Fotogalerie Friedrichshain

12.08. bis 09.09.2016

Fließende Körper - Lichtmalerei von Enrico Pietracci

Vernissage: 11.08, 19.00 Uhr

Musik: Live-Performance mit Tanz, Musik und Action-Painting


Die fotografische Ausdrucksform der „Licht-Malerei“ ist die Fortsetzung einer bis dahin durch zahlreiche Akt-Sekundenskizzen umgesetzten Grundidee. Alle Skizzen sind in Gegenwart von Tänzerinnen in Aktion entstanden und Ergebnis einer langen Untersuchung der Bewegungsdynamik als Zusammenspiel von Körperlichkeit und dem Ausdruck der Linie. Nach Jahren des Experimentierens auf Basis der durch die reine Linie bestimmten intuitiven Live-Aktzeichnung von Tanz und expressiver Bewegung beginnt für den Künstler im Jahr 2015 eine neue kreative Phase. Diese ist der Fotografie, genauer gesagt der Fotomalerei gewidmet. Die Auswahl der aktuell gezeigten fotografischen Arbeiten zeigt die Umsetzung der synthetischen Linie in die chromatische Fülle der Fotografie. Bei der jeweiligen Fotosession mit performativem Charakter bewegt sich die Tänzerin/Performerin frei. Der Fotograf verfolgt sie intuitiv, ohne ihr Vorgaben zu machen und führt die Kamera dabei ausschließlich in der Hand (ohne Stativ). Die Fotos, die mit einer digitalen Reflexkamera im Atelier des Künstlers entstanden sind, zeigen das Ergebnis einer sorgfältigen Beschäftigung mit der Beleuchtungstechnik und der Belichtungszeit. Sie sind in keiner Weise nachbearbeitet.


Fotogalerie Friedrichshain, Helsingforser Platz 1, 10243 Berlin

Tel.: 030 / 296 16 84, fotogalerie@kulturring.org

geöffnet: Di, Mi, Fr, Sa 14.00 bis 18.00 Uhr, Do 10.00 bis 20.00 Uhr

Kulturforum Hellersdorf

12.07. bis 29.08.2016

Begegnungen


Drei Künstlerinnen, die sich durch die gemeinsame Beteiligung an Projekten und Ausstellungen seit vielen Jahren kennen, machen ihre künstlerischen Begegnungen zum Thema einer gemeinsamen Ausstellung. Leontina Kulko (* 1954) studierte 1971-75 Malerei und Grafik an in Alma-Ata und war als Kunstlehrerin, Modedesignerin, Gestalterin und Werbegrafikerin tätig. Sie verbindet in ihren Bildern Gegenständliches und Abstraktes, um die Einheit von Materiellem und Übersinnlichem im Leben darzustellen (A.-K.Early). Irina Weisel (* 1962) studierte Kunst in Kasachstan, später Pädagogik im russischen Tscheljabinsk und war als Gebrauchsgrafikerin tätig. In ihren Stadt- und Frauenbildnissen arbeitet sie expressiv-abstrakt und mit überwiegend dynamischer Bildstruktur. Irina Afanasieva (* 1969) studierte an verschiedenen Kunsthochschulen und Meisterklassen in Russland und unterrichtete später selber Malerei. Sie verfremdet nach ihrem Stil von realistisch bis abstrakt. Ihr Lieblingsmotiv sind Frauenbildnisse, die sie in romantischen Stimmungen mit emotionalem Ausdruck malt, meist liebevoll, aber auch ironisch. Nach ihrer Übersiedlung nach Deutschland hatten alle drei Künstlerinnen erste Ausstellungen in Berlin und schlossen sich der Künstlergruppe KLIN im Kulturring an. Von 2003-11 organisierten sie die Ausstellungen der Galerie "Klin" des Kulturrings. Heute leben und arbeiten sie in Berlin und im brandenburgischen Umland.


Kulturforum Hellersdorf, Carola-Neher-Straße 1, 12619 Berlin

Tel.: 030 / 56 111 53

geöffnet: Mo, Mi-Fr 9.00 bis 16.30 Uhr, Di 9.00-18.00 Uhr

Galerie Ost-Art

08.07. bis 19.08.2016

Farbverwandt


Der Titel gibt die bei aller Individualität ihrer Wahrnehmung doch vorhandene künstlerische Wahlverwandschaft beider Künstlerinnen wieder. Beiden gemeinsam ist ein eher stiller, unspektakulärer Blick mit der Intensität konzentrierter Zurücknahme, die einer lauten Welt der plakativen Vereinnahmung die behutsam ertastete Gegenwart der leisen Augenblicke und innerlichen Selbstvergewisserung entgegensetzt. Die beiden rumänischen Künstlerinnen fühlen sich stark dem farbigen Lyrismus ihres Landsmannes Pallady verbunden. Sie arbeiten beide „sur le motiv“- vor dem Motiv. Dabei gehen sie wie auch Pallady den konfliktreichen Weg einer aus der Natur heraus gelösten Abstraktion im Sinne der klassischen Moderne, an deren Anfang Cezánne stand. In dieser Durchgeistigung jenseits naturalistischer Nachahmung beziehen sie ihre Gestaltungsintentionen aus der Unmittelbarkeit des Gegenübers - dem Spiegelbild, einem Fensterausblick, der Figuration im Raum oder der Landschaft. So ergibt sich oft eine intime Zwiesprache in der Sicht beider Künstlerinnen - auf ein Modell, dessen Geste des Innehaltens, eine Situation - die jedoch auch auf verschiedene, einander im Dialog ergänzende Wahrnehmungen verweist. (Stefan Friedemann)


26.08. bis 29.09.2016

Francesca Pegorer: Wurzeln

Vernissage: 25.08, 19.00 Uhr


Francesca Pegorer, 1982 in Triest (Italien) geboren, ist seit 2010 Wahlberlinerin. Sie hat ein Studium der Architektur abgeschlossen und sich in der Kulturanthropologie weitergebildet. Sie ist in der Raum- und Stadtforschung tätig, untersucht die Stadt durch das Zeichnen. Kunst studierte sie in Bologna und in Venedig. In der Ausstellung präsentiert die Künstlerin Werke, die sich mit dem Thema Wurzeln beschäftigen. Seit der Kindheit hat Francesca gewusst, dass sie auf Dauer in dem kleinen Dorf in Norditalien nicht leben kann. Erst mit 10 verreiste sie das erste Mal ohne Familie. Seitdem war sie auf drei Kontinenten, Norwegen, Marokko und Japan, und natürlich Berlin - wo sie anderen Kulturen offen begegnet, auch verborgene Seiten von sich selbst entdeckt. Kein Ort brachte sie zum Wurzeln-Schlagen, die Sehnsucht nach neuen Häfen liegt zu tief in ihr. Ist es so, weil sie nirgendwo dazu gehört? Oder weil ihre Wurzeln so viel Kraft haben, dass sie sich in Flügel verwandeln können? Und was sind die Wurzeln von Menschen überhaupt? Sicherheit oder Hindernis, Ende oder Anfang? Wurzeln sind ein Symbol für Geborgenheit, Heimat, für das neue, frohe Leben nach einem langen, schmerzhaften Winter. Wurzeln haben, heißt, den Fluss Tagliamento in der Spree in Rummelsburg zu erkennen. Wurzeln haben, bedeutet, die Hände der Großmutter zu bewundern, knorrig nach einem langen Leben, trotzdem noch liebevoll und sich sensibel bewegend.


Galerie Ost-Art, Giselastraße 12, 10317 Berlin

Tel.: 030 / 513 97 49, ostart@kulturring.org

geöffnet: Di-Fr 10.00 bis 15.00 Uhr, Sa 13.00 bis 17.00 Uhr

Studio Bildende Kunst

24.06. bis 05.08.2016

Dagmar Hintzmann: Summertime


Zurückhaltend, beinahe still, fordert Dagmar Hintzmann die Wahrnehmung des Betrachters heraus. In ihren Arbeiten präsentieren sich keine großen Gesten, sondern Kleinigkeiten, Spuren, Details. Ausgehend von Spannungsfeldern der eigenen inneren und der äußeren Welt, begibt sie sich im Arbeitsprozess auf eine stetige Suche nach Einfachheit. Dagmar Hintzmann arbeitet oft lange an ihren Bildern. Im Entstehen sind diese permanenter Veränderung unterworfen. Sie legt viele Schichten meist gebrochener Farbtöne übereinander und bearbeitet diese weiter. Im Prozess des Suchens und Findens übermalt und verwirft sie, deckt zu und legt wieder frei. Sie ritzt und zeichnet in die Farbe, sie klebt und spachtelt. Es verbleibt die Dynamik, der Beziehungsreichtum zwischen Linien und Flächen. Verborgene Strukturen werden freigelegt, mal frech und frei, mal streng ordnend. Spielerisch integriert sie den Zufall in ihre Arbeit. In ihren oft abstrakt anmutenden Bildern finden wir eine Erinnerung an Landschaft, undeutliche Einzelheiten, architektonische Details, rätselhafte Rudimente. Manchmal einen dicht gewebten Teppich freier Formen und Farben.


19.08. bis 22.09.2016

Doro Petersen: Wärmeübung

Vernissage: 18.08, 19.00 Uhr

Finissage: 16.09, 19.00 Uhr


Wärmeübung: Wellen, klein und golden, zärtlich über große Zehen schwappend. Dann wieder wild, unberechenbar, Waschmaschine Schleudergang. Sommerliches Wohlgefühl. Spielen, umhüllt sein, sich tragen und mitreißen lassen. Alles verläuft in Wellen. Auch die Lust. Die Künstlerin gibt sich in Skizzen, Stempel und Siebdrucken dem Sehnsuchtsmotiv Welle hin. Doro Petersen, 1977 geboren, hat visuelle Kommunikation an der Universität der Künste Berlin und der Universidad del País Vasco in Bilbao sowie Illustration in Barcelona studiert. Ihre künstlerische Bildsprache beinhaltet Elemente von Skizze und Zeichnung, Collage und Drucktechniken. Für die Büchergilde hat Doro Petersen 2015 Italo Calvinos Marcovaldo oder die Jahreszeiten in der Stadt mit zahlreichen farbigen und Schwarzweißzeichnungen illustriert. Neben der Illustration unterrichtet sie als Kunstvermittlerin Workshops und kreative Prozesse für Kinder und Familien an Berliner Museen wie dem Bauhaus-Archiv, dem Kunstgewerbemuseum und Buchstabenmuseum. Ein Langzeitprojekt ist das Workshopformat Skizzenspaziergang im Wedding. Doro Petersen lebt und arbeitet in Berlin.


Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin

Tel.: 030 / 553 22 76, sbk@kulturring.org

geöffnet: Mo bis Do 10-20 Uhr, Fr 10-18 Uhr, Sa 14-18 Uhr

Kulturküche Bohnsdorf

04.07. bis 25.08.2016

Kinderkunst 2016


Schülerinnen und Schüler der Schule am Buntzelberg aus Berlin-Bohnsdorf stellen bereits zum dritten Mal in der Kulturküche aus - und zwar sehen wir Arbeiten aus den 1. bis 6. Klassen. Wir erleben in ihren Werken Kreativität, Leidenschaft, Spaß und Freude am Experimentieren – und wie sie unsere Welt begreifen. Während der Ausstellung steht den jungen Besucher-Innen ein Malraum mit Material zur Verfügung, wo sie selbst gestalterisch tätig werden können!


Kulturküche Bohnsdorf, Dahmestraße 33, 12526 Berlin

Tel.: 030 / 67 89 61 91, bohnsdorf@kulturring.org

geöffnet: Mo-Do 12.00 bis 18.00 Uhr und zu den jeweiligen Veranstaltungen

Kulturbund Treptow

13.06. bis 12.08.2016

Kulturbundgalerie Treptow: Nicht so pünktlich ins Bett...!


Vermutlich war sie schon immer eine Malerin, eine Bilderfinderin, die Farbe und Licht souverän zur Auferstehung von Traum- und Geisterwelten miteinander verwoben hat. Kommerzialisierte und medialisierte Wirklichkeit holt sie zurück in ihre Welt. Die mit Leichtigkeit dahinfließende, fabulierende Linie versöhnt Flächen intensiver Farbigkeit miteinander. Der wütende Strich sprengt und zergliedert die Bildelemente, die oft als Metaphern für Unsagbares stehen. Sie spart keine Themen aus. Alles was einem Menschen in dieser Stadt Berlin ereilen, widerfahren kann, bringen ihre Bilder irgendwann an den Tag, nicht dokumentarisch gegenständlich, sondern es ist ein Frühlingshauch, beißender Gestank oder das mulmige Gefühl einer sich ausbreitenden Angst, die erinnert werden und sich in Bildern wiederfinden. Saskia Wenzel, 1965 geboren, hat nach einer Facharbeiterlehre in der polygrafischen Industrie an der Kunsthochschule Weißensee bei Dieter Gantz, Dieter Goltzsche und Hans Vent studiert und dort 1992 ihr Diplom gemacht. Studienaufenthalte führten sie u.a. nach Finnland, Frankreich, Italien und Tunesien. Seit 2009 ist sie Dozentin für Malerei und Grafik und Vorstandsmitglied im Albus e.V. Berlin. Sie lebt und arbeitet in Berlin.


19.08. bis 30.09.2016

Kulturbundgalerie Treptow: ...viel Rot

Vernissage: 18.08, 19.00 Uhr

Laudatio: Hagen Ludwig


Nach einer längeren Pause sind Arbeiten von Helga Gerasch wieder in der Kulturbund-Galerie zu sehen. Sie lebt in ihren neuen Bildern und Holzarbeiten einen sehr sinnlichen Bezug zur Natur aus. Einige Details vom Erblühen, Reifen und Vergehen werden in ihren großformatigen Pastellen hervorgehoben und so zu einem Ereignis. Ihre Arbeiten strahlen Lebenslust und einen feinen Humor aus. Sie bedürfen keiner zwanghaften Hineindeutung. Strenger Realismus und surreale Momente vereinen sich in ihnen. Dem Betrachter werden Bilder, Holzarbeiten und Collagen mit „viel Rot“ präsentiert. Selbst das sehr helle Holz eines ca. 200 Jahre alten Efeus wird mit roten Akzenten zum Strahlen gebracht. Helga Gerasch wurde 1949 in Mecklenburg geboren und wuchs dort in einem ländlichen Umfeld auf. Private und berufliche Entwicklungen führten sie über Eisenhüttenstadt nach Berlin. Hier arbeitete sie in einem engen Bezug zur Jugendhilfe. Jetzt genießt sie eine glückliche Rentenzeit. Seit 1990 versuchte sie sich als Autodidaktin mit kleinen Aquarellen und Pastellen. Ab 1999 wurde ihre künstlerische Entwicklung durch Hans Hellmut Müller begleitet. Collagen, großformatige Pastelle und Holzarbeiten kamen hinzu. Ab 2000 gab es mehrere Ausstellungsbeteiligungen. In verschiedenen Einzelausstellungen von 2001 bis 2009 zeigten ihre Arbeiten eine stetige eigenständige Entwicklung.


05.07. bis 26.08.2016

Galerie im Klub: Von Schlössern und Museen


Peter Gruhn, geboren am 27.5.1934 in Berlin, arbeitete nach einer Lehre als Fernmeldemechaniker und dem Abschluss als Dipl. Ing. (FH) als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Institut für Post und Fernmeldewesen, nach der „Wende“ bei der Deutschen Telekom AG. 1999 trat er in den Ruhestand. Bereits zu Beginn der 1950er Jahre begann sein Interesse an der Fotografie. Die erste Fotoausrüstung bestand aus einer geschenkten „Plattenkamera“, die Bilder wurden in der Dunkelkammer selbst entwickelt. Mit ersten Fotos des alten Berlins, z.B. auf der Fischerinsel, wuchs seine Vorliebe zu Motiven seiner Heimatstadt. Später wurden die Themen der Bilder präziser und detaillierter und auf Schlösser und Museen ausgedehnt. Als Mitbegründer des Colorclub Berlin-Treptow (1963, unter der Leitung von Gerhard Metzschker) war er bei nahezu allen Klubausstellungen mit Bildern beteiligt. Seine hauptsächlichen fotografischen Arbeiten entstehen auf Urlaubsreisen und bei Besuchen von Schlössern und Museen im Berliner Umfeld. Die ausgestellten Bilder zeigen einen kleinen Ausschnitt aus seinem Schlösser- und Museumsfundus.


Kulturbund Treptow, Ernststr. 14/16, 12437 Berlin

Tel.: 536 96 534, KBTreptow@kulturring.org

geöffnet: Mo-Fr 10.00 bis 16.30 Uhr, Di bis 19.00 Uhr

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