Fotogalerie Friedrichshain

16.09. bis 28.10.2016

Danila Tkachenko - Restricted Areas

Vernissage: 06.10, 19.00 Uhr

Musik: DJ-Set mit elektonischer Musik aus den 1970er und 80er Jahren

Finissage: 28.10, 19.00 Uhr


Danila Tkachenkos Fotoprojekt Restricted Areas beschäftigt sich mit dem utopischen Streben der Menschheit nach technologischem Fortschritt, angetrieben von einer unstillbaren Gier und dem Wunsch auf ein besseres Leben. Restricted Areas nimmt den Betrachter mit auf Spurensuche nach Orten, die für den technologischen Fortschritt in der Sowjetunion von großer Bedeutung waren – und heute verlassen sind. Geheime Städte, die auf keiner Karte zu sehen sind, vergessene wissenschaftliche Triumphe, geheim gehaltene Nuklearkatastrophen, verlasse Gebäude von fast unmenschlicher Komplexität – eine Reise quer durch die unendlichen Weiten der ehemaligen Sowjetunion. Jeder Fortschritt kommt früher oder später zum Stillstand, sei es durch Wirtschaftskrisen, Atomkrieg oder Umweltkatastrophen… was bleibt zurück? Die in der Ausstellung gezeigten Fotografien werden ergänzt durch Objekte, Archivmaterial und Bücher über den technologischen Fortschritt in der Nachkriegszeit.


Fotogalerie Friedrichshain, Helsingforser Platz 1, 10243 Berlin

Tel.: 030 / 296 16 84, fotogalerie@kulturring.org

geöffnet: Di, Mi, Fr, Sa 14.00 bis 18.00 Uhr, Do 10.00 bis 20.00 Uhr

Kulturforum Hellersdorf

13.09. bis 31.10.2016

Gerhard Goßmann „Bilder aus der Mongolei“


Wer in der DDR gerne las, wird mit ihm in Berührung gekommen sein: Gerhard Goßmann – Buchgestalter, Graphiker und Maler. Mehr als 270 Bücher aller Genres hat er illustriert, zu den bekanntesten zählen die deutschen Ausgaben „Vom Winde verweht“ oder Cervantes' „Don Quijote“. Geboren 1912 in Guben, wuchs Goßmann in Fürstenwalde auf und studierte nach einer Lehre als Schrift- und Chromolithograph 1932-35 an der Höheren Graphischen Fachschule Berlin. Darauf begann er als freischaffender Graphiker mit Buchgestaltungen u.a. für die Verlage Rowohlt und Kiepenheuer, arbeitete in der Werbung und für verschiedene Zeitschriften. Im Zweiten Weltkrieg als Soldat in Norwegen schloss er Bekanntschaft mit Edvard Munch, kehrte danach als Kunstlehrer nach Fürstenwalde zurück, nahm 1955 die Arbeit als freischaffender Graphiker wieder auf. Nach Reisen in verschiedene der damals sozialistischen Länder verarbeitete Goßmann ab 1956 seine Reiseeindrücke in künstlerischen Arbeiten. So entstand 1972 der Radierungs-Zyklus „Mongolei“, in dem Szenen des Alltags, detailreich und oft witzig-ironisch pointiert, den Betrachter begeistern. Für seine Werke erhielt Goßmann zahlreiche Preise, darunter den Nationalpreis der DDR III. Klasse für Kunst und Literatur, seine Bücher wurden als Schönste Bücher der DDR ausgezeichnet. Seine Heimatstadt Fürstenwalde widmete ihm eine ständige Sonderausstellung, eine Grundschule sowie ein Bronze-Denkmal von Robert Metzke und ernannte ihn postum zum Ehrenbürger der Stadt.


Kulturforum Hellersdorf, Carola-Neher-Straße 1, 12619 Berlin

Tel.: 030 / 56 111 53

geöffnet: Mo, Mi-Fr 9.00 bis 16.30 Uhr, Di 9.00-18.00 Uhr

Galerie Ost-Art

07.10. bis 10.11.2016

Anett Münnich: Vergessene Pfade

Vernissage: 06.10, 19.00 Uhr

Laudatio: Nouria Khadeeva


Anett Münnich sucht ihre Motive teils im natürlichen Umfeld und teils in persönlichen Erinnerungen, in denen natürliche Motive als Sinnbilder verwendet werden. In ihren Arbeiten auf Leinwand verbindet sie die traditionelle Malerei mit einem collageähnlichen Übertragen von Linien und Farbflächen teils auch über temporäre Farbträger. Durch die vielfache Überschichtung entstehen Formen, auf die sie reagiert und aus denen sie die Motive im Entstehungsprozess entwickelt. Für ihre Papierschnitt-Serie arbeitet sie mit altem Kartenmaterial der Geodatenbasis Potsdam. Der Berliner Kulturjournalist Matthias Reichelt zu ihren Arbeiten: „Die Natur mit ihrer vielfältigen Vegetation bestimmt einen großen Teil von Anett Münnichs Werk. Die Motive wie Blattwerk, Äste, Moos, Farne und Waldlandschaften gestaltet sie zu fast undurchdringlichen, labyrinthischen Strukturen, die sowohl filigrane, als auch flächige Partien haben. Die intensiven und vielfältigen Farben gebraucht sie in vielen Schattierungen in den Bildern, die im Endzustand an die exotische Buntheit von Dschungel und Urwald erinnern. Die Ausschließlichkeit von Struktur und Fläche lassen die Bilder als Abstraktion wirken, die sich bei längerer Betrachtung nahezu völlig von ihren eigentlichen Motiven lösen und zu einem imposanten Spiel von Farbe, Licht und Linien geraten.“


Galerie Ost-Art, Giselastraße 12, 10317 Berlin

Tel.: 030 / 513 97 49, ostart@kulturring.org

geöffnet: Di-Fr 10.00 bis 15.00 Uhr, Sa 13.00 bis 17.00 Uhr

Studio Bildende Kunst

30.09. bis 11.11.2016

Alexander Steinmetz: Spiegelungen


Seine Kindheit und Jugend verbrachte Alexander Steinmetz in einem malerischen Dorf im Ural, den Großteil seines Lebens als Künstler jedoch in der Großstadt. Vielleicht ist gerade deshalb sein Werk so mit einer Nostalgie nach Ruhe und Einsamkeit durchtränkt. Selbst die städtischen Szenen sind voll von Harmonie und Ruhe. Vereinzelte Menschen und Autos werden zu stummen Protagonisten, und nur die kleinen, geräuschlosen Boote gleiten auf der gläsernen Oberfläche des Wassers oder schaukeln einfach auf einer Stelle. Gemütlichkeit und Wärme hüllen ein und Sympathie tritt hervor. Mutige, expressive Pinselstriche in Kontrast zu den ruhigen, ausgeglichenen Motiven, ausgeprägtes Helldunkel und aktive Farbkontraste zwischen kalten und warmen Tönen verleihen dem Werk des Künstlers Dynamik und Ausdruckskraft. Spiegelungen im Wasser, Glas, auf glatten, polierten Oberflächen oder auf dem nassen Asphalt sind charakteristisch für seine Werke. Der innige Realismus von Alexander Steinmetz ist unabhängig von Alter und kultureller Herkunft verständlich für jeden Betrachter. Seine malerische und grafische Sprache ist einfach und leicht. In seinen Werken reflektiert der Künstler den Augenblick der Lebensfreude, den Zustand der Natur, der Luft, des Lichts und der Form. Seine Bilder geben der Seele des Zuschauers eine Pause von der Hektik des Alltags. Diese erlaubt ihm, die Schönheit die uns umgibt, wahrzunehmen. (Maria Steinmetz)


08.10. bis 30.11.2016

Rausgehen

Vernissage: 08.10, 16.00 Uhr

Laudatio: Elke Melzer


Das Kunstgeschichtsprojekt „Rausgehen“ wurde vom Kulturring gestartet, um geflüchteten Kindern und Jugendlichen kulturelle Teilhabe zu ermöglichen. Aber auch, damit in Deutschland Beheimatete ihre neuen Nachbarn kennenlernen. „Rausgehen“ - steht dafür, sich mit etwas Ungewohntem auseinanderzusetzen – offen zu sein für etwas Neues. Aber auch die wortwörtliche Bedeutung war programmatisch für das Vorhaben: den Geflüchteten eine Einladung auszusprechen, damit sie aus dem Flüchtlingsheim herauskommen. Von der Notunterkunft zum Studio Bildende Kunst sind es nur fünf Minuten Fußweg. Sechs Monate lang sind Kinder und Jugendliche jeden Dienstag gekommen, um an der Kunstgeschichtswerkstatt teilzunehmen. Jede Stunde wurde ein anderes Thema behandelt. Ob es um „Gemalte Gärten“, „Selbstporträts“ oder „Abstrakten Expressionismus“ ging – immer war es interessant zu erfahren, was den Jugendlichen gefiel und was nicht. Alle saßen in einem Raum an großen Tischen, auf denen Bilder aus der Kunstgeschichte auslegt wurden. Viele der Teilnehmer sprachen so gut wie kein Deutsch, deshalb erfolgte die Verständigung oft nur mit Einwortsätzen wie „Gut“ und „Nicht gut“, mit Mimik und Gestik. Es genügte oft mit Zeigen und Vergleichen sich dem Thema zu nähern, um dann im Atelier eigene Bilder an den Staffeleien zu malen. Die Ergebnisse des Projekts werden im Rahmen des Kunstkreuzmonats Oktober unter dem Motto „Die Macht der Gewohnheit“ während des Hoffestes im Studio Bildende Kunst präsentiert.


Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin

Tel.: 030 / 553 22 76, sbk@kulturring.org

geöffnet: Mo bis Do 10-20 Uhr, Fr 10-18 Uhr, Sa 14-18 Uhr

Kulturküche Bohnsdorf

05.09. bis 13.10.2016

Farben Kubas


Der Maler, Fotograf und Bühnenbildner aus Havanna hat ein vielseitiges Werk geschaffen, wobei er auch traditionelle Wandbilder mit realisierte und Ausstattungen für das Nationale Ballett sowie die Danza Contemporanea Kubas entwickelte. Seine Werke sind in den USA, Mexico, Kolumbien, Portugal, Spanien, Frankreich, Italien und Kuba zu finden. Als Begleitung zu den großflächigen Bildern zeigt die Berlinerin Kerstin Lindow Fotografien ihrer Begegnungen mit Menschen der Insel, die von echter Nähe zeugen und tief menschlich berühren. Die Pädagogin und Flamenco-Tänzerin besuchte Kuba auch zu Studienzwecken und erlebte ihre Abenteuer vor und hinter der Linse ...


24.10. bis 08.12.2016

Katzen, Katzen und anderes Getier

Vernissage: 20.10, 19.00 Uhr

Laudatio: Hans-Eberhard Ernst

Musik: Musikalischer Beitrag


Die Werbedesignerin, Malerin, Kinderbuchillustratorin und Leiterin eines Kinder- und Jugendkabaretts ist seit 1999 auch als Autorin tätig. In ihrer scheinbar naiven und poetischen Malerei sowie in ihren Texten ist ein feiner Humor mit eingeflochten – vor Überraschungen sind wir da nicht sicher! Der Grafiker, Illustrator, Bühnenbildner und Dichter-Autor (u.a. Hörspiele) ist ein „fantastischer“ Artist der Linie und des Wortes. Seine Arbeiten tragen den Witz auf eine Ebene, wo er Klein und Groß subtilstes Vergnügen bereitet. Es sind oft intellektuell-spielerische Auseinandersetzungen mit menschlichen Charakteren und aktuellen Vorkommnissen... / www.zaulex.de


Kulturküche Bohnsdorf, Dahmestraße 33, 12526 Berlin

Tel.: 030 / 67 89 61 91, bohnsdorf@kulturring.org

geöffnet: Mo-Do 12.00 bis 18.00 Uhr und zu den jeweiligen Veranstaltungen

Kulturbund Treptow

01.09. bis 14.10.2016

Galerie im Klub: 9. Kunstmeile in Baumschulenweg - "White Room"


Der Farbfotografie in Form der Prints wurde erst in den Siebzigern des letzten Jahrhunderts, also relativ spät seit der Existenz der Fotografie, ein künstlerischer Anspruch zugebilligt. Das war neben der bereits verbreiteten, fast immer farbigen Diafotografie ein ermutigender, wichtiger Schritt in Richtung bunte Fotowelt mit allen ihren Vor- und vor allem verschiedenen Nachteilen. Letztere zeigen sich unter anderem nicht nur in zufällig gestalteten, also ungeordneten Farbkombinationen, sondern auch im nicht immer perfekten Bestreben, Emotionen farbig zu interpretieren. Die Kunst der alten Meister der Schwarzweißfotografie, nämlich durch technisch bedingtes „Weglassen“ von im Motiv angebotenen (farbigen) Bildelementen oder durch bewussten Verzicht auf diese per Dunkelkammer zu eindrucksvoll gestalteten Bildern zu gelangen, wurde inzwischen wiederentdeckt. Der Anteil der SW-Bilder in der Fotografie ist zwar begrenzt, wird aber einerseits wegen ihres Abstraktionsvermögens und andererseits durch neue, die Bildidee unterstützende Software größer. In der Ausstellung werden aktuelle Arbeiten von Gerhard Metzschker vorgestellt, die sich an die SW-Fotografie anlehnen, aber darüber hinaus der farbigen Abtönung und insbesondere dem Weiß einen vorrangigen Stellenwert zuordnen. Der Fotograf, als Leiter des Colorclub Berlin-Treptow eher als Farbfotograf bekannt, präsentiert jetzt alternativ neue Gestaltungsräume.


07.10. bis 03.02.2017

Kulturbundgalerie Treptow: Vorzeige 2016 - Freie Themen

Vernissage: 06.10, 19.00 Uhr


Die Herbstausstellung des Colorclub Berlin-Treptow, die sich traditionell an der im Frühjahr ausgerichteten Ausstellung zum Fotoklub Forum Berlin im Rathaus Köpenick orientiert, aber nun erheblich erweitert wird, ist turnusgemäß themenfrei. Damit wird den 20 Mitgliedern eine repräsentative Gelegenheit geboten, ihre aktuellen und besten Fotos im Klub vorzulegen. Bereits im April des Vorjahres wird das Projekt definiert, ab September werden die laufend eingehenden Arbeiten debattiert mit dem Ziel, ein attraktives Layout zu sichern. Die Bildautoren müssen darauf vorbereitet sein, gegebenenfalls auf ein „Lieblingsbild“ zugunsten des Gesamtwerkes zu verzichten, aber jedes beteiligte Mitglied wird in der Ausstellung berücksichtigt. Die Frühjahrsausstellung, an der 20 Fotoklubs beteiligt waren, wurde mit einer Ansprache des Bezirksbürgermeisters am 1. März ganz harmonisch eröffnet. Am 22. Tag danach wurden jedoch die beiden Aktfotos, eingebettet in mehr als 300 ausgestellte Fotos, auf Anordnung des Kulturamts ohne Vorabsprache vertragswidrig entfernt, weil angeblich Mitarbeiterinnen des Rathauses diese Bilder anstößig fanden. Ein Aktfoto stammte aus unserer Kollektion. Postwendend hat der Colorclub aus Protest seine komplette Bildstrecke abgehängt, weitere Klubs folgten. Die Foto- und Medienwelt einschließlich des RBB-Fernsehens attackierte nun wie bereits bekannt das Rathaus. Die Vorzeige 2016 bietet die komplette Ausstellung an und gestattet den Besuchern ein eigenes Urteil


17.10. bis 09.12.2016

Galerie im Klub: Winter-Impressionen


Zwei Autorinnen des CCB stellen ihre Eindrücke zu dieser Jahreszeit in Form von Fotos vor. Neben den Strukturen ist es besonders auch die Ruhe, die in diesen Fotos sichtbar wird. Details, die nur bei Frost zu Tage treten, werden festgehalten. Lassen Sie sich in die winterliche Natur führen.


Kulturbund Treptow, Ernststr. 14/16, 12437 Berlin

Tel.: 536 96 534, KBTreptow@kulturring.org

geöffnet: Mo-Fr 10.00 bis 16.30 Uhr, Di bis 19.00 Uhr

www.kulturring.org - kulturell immer auf dem Laufenden | Impressum | Adressen