Fotogalerie Friedrichshain

17.11. bis 21.12.2017

Dietmar Bührer - Bilder einer Ausstellung (1982 - 2017)


Seit nunmehr 35 Jahren hält Fotograf Dietmar Bührer die Wechselwirkungen zwischen Kunstwerken und Ausstellungsbesuchern in magischen Bildern fest und erschafft damit eine neue künstlerische Dimension. Mit dieser Ausstellung feiern wir auch den 70. Geburtstag des umtriebigen Berliner Fotografen und Verlegers. Nach seiner Ausbildung als Buchdrucker beim Schwarzwälder Boten in Singen am Hohentwiel wechselte Bührer 1968 zu den Stuttgarter Nachrichten. 1970 übersiedelte er nach Berlin. Er nahm eine Tätigkeit als Drucker bei der SPD-nahen Tageszeitung Telegraf sowie der Nachtdepesche an und absolvierte seine Meisterprüfung. Seit 1990 war Bührer in der Hausdruckerei der Justizvollzugsanstalt Tegel beschäftigt, seit 2001 bis zu seinem Ausscheiden als deren Leiter. Als Fotograf ist Bührer Autodidakt. Mit seinen Werken fanden zahlreiche Fotoausstellungen im In- und Ausland statt. Seit 1984 ist er Verleger und Herausgeber des Berliner Fotomagazins brennpunkt. Die Zeitschrift ist nach wie vor die wichtigste gedruckte Informationsquelle für die Berliner Fotoszene. 1984 wurde er in die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) berufen, seit 1987 ist er Ehrenmitglied im Deutschen Verband für Fotografie (DVF). Für seine besonderen Verdienste im beruflichen, persönlichen und fotografischen Umgang mit Inhaftierten vor und hinter den Mauern der JVA Tegel wurde er 2011 mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Zur Ausstellung erscheint ein Bildband mit 360 Seiten.


Fotogalerie Friedrichshain, Helsingforser Platz 1, 10243 Berlin

Tel.: 030 / 296 16 84, fotogalerie@kulturring.org

geöffnet: Di, Mi, Fr, Sa 14.00 bis 18.00 Uhr, Do 10.00 bis 20.00 Uhr

Kulturforum Hellersdorf

07.11. bis 28.12.2017

Stilles und Bewegtes - Strukturen geschöpft und gefilzt


Bärbel Malek beginnt 1975 ihr Arbeiten mit textilen Materialien bis hin zur Bildgestaltung. Dabei wird über die Jahre ihr Anliegen immer sichtbarer, Gefühle bildhaft werden zu lassen. 1992 wird sie Mitglied im Verein Textilwerkstatt e.V. unter der künstlerischen Leitung von Helga Graupner und beteiligt sich ab 1996 an verschiedenen Ausstellungen in Berlin. Zwei Jahre später bezieht sie auch Papierpulp in ihre künstlerische Arbeit ein und gibt ihre künstlerischen Erfahrungen in einer anleitenden Tätigkeit an der Jugendkunstschule Hohenschönhausen weiter. Das Gestalten mit Filz wird ein nächster Arbeitsschritt. Ab 2000 wird sie auch zu Personalausstellungen eingeladen und arbeitet ab 2003 als freischaffende Textilkünstlerin. Seitdem folgen Ausstellungen an verschiedenen Orten. Textiles, Filze, Papiere sind die Elemente, mit denen sie gestalterisch umgeht. Ihre Leidenschaft sind Prozesse der Materialumwandlung, in denen ihre emotionalen Gestaltungsideen unmittelbar in die verschiedensten Objekte, Teppiche, Kleidungsstücke einfließen können. Dabei spielt das haptische Moment, das Fühlen, Tasten, Berühren zum Entstehen der Arbeiten, eine wesentliche Rolle. Ihr Wunsch ist es, dass die so entstehenden Arbeiten genügend Raum für den Betrachter lassen, seine eigenen Gefühle neu zu entdecken, bewusster hinzuschauen, nachzudenken, weiterzudenken.


Kulturforum Hellersdorf, Carola-Neher-Straße 1, 12619 Berlin

Tel.: 030 / 56 111 53

geöffnet: Mo, Mi-Fr 9.00 bis 16.30 Uhr, Di 9.00-18.00 Uhr

Galerie Ost-Art

17.11. bis 21.12.2017

Jürgen Villmow - Neues vom Paradies


Jürgen Villmow ist Maler/Grafiker, Architekt und Dozent, lebt und arbeitet in Rosenthal und Berlin. Er studierte 1977-82 an der Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar und schloss als Diplom-Ingenieur ab. Es folgte 1982-85 ein externes Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. 1986 erhielt er den Horst-Michel-Preis für Gestaltung in Weimar. Es folgte ein Lehrauftrag an der Hochschule für Architektur und Bauwesen. In Berlin gründete er 1988 das Atelier für Kunst und Architektur. Villmow war immer auch lehrend tätig, so 1996 an der Fachhochschule Cottbus und ab 2006 an der Handwerkskammer Chemnitz im Lehrgang „Gestalter im Handwerk“. Studienaufenthalte führten ihn in die Sowjetunion und in die USA, nach Bulgarien, Italien, Griechenland und Südfrankreich. Seine Arbeiten, Aquarelle, Malereien und Zeichnungen, befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen, wie der Sammlung der Bundesbank, der TU Dresden, der Bauhaus-Uni Weimar, dem Romantikerhaus Jena und der Fondazione Sinaide Ghi in Rom. Er nahm an mehreren Künstlersymposien teil und leitete das 1. Sommer-Pleinair im Bürgerhaus Grünau. Umfangreiche Kunst-am-Bau-Projekte konnte er in Berlin ausführen. Er selbst betreibt auch eine kleine Galerie in Brandenburg, in der regelmäßig Ausstellungen durchgeführt werden, von ihm und Künstlern seiner Generation. Viele aktuelle Arbeiten thematisieren die Flüchtlingssituation, meist wird das Medium Aquarell bevorzugt.


Galerie Ost-Art, Giselastraße 12, 10317 Berlin

Tel.: 030 / 513 97 49, ostart@kulturring.org

geöffnet: Di-Fr 10.00 bis 15.00 Uhr, Sa 13.00 bis 17.00 Uhr

Kulturküche Bohnsdorf

23.10. bis 07.12.2017

Ausstellung: Die Enden der Welt (II)


Schnelle zeigt fotografische Ergebnisse, Arbeiten von Reisen nach Island 2003, Spitzbergen 2008, nach Südamerika, vor allem Patagonien und Feuerland 2010/11 sowie Grönland 2014 - Regionen, ca. 17.000 km von einander entfernt, bis in die Neuzeit sprach man von ihnen als die Enden der Welt. Nach seinem Kunsterziehungsstudium an der Berliner Humboldt-Uni erweiterte Schnelle nach der Wende seine Malerei-Kenntnisse noch mit einem Studium an der Hochschule der Künste Berlin. Über viele Jahre vermittelte er als Lehrer und Dozent jungen Leuten seine künstlerischen und handwerklichen „Entdeckungen“ sowie seine Könnerschaft. Die Fotografien fügen sich so in sein malerisches und grafisches Werk organisch ein und bilden für ihn eine weitere Inspirationsquelle. Schnelle war Mitglied des VBK der DDR und des BBK.


18.12. bis 01.03.2018

Ausstellung: Harry T. Böckmann tifft Dr. Andreas Jennewein

Vernissage: 14.12, 19.00 Uhr

Laudatio: Dr. Reinhardt Gutsche, Germanist und Romanist


Harry T. Böckmann, oder von Kollegen und Freunden SINUS genannt, ist längst ein Treptower Original. Man kennt ihn und weiß, wo man ihn findet, wenn man Malen lernen oder Malerei & Grafik erwerben möchte - in Berlin-Bohnsdorf. So begab sich auch Dr. Andreas Jennewein unter seine Malschüler. Vieles hat er vorher schon probiert: Zeichnen, Skizzieren, Reiseaquarelle, Bildhauerei... besonders aber interessierte ihn die relativ komplizierte Aquarell-Maltechnik. Gereift nach einigen Jahren fleißigen Arbeitens und Probierens, zeigt er seine Ergebnisse nun gemeinsam mit seinem „Meister“ in der Bohnsdorfer Kulturküche - ein entscheidender Moment, den eigenen Weg schon bald selbst weiter zu suchen, mehr und mehr ohne Anleitung auszukommen. SINUS zog es in die Welt - und Italien ist so ein Traumort, wo er fantastische Landschafts- und Stadtstimmungen malerisch auffing und in luftige Aquarelle und Gouache transponierte.


Kulturküche Bohnsdorf, Dahmestraße 33, 12526 Berlin

Tel.: 030 / 67 89 61 91, bohnsdorf@kulturring.org

geöffnet: Mo-Do 12.00 bis 18.00 Uhr und zu den jeweiligen Veranstaltungen

Kulturbund Treptow

09.10. bis 30.11.2017

Kulturbundgalerie Treptow: Colorclub Berlin-Treptow, Vorzeige 2017 - Formen der Kommunikation


Nicht nur die Menschen, auch Tiere verständigen sich untereinander durch Sprache, Zeichen oder Gebärden. Die meisten der 20 Klubmitglieder beteiligten sich an der Jahresaufgabe, typische Verhaltensmuster zu ermitteln und einige Besonderheiten, die oft als Dialog verborgen bleiben, gestalterisch hervorzuheben und zu präsentieren. Der nachdenkliche Bildbetrachter wird ohne Mühe alle Bilder schnell interpretieren und darüber hinaus sicherlich etliche Situationen neu entdecken.


06.11. bis 31.01.2018

Galerie im Club: Impressionen unter Wasser


Eine oft gestellte Frage: "Wie kommt man zum Tauchen?" Die Antwort: "Wenn die Eltern tauchen." - "Zur Unterwasserfotografie kam ich später. Begeistert von meinen Eindrücken, merkte ich, dass allein Worte nicht reichten, anderen das Erlebte nahezubringen. So begann ich Tauchen und Fotografieren zu verbinden - damit wurde mein Erleben abrufbar und die Begeisterung nachvollziehbar. Tauchreisen führten mich mehrfach nach Ägypten, Kuba, Indonesien und auf die Malediven. In den letzten Jahren musste ich feststellen, dass das Wasser durch Schwebeteilchen immer trüber und insgesamt auch wärmer wurde. Selbst bei 30 m Wassertiefe maß mein Tauchcomputer noch eine Wassertemperatur vom 29 Grad Celsius. Vom Wahrheitsgehalt der Meldung, dass 2016 auf den Malediven 60-70 % der Korallen abstarben, musste ich mich mit eigenen Augen im Mai 2017 überzeugen. Die Bilder, die einen Bogen über mehrere Jahre schlagen, verdeutlichen insbesondere die Zunahme der Schwebeteile im Wasser.“


11.12. bis 31.01.2018

Kulturbundgalerie Treptow: Zu zweit an einem Ort


So ganz ohne Hintersinn ist der Ausstellungstitel ZU ZWEIT AN EINEM ORT nicht gewählt. Mit jeweils sehr eigener Handschrift zeigen die beiden Berliner Künstlerinnen Monika Hipfel und Pia Szur neuere Arbeiten, die in der Werkstatt Künstlerische Lithographie entstanden sind. An diesem Ort nutzen beide mit großer Begeisterung und in sehr verschiedener Weise den Steindruck, aber auch die Radierung und den Linolschnitt. Monika Hipfels Bildwelt wird getragen von der Beobachtung der Natur in ihren vielformigen Erscheinungen im wechselnden Licht, wogegen Pia Szurs In-die-Welt-Schauen sie zum Erkunden der vielschichtigen, fast mystischen Verwebungen von Formen und Gestalten führt. So unterschiedlich der Duktus der Arbeiten von Monika Hipfel und Pia Szur auch sein mag, in der Zusammenschau tragen sie bei zu einer bemerksenswert feinen Opulenz großer Fabulierlust und Gestaltungsfreude. (Alexander Bandilla)


Kulturbund Treptow, Ernststr. 14/16, 12437 Berlin

Tel.: 536 96 534, KBTreptow@kulturring.org

geöffnet: Mo-Fr 10.00 bis 16.30 Uhr, Di bis 19.00 Uhr

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