Fotogalerie Friedrichshain

13.05. bis 01.07.2016

Axel Heller - MARAMUREȘ


Im Norden Rumäniens an der Grenze zur Ukraine gelegen, gehört die Maramureş zu den abgelegensten Regionen Europas. Hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein – die Menschen in den einsamen Bergen und Tälern leben und arbeiten wie vor Jahrhunderten, ihre Geschichten und Sagen werden von Generation zu Generation weitergereicht, und der Kreislauf der Jahreszeiten und die darin eingebetteten christlichen Feste bestimmten den Alltag seit eh und je. Die Maramureş steht symbolisch für die existentielle Frage, wie viel Fortschritt der Mensch braucht und auch wie viel davon er vertragen kann. Axel Heller hat das Leben vor Ort über zehn Jahre hinweg so umfassend und ehrlich portraitiert, dass seine Bilder weit über eine Romantisierung des Landlebens hinausgehen und in vier Jahreszeiten zahlreiche Facetten einfangen. So nahe kommt der Betrachter der traditionellen Lebensweise in dieser Region vermutlich nie wieder, da auch sie durch den Einbruch der Moderne in ihrem Wesen bedroht ist. Axel Heller (geb. 1962), Ausbildung zum Forstfacharbeiter, dann Facharbeiter für zoologische Präparation, seit 1990 als freier Fotograf tätig, lebt in Zippelow bei Neustrelitz. Im Lehmstedt Verlag erschien 2015 das gleichnamige Fotobuch „Maramureş“ von Axel Heller, welches für den Deutschen Fotobuchpreis 2016 nominiert wurde.


Fotogalerie Friedrichshain, Helsingforser Platz 1, 10243 Berlin

Tel.: 030 / 296 16 84, fotogalerie@kulturring.org

geöffnet: Di, Mi, Fr, Sa 14.00 bis 18.00 Uhr, Do 10.00 bis 20.00 Uhr

Kulturforum Hellersdorf

10.05. bis 26.06.2016

Stefan Paubel: HÄUSER FLUCHT 16 – Marzahn-Hellersdorf


Häuser Flucht 16 - Marzahn-Hellersdorf ist das bereits 16. gedruckte Kunstprojekt des Berliner Mediengestalters Stefan Paubel, dessen Arbeiten sonst im Videobereich zu finden sind. Es sind Farbdrucke, die aus aufwändigen Fotomontagen entstanden sind. Tausende Fotos von Berliner Häuserfassaden sind neu arrangiert und bilden neue Straßenzüge, die es in der Wirklichkeit so nicht gibt. Die Straßen sind menschenleer. Eine geheimnisvolle Faszination strahlt aus den hochwertigen Farbdrucken. Die Bilder sind im Querformat 100 cm x 20 cm hinter Glas, als Stoffdruck und auf Aluminium gefertigt. Weiterhin sind in der Ausstellung Häuserfluchten aus anderen Städten, sowie Serienfotos von alten Kanaldeckeln und Türklopfern aus Italien und Spanien zu sehen. Stefan Paubel, 63 Jahre alt, lebt und arbeitet in Berlin-Weißensee. Er studierte Kraft- und Arbeitsmaschinenbau in Meißen, absolvierte ein Klubleiterstudium 1975-1978 in Meißen, studierte 1982-86 Kulturwissenschaft an der Berliner Humboldt-Universität, war 1978-90 Mitarbeiter im Berliner Haus der Jungen Talente und arbeitete anschließend im Videobereich. Seit 1994 ist er als freiberuflicher Mediengestalter und Videoproduzent aktiv und tritt seit 2011 mit regelmäßigen Ausstellungen in Erscheinung.


Kulturforum Hellersdorf, Carola-Neher-Straße 1, 12619 Berlin

Tel.: 030 / 56 111 53

geöffnet: Mo, Mi-Fr 9.00 bis 16.30 Uhr, Di 9.00-18.00 Uhr

Galerie Ost-Art

15.04. bis 02.06.2016

Gunter Wolfgang Sieg: Sturm der Farben


Gunter Wolfgang Sieg wurde 1945 in Berlin geboren. Schon als Kind hat er sich viel mit Zeichnen und Malen beschäftigt. In seinem späteren Beruf als Möbeldesigner waren die Erfahrungen aus der Kindheit sehr hilfreich. Seine Entwürfe brachten ihn dann zum Einzelhandel, für den er erst in Deutschland und später in Indonesien Möbel produzieren ließ. Diese Branche brachte ihn auch auf die spanische Insel Ibiza, wohin er 1975 seinen Wohnsitz verlegte. Er fasste schnell Fuß in der dortigen Künstlerszene. Durch den ebenfalls dort lebenden Maler “El Punto” hat er die ersten Kenntnisse der Spachteltechnik erworben, die er in den nächsten Jahren verfeinerte. Seine damaligen Werke wurden in diversen Ausstellungen gezeigt. Nach der Wende 1989 zog es ihn wieder nach Deutschland zurück, wo er sich nahe des Scharmützelsees in einem kleinen Ort niederließ. Die zufällige Begegnung mit dem Künstler Dalip Kryeziu gab ihm die Möglichkeit, in seinem Atelier in Bad Saarow weitere Techniken der Acrylmalerei zu erlernen. Seit 2010 lebt er wieder in Berlin. Seitdem fand er weitere Möglichkeiten, seine Techniken auszubauen.


10.06. bis 30.06.2016

Matvey Slavin: Geflasht von Trash

Vernissage: 09.06, 19.00 Uhr


Eindrücke von Großstädten und ländlicher Idylle vermischen sich in der Ausstellung „Geflasht von Trash“. Die Bilder von Matvey Slavin sind autobiographisch und dokumentieren sein Umfeld in einem überspitzen Realismus. Slavin arbeitet in einer Mischtechnik Acryl, Aquarell und Tusche und bewegt sich auf der Grenze zwischen Zeichnung und Malerei. Die neuen Werke zeigen Sampling-Figuren, die sich tanzend im Zusammenspiel mit Bruchstücken der Natur und symbolischen Gegenständen tummeln. Durch die Anwendung von rhythmischen Anhäufungen und eingebauten Verwirrungen als künstlerische Mittel erzeugt der Künstler ein besonderes Gefühl von Raumtiefe und Bewegung, sodass das Auge des Betrachters auf ungewöhnliche Weise durch die Bildkomposition wandert. Matvey Slavin (geb. 1987 in St. Petersburg) hat an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften sowie an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg studiert und wohnt seit 2015 in Berlin. Seit mehreren Jahren befasst er sich mit Landschaftsmalerei und Menschenstudien.


Galerie Ost-Art, Giselastraße 12, 10317 Berlin

Tel.: 030 / 513 97 49, ostart@kulturring.org

geöffnet: Di-Fr 10.00 bis 15.00 Uhr, Sa 13.00 bis 17.00 Uhr

Studio Bildende Kunst

24.06. bis 05.08.2016

Dagmar Hintzmann: Summertime

Vernissage: 23.06, 19.00 Uhr

Laudatio: Stephanie Ahl

Musik: Sylvia Hörchner, Akkordeon


Zurückhaltend, beinahe still, fordert Dagmar Hintzmann die Wahrnehmung des Betrachters heraus. In ihren Arbeiten präsentieren sich keine großen Gesten, sondern Kleinigkeiten, Spuren, Details. Ausgehend von Spannungsfeldern der eigenen inneren und der äußeren Welt, begibt sie sich im Arbeitsprozess auf eine stetige Suche nach Einfachheit. Dagmar Hintzmann arbeitet oft lange an ihren Bildern. Im Entstehen sind diese permanenter Veränderung unterworfen. Sie legt viele Schichten meist gebrochener Farbtöne übereinander und bearbeitet diese weiter. Im Prozess des Suchens und Findens übermalt und verwirft sie, deckt zu und legt wieder frei. Sie ritzt und zeichnet in die Farbe, sie klebt und spachtelt. Es verbleibt die Dynamik, der Beziehungsreichtum zwischen Linien und Flächen. Verborgene Strukturen werden freigelegt, mal frech und frei, mal streng ordnend. Spielerisch integriert sie den Zufall in ihre Arbeit. In ihren oft abstrakt anmutenden Bildern finden wir eine Erinnerung an Landschaft, undeutliche Einzelheiten, architektonische Details, rätselhafte Rudimente. Manchmal einen dicht gewebten Teppich freier Formen und Farben.


Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin

Tel.: 030 / 553 22 76, sbk@kulturring.org

geöffnet: Mo bis Do 10-20 Uhr, Fr 10-18 Uhr, Sa 14-18 Uhr

Berliner Tschechow-Theater

10.05. bis 30.06.2016

Eine malerische Reise durch Gran Canaria


Estrella Betancor, ursprünglich aus Gran Canaria (Spanien) stammend, zog im Herbst 2005 nach Berlin und begann noch im selben Jahr ihre künstlerische Karriere mit der Öl- und Aquarellmalerei. Estrella Betancor malt mit Leidenschaft und Inspiration. Ihre Leidenschaft für die Malerei hat sie begleitet seit ihrer Kindheit. Durch die Teilnahme an Kursen in Berlin und den Besuch von Meisterklassen an der Kunstakademie Luján Pérez in Las Palmas de Gran Canaria (Spanien) perfektionierte sie vor allem ihre Aquarellmalerei. Sie hat ein Diplom in Tourismusmarketing und einen Master-Abschluss in Umweltmanagement. Mehrere Reisen sowie ein internationales und multikulturelles Arbeitsumfeld haben Einfluss auf ihre künstlerische Laufbahn als Mittel zum Ausdruck von Gefühlen und Eindrücken des Lebens genommen. Die schöne Landschaft, die Bewegung des Wassers, die Einfachheit der Objekte, die Herzlichkeit der Menschen, die Steine, das Licht und die Farben sind das Thema ihrer Arbeit. Pinsel und Farbe sind mit der Seele verbunden, damit ihre realistischen Werke Ruhe und Beschaulichkeit ausdrücken. Die Künstlerin hat ihr Atelier in Berlin-Marzahn. In Spanien hat sie an Malwettbewerben im Freien teilgenommen. Als Mitglied der Asociación Canaria de Acuarelistas (Regionalverein von Kanarischen Aquarellmalern) hat sie mehrfach in Deutschland und Spanien ausgestellt.


Berliner Tschechow-Theater, Märkische Allee 410, 12689 Berlin

Tel.: 030 / 93 66 10 78

Kulturküche Bohnsdorf

11.04. bis 24.06.2016

Hoch lebe die Kunst


In hochfeinen Hornung-Texten und wunderbaren Krause-Porträt-Bildern werden viele Künstler-Innen und ihre Kunst in den Fokus dieser besonderen Ausstellung gesetzt. Hier kommt auch die Komplexität künstlerischer Arbeit zur Geltung, so dass sie „aufgewertet“ und gefeiert wird. Petra Hornungs schöpferisch-extravagante Texte aus 40 Jahren (in Zitaten) zu Künstlern unterschiedlicher Couleur, im Zusammenspiel mit deren einfühlsamen respektvollen Porträts, von Georg Krause meisterhaft „gestaltet“, zeigen zugleich Herausforderung, Zauber und Liebe zur Kunst beider Werke.


Kulturküche Bohnsdorf, Dahmestraße 33, 12526 Berlin

Tel.: 030 / 67 89 61 91, bohnsdorf@kulturring.org

geöffnet: Mo-Do 12.00 bis 18.00 Uhr und zu den jeweiligen Veranstaltungen

Kulturbund Treptow

08.04. bis 26.05.2016

Kulturbundgalerie Treptow: Wiener Blut


Die KünstlerInnen Gerhard Aba, Gerry Jindra, Thomas Nemec, Tom Phelan, Elvira Rajek und Alfred Spitzer verbindet nicht nur die wienerische Neigung zum skurrilen, fast surrealen bitterschwarzen Humor, auch der Wiener „Schmäh“ ist ihnen künstlerisch nicht fremd. Alfred Spitzer und Thomas Nemec kennen einander seit ihrem Besuch der Wiener Kunstschule. Gerhard Aba, gelernter Glas- und Porzellanmaler und international bekannter Fotograf, ist gemeinsam mit Gerry Jindra, dem Videokünstler und Filmemacher, Herausgeber der Kunstzeitschrift „0816“. Elvira Rajek, die Pädagogin und Objektkünstlerin aus dem Umfeld feministischer Kunst von Ona.B., verbinden mit Tom Phelan, dem Masterprinter und Maler aus Irland, den die Liebe nach Wien geführt hat, zahlreiche gemeinsame Projekte und Ausstellungen. Der Wiener „Hamua“ und der Berliner Witz sind kongenial – sowohl in Wien als auch in Berlin lacht man über die „Verbindung von norddeutschem Ernst mit Schweizer Humor“. Durch die langjährige Freundschaft und Zusammenarbeit etlicher der nun ausstellenden Wiener KünstlerInnen mit der Werkstatt Künstlerische Lithographie Berlin-Treptow war es möglich, Arbeiten von Berliner Künstlern in Wien bekannt zu machen. Für Elvira Rajek und Alfred Spitzer ist die Ausstellung in der Kulturbundgalerie Treptow die erste größere Präsentation in Berlin, alle anderen haben schon mehrere Projekte in Berlin verwirklicht. (Thomas Nemec)


03.05. bis 30.06.2016

Galerie im Club: OPTIMISTEN - Wettkämpfe auf dem Müggelsee


Ein Hundertmeterlauf ist einfach überschaubar. Start, Ziel als Linie. Der erste Läufer, der die Ziellinie überquert, hat gewonnen. Bei einer Segelregatta werden Anfangs- und Endpunkte dem Wind angepasst, auch während des Rennverlaufs selbst sind Änderungen der Streckenführung möglich. Dem Segler bleibt es überlassen, auf welchem Kurs er die Wendepunkte ansteuert. So bleibt für mich als fotografisch interessiertem Segler-Laien oft unklar, welches Boot eigentlich vorn liegt. Mehrere Läufe verwandeln die Wertung zur mathematischen Übung. Ein Fotojournalist muss den Sieger haben. Ohne diesen Zwang suche ich mir die Segler nach schönen Motiven aus. Das können die Startlinie sein, eine Bootsreihe vor der Kulisse von Friedrichshagen oder die Drängelei an der Wendeboje. Oder das Warten auf Wind. Segler sind abhängig von Wind und Wellen. Ich als Fotograf bin abhängig vom schwankenden Boot, dessen Kurs nur selten nach meinen Wünschen bestimmt werden kann. Meist stehen organisatorische Aufagben während des Rennens im Vordergrund. Die OPTIMIST-Segelbootsklasse wurde 1947 vom amerikanischen Konstrukteur Clark Mills entworfen und vom dänischen Archtitekten Axel Damsgaard Damgard standardisiert. Ziel war die Heranführung von Kindern bis 15 Jahren an das Freizeitsegeln oder den Segelsport. Diese Aufagbe wird immer noch erfüllt. Der OPTI-HERBSTPOKAL auf dem Berliner Müggelsee ist seit Jahrzehnten Tradition und wird vom Yacht Club Berlin-Grünau (YCBG) veranstaltet. (www.hhubmann.de)


13.06. bis 12.08.2016

Kulturbundgalerie Treptow: Nicht so pünktlich ins Bett...!

Vernissage: 09.06, 19.00 Uhr

Laudatio: Petra Hornung, Kunsthistorikerin


Vermutlich war sie schon immer eine Malerin, eine Bilderfinderin, die Farbe und Licht souverän zur Auferstehung von Traum- und Geisterwelten miteinander verwoben hat. Kommerzialisierte und medialisierte Wirklichkeit holt sie zurück in ihre Welt. Die mit Leichtigkeit dahinfließende, fabulierende Linie versöhnt Flächen intensiver Farbigkeit miteinander. Der wütende Strich sprengt und zergliedert die Bildelemente, die oft als Metaphern für Unsagbares stehen. Sie spart keine Themen aus. Alles was einem Menschen in dieser Stadt Berlin ereilen, widerfahren kann, bringen ihre Bilder irgendwann an den Tag, nicht dokumentarisch gegenständlich, sondern es ist ein Frühlingshauch, beißender Gestank oder das mulmige Gefühl einer sich ausbreitenden Angst, die erinnert werden und sich in Bildern wiederfinden. Saskia Wenzel, 1965 geboren, hat nach einer Facharbeiterlehre in der polygrafischen Industrie an der Kunsthochschule Weißensee bei Dieter Gantz, Dieter Goltzsche und Hans Vent studiert und dort 1992 ihr Diplom gemacht. Studienaufenthalte führten sie u.a. nach Finnland, Frankreich, Italien und Tunesien. Seit 2009 ist sie Dozentin für Malerei und Grafik und Vorstandsmitglied im Albus e.V. Berlin. Sie lebt und arbeitet in Berlin.


Kulturbund Treptow, Ernststr. 14/16, 12437 Berlin

Tel.: 536 96 534, KBTreptow@kulturring.org

geöffnet: Mo-Fr 10.00 bis 16.30 Uhr, Di bis 19.00 Uhr

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