Kinder&Jugendliche

 

 "23 Muskeltiere"
 
 medienpädagogische Schulprojekt
 

Was sind die Muskeltiere? Schon seit Mitte der 90er Jahre werkeln die Muskeltiere im Südosten von Berlin. Hinter der Namensidee einer 5. Klasse aus Berlin-Köpenick verbirgt sich ein medienpädagogisches Vorhaben mit Angeboten für die Grundschule (Klassenstufe vier bis sechs), das vom Kulturring in Berlin getragen wird. Inzwischen wurden fast 60 Projekte in 15 Grundschulen durchgeführt. Warum setzen wir uns für diese andere Form des Medienunterrichts ein? Das Fernsehen ist noch immer die populärste Freizeitbeschäftigung der jungen Generation. Kinder und Jugendliche werden von der Unterhaltungsindustrie mit einer Menge an Botschaften befrachtet, doch im Umgang damit erfahren sie nur wenig Unterstützung. Ihnen wird nicht mitgeteilt, dass man und wie man die Botschaften herstellen, analysieren und diskutieren kann. Genau dies ist das zentrale Ziel unserer Medienarbeit. Im Mittelpunkt aller Projekte steht die gemeinsame Herstellung eines Videofilms. Die Themen der einzelnen Sendungen waren am Anfang sehr vielfältig: Schulreportagen, Dokumentationen, Theaterinszenierungen, einfache Trickfilme, Sendungen über andere Länder, aber auch Unterrichtsthemen. In den letzten Jahren bildete sich das Schwerpunktthema "Nachrichten" heraus - vor allem in der Zusammenarbeit mit Schulen aus Europa. Die Videosendungen werden im Offenen Kanal Berlin ausgestrahlt. Die Veröffentlichung der Aufnahmen ist für die Schüler wichtig und spannend: Man erreicht ein größeres Publikum und kann somit aktiv an der großen Medienwelt teilnehmen.
www.23muskeltiere.de

 

 Phantasia
 
 
  Das Mädchengesangsquartett Phantasia ist 1999 aus dem Chor "Liederquelle" hervorgegangen und inzwischen über ihren Heimatbezirk Marzahn-Hellersdorf hinaus bekannt geworden. Die jungen Mädchen im Alter zwischen 16 und 21 Jahren, die als Spätaussiedler mit ihren Eltern erst vor wenigen Jahren nach Deutschland gekommen sind, bringen internationale Titel aus dem Bereich der Pop- und Jazzmusik zu Gehör. Die Titel werden in deutscher und russischer Sprache gesungen. Ihr künstlerisches Angebot umfasst inzwischen ein Programm von 40 Minuten. Das Quartett bietet einen gelungenen Mix aus Musik und Show und hat inzwischen viele Fans unter den Jugendlichen.

 

 Kindermusiktheater Zimbel Zambel
 
 
 

Im Jahr 2002 feierte das ZIMBEL ZAMBEL seinen 11. Geburtstag. 5 Jahre gehörte es bereits zum Kulturring in Berlin e. V. Die Organisation lag in den Händen von 1 bis 2 SAM-Mitarbeiterinnen. Kinder im Alter von 3 bis 10 Jahren besuchen mit ihren Eltern, Großeltern, Erzieherinnen und Lehrerinnen die kleine Spielstätte mit dem vielseitigen Repertoire. Zum Stammpublikum gehören die umliegenden Kitas und während der Schulferien auch die Kinderhorts. 2002 kamen 3238 Besucher ins ZIMBEL ZAMBEL. Dank jahrelanger kontinuierlicher Arbeit stand den Kulturring-Mitarbeitern ein bemerkenswertes Fundus an Puppenspielern, Schauspielern, Clowns, Musikanten, Zauberern zur Auswahl, denen das ZIMBEL ZAMBEL ans Herz gewachsen war. Im Jahr 2002 wurden 40 Veranstaltungen organisiert. 22 Puppenspiele der unterschiedlichsten Spielformen wurden gezeigt. 7 Kindermusikveranstaltungen unterstützten die musische Erziehung in Kita und Schule, 4 mal lud die Märchenerzählerin "Carolina" zum Mitspieltheater ein, 2 mal verblüffte ein Zauberer das Publikum und mit viel Begeisterung agierten die kleinen Zuschauer bei Varieté und Tierzirkus selbst auf der Bühne.

 

 Kindertheater theatro piccolo
 
 
 
Seit 1999 arbeitet im Kulturring in Berlin e.V. das kleine Theaterensemble "theatro piccolo", das sich unter der Leitung von Detlef Zelahs aus einer Reihe von Kursen entwickelt hat. Das Ensemble besteht aus Schülern zwischen 10 und 14 Jahren, die jede Woche im Kulturforum Hellersdorf und im Kindermusiktheater "Zimbel Zambel" in Hohenschönhausen proben. Das Leben ist ein Rollenspiel, sagte einmal ein berühmter Schauspieler. Die einen spielen die großen und die anderen die kleinen Rollen. Um darauf vorbereitet zu sein, bieten wir unsere Theaterprojektarbeit an. Über die Inhalte von Szenen, die unter Mitwirkung der Schüler teilweise in spielerischer Improvisation entstehen, soll Spielfreude entwickelt werden. Spielen von Rollen, Spaß am Verkleiden und Singen in der Badewanne sind das eine, die Fähigkeiten, eigne Probleme und Ideen im Dialog einzubringen, das andere. Im ersten Halbjahr 2002 haben wir die Szenen "Der Lottoschein, Das Zeugnis, Der Arztbesuch, Der Fernseher" und im zweiten Halbjahr "Die Heimoperation, Der Restaurantbesuch, Das Klavier und Frohes Fest Mister Miller" erarbeitet.
Das "theatro piccolo" konnte seinen Bekanntheitsgrad in der Region weiter verbessern, den Mitwirkenden Motivationen für das künstlerische Engagement vermitteln. Hoffen wir, dass in den nächsten finanziell und personell schwierigeren Jahren Atem und Ausdauer reichen, um weiterhin einigen Kindern und Jugendlichen aus Hohenschönhausen und Hellersdorf eine kleine kreative, künstlerische Nische zu bieten.

 

 
 
 
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