Ingo Knechtel:

Das gelobte Land

wird schon in biblischen Erzählungen gesucht, und auf eine gewisse Weise wiederholt sich diese Suche über die Jahrhunderte hinweg immer wieder. Im Frühmittelalter brachen die Wikinger aus ihrer heimatlichen Gebundenheit aus, um in der Ferne Ruhm, Reichtum und Abenteuer zu suchen. Kolonisatoren entdeckten und eroberten weite Gebiete in Amerika und Afrika. weiterlesen...

Gerhard Metzschker:

Die drei Todsünden im Rathaus Köpenick

Distanz, Foto: Gerhard Metzschker

Jede öffentliche Kunstgalerie darf sich erlauben, dank der grundgesetzlich verankerten Kunstfreiheit, Kunstwerke aller Genres auszustellen. Eine Gefallensgarantie für den zum Besuch eingeladenen Betrachter existiert natürlich nicht, ein Lustverlust mangels erbaulichen Dialogs mit den Werken auch bei Zahlung eines Eintrittsgelds ist zu kalkulieren. weiterlesen...

Dr. Gerhard Schewe:

Wenn ein Straßenschild erzählen könnte

Foto: André Osbahr

Kein Grabstein erinnert an sie, keine Gedenkstätte, kein Schulname... Lediglich zwei Straßen in dem großen Deutschland sind nach ihr benannt: eine in München, die andere in Berlin-Hellersdorf.
Die Rede ist von Carola Neher, „gefeiert auf der Bühne, gestorben im Gulag“, wie der Untertitel eines 2016 im Berliner Lukas-Verlag für Kunst und Geistesgeschichte erschienenen Buches über die zu ihren Lebzeiten berühmte, heute fast vergessene Schauspielerin lautet.
Straßenschilder, die einen Personennamen tragen, sind wie Stolpersteine: sie verweisen auf Lebensgeschichten, die oft auch ein Stück Weltgeschichte, ein Stück Welterfahrung beinhalten. weiterlesen...

Rudolf Herz:

Heimat

Foto: Heinz Schaffner

Jeder Mensch empfindet in seinem Erdenleben einen Flecken, den er als Heimat für sich beansprucht. Meist ist es der Ort, in dem man geboren wurde, wo man aufgewachsen ist, die Kindheit und Jugend erlebt, die Geborgenheit und Fürsorge durch die Familie genossen, erste Freunde und vielleicht auch die erste Liebe und vieles mehr erlebt hat. weiterlesen...

Carola Gerlach / Bernd Grünheid:

Die AG Rosa Winkel: Projekt Lesbenforschung

Luise Goldmann, geb. am 30.10.1913 im Israelitischen Krankenheim, Berlin N, Elsässer Str. 86, ermordet im Holocaust, Todesdatum unbekannt. Das nur als Kopie in der Akte vorliegende Foto schickte sie mit einem Brief an ihre Halbschwester Vera nach Berlin. Auf der Rückseite des Fotos ist vermerkt: Von deiner Schwester Luise im 24. Lebensjahr, Warschawa, im Januar 1938., Foto: (Passfoto: Entschädigungsamt Berlin)

Seit einiger Zeit beschäftigen sich die Forschungsprojekte der AG Rosa Winkel, die unter der wissenschaftlichen Anleitung von Dr. Carola Gerlach stehen, neben der Verfolgung von Homosexuellen auch mit dem Schicksal lesbischer Frauen in der NS-Zeit. Dazu wurden bereits viele Akten aus den Bereichen Fürsorgeerziehung, Justiz und Polizei gelesen.
Gleichgeschlechtliche Beziehungen von Frauen waren im Deutschen Reich justiziell nicht strafbar. weiterlesen...

Petra Hornung:

Über das Auge – zur Seele

Beil von Wandsbek, Abb.: Otto Kummert

Die in der Kulturbundgalerie in Baumschulenweg präsentierte kleine, gediegene Auswahl des großen, facettenreichen und meisterlichen Werkes von Otto Kummert spiegelt allein schon im Umgang mit seinem Metier die enge Bindung der Gestaltung an die Person des Künstlers Otto Kummert. Er ist als Grafiker zugleich Plakatmensch, Designer, Lehrer, freier Künstler, Kämpfer und Feingeist. weiterlesen...

Dagmar Gleim:

Ausgebeutet und wieder ausgespuckt

Foto: privat

Am 25. April findet im Kulturbund Treptow eine Lesung mit der Autorin Anja Schindler statt. Hundert Jahre nach Beginn der Oktoberrevolution stellt sie ihr Buch „ ‚...verhaftet und erschossen‘ Eine Familie zwischen Stalins Terror und Hitlers Krieg“ in der Ernststraße 14-16 vor. Sie erzählt die Geschichte ihrer eigenen Familie, ihrer Großeltern und deren Kinder. weiterlesen...

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