit dem Bildraum.
Vessela Posner wurde 1962 in Teteven, Bulgarien, geboren. Sie studierte Malerei in Brüssel, seit 1999 lebt und arbeitet sie als freischaffende Künstlerin in Berlin.

Galerie Ost-Art, Giselastraße 12, 10317 Berlin
Tel.: 030 / 513 97 49, ostart@kulturring.org
geöffnet: Di-Fr 10.00 bis 15.00 Uhr, Sa 13.00 bis 17.00 Uhr

13.01. bis 23.02.2012
Künstler: Jörg Olberg
Finissage: 23.02, 18.00 Uhr
Jörg Olberg studierte in der Kunsthochschule in Berlin-Weißensee Gebrauchsgrafik. Er hat sich vielen künstlerischen Bereichen zugewandt: der Gebrauchsgrafik, dem Schreiben und Illustrieren von Kinderbüchern – aber am liebsten ritzt er in seiner Druckwerkstatt mit einer Radiernadel in Zinkplatten.
Zentrales Thema seiner Radierungen und Aquatinta-Blätter sind Bauten und Straßen Berlins jenseits der Moden, nämlich das alte Berlin. Sie zeichnen sich durch dokumentarische Akribie aus, die sich verantwortungsvoll um jedes architektonische Detail und jedes abblätternde Stückchen Verputz sorgt. Andere Blätter widerspiegeln Beobachtungen aus der unmittelbaren Natur. Bei Spaziergängen gefundene Kastanien, eine Walnuss oder ein kleiner Erlenzweig können dafür Auslöser sein.
Einige Farbradierungen zeigen verschiedene Frauen im Bad, als seien sie durch ein Schlüsselloch beobachtet worden…

Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin
Tel.: 030 / 553 22 76, sbk@kulturring.org
geöffnet: Mo bis Do 10-20 Uhr, Fr 10-18 Uhr, Sa 14-18 Uhr

13.02. bis 05.04.2012
Künstler: Dr. Unni Pulikkal, Dr. Dr. Lutz Gabriel
Vernissage: 10.02, 19.00 Uhr
Laudatio: Dr. Dr. Lutz Gabriel
Der indische Arzt Dr. Unni Pulikkal und der deutsche Mediziner Dr. Dr. Lutz Gabriel gehören beide der Butterfly Art Foundation (Schmetterling Kunst Stiftung/ www.bafindia.org) in Kerala an, engagieren sich gemeinsam für die Erhaltung von Umwelt und Natur und haben sich der Fotografie „mit Leib und Seele verschrieben“!
Die Aufnahmen der exotischen Insekten stammen vom Herbst 2011.

Kulturküche Bohnsdorf, Dahmestraße 33, 12526 Berlin
Tel.: 030 / 90 297 55 70, bohnsdorf@kulturring.org
geöffnet: Mo-Do 12.00 bis 18.00 Uhr und zu den jeweiligen Veranstaltungen

06.02. bis 31.03.2012
Künstler: Andreas Grunwald
Grunwalds Arbeiten sind das Ergebnis eines intensiv erlebten Dialoges. Das Gespräch wird in der Regel vom Bild begonnen. Der Bildanlass ergibt sich meist zufällig. Das Resultat bleibt offen, bis sich beide auf das „Thema“ geeinigt haben. Die Augen dienen als Dolmetscher, bestimmen Richtung und Rhythmus des Gespräches. Während der Arbeit tauchen anekdotische Figuren und Szenen auf, die erzählt werden, werden wollen, und scheinbar auch die Umsetzung mitbestimmen.
Andreas Grunwald wurde 1964 auf Rügen geboren und
wuchs in Stralsund auf. Er studierte 1985-1990 in
Greifswald Pädagogik und arbeitete in Stralsund als Lehrer für Sport, Geschichte und Englisch.
Seit 1997 beschäftigt er sich intensiv mit figürlichem Zeichnen und Malerei. Im freien Atelier „Dielenhaus“ in Stralsund lernte er bei Eduard Albrecht-Hagen und erhielt 1999 die Möglichkeit für seine erste Ausstellung.
Fast zeitgleich belegte er einen Kurs bei Thomas Reich. Gegensätzlichere Einflüsse lassen sich kaum denken, doch sie prägen bis heute das produktive Wechselspiel von zeichnerischer Akribie und expressivem Farbenrausch.
Seit 2000 lebt Andreas Grunwald in Berlin. 2001 und 2002 besuchte er neben seiner Lehrertätigkeit die Freie Kunstschule Berlin.

Kulturbund Treptow, Ernststr. 14/16, 12437 Berlin
Tel.: 53 69 65 34, KBTreptow@kulturring.org
geöffnet: Mo-Fr 10.00 bis 16.30 Uhr, Di bis 19.00 Uhr
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