Kunst&Literatur
 Visionen - 10. KunstKreuz 2009
 
 08.05. bis 05.06.2009, Mi bis So 15-19 Uhr - Altes Urbankrankenhaus, Haus 8, Urbanstr. 144, 10967 Berlin 
 

KunstKreuzDe Vision ist eine imaginäre Schöpfung, die Neues vorhat und umgesetzt werden will. Keine Epoche, keine Zeit kommt ohne sie aus. In wessen Köpfen sie entsteht, in wessen Händen sie lebendig wird, entscheidet über Wohl oder Wehe, über Gedeih oder Verderb, darüber, ob eine Vision in eine lichte Zukunft führt oder eine wahre Horrorvision ist. Am Anfang jeder Tat steht eine Vision - kein Lebensbereich, den sie nicht berührt. Sie mag aufrührerisch und unbequem sein, oft ist sie träumerisch, anregend, ja sogar beflügelnd. Sie hat die Kraft, an Traditionen, Konventionen und vor allem an Gewohnheiten – den guten alten – zu kratzen. Zum Glück geht keine gewinnbringende Verwertungsgarantie mit ihr einher. Häufig bleibt sie nur die reine Utopie. Und doch entwirft sie Blicke in die Zukunft, eröffnet neue, andere Perspektiven.
Das Kunstkreuz will Visionen künstlerisch einfangen, ihnen Raum geben und Aufmerksamkeit verschaffen. Die Kunst ist ein kreatives Medium der Reflexion unserer Welt und spiegelt in der ihr eigenen Art und Weise einen Reichtum an Phantasien, Illusionen, Mystifikationen, an Gedanken und Träumen, ja an wahren Sinneswelten wider.
Nicht zufällig lädt das KunstKreuz zur visionären Spurensuche ein. Angefangen mit der kleinen Idee, künstlerisches Schaffen bürgernah zu präsentieren, ist das KunstKreuz zu einer anspruchsvollen Kunstpräsentation gewachsen. Manches aus der anfänglichen Vision war ein gern gesehener Wegbegleiter und wird vielleicht heute von dem einen oder anderen vermisst. Aber im 10. Jahr seines Bestehens will das KunstKreuz den Blick über den Horizont hinaus richten. Nötig ist das allemal, drohen wir doch tagtäglich einer Allmacht der Bilder und ihrer globalen Verbreitung, einer Flut von verwirrenden und manipulierenden Informationen über Katastrophen, Kriege, Krisen und Skandale zu erliegen. Die einhergehende Flucht ins Banale, ins Triviale oder ins stille Kämmerlein verhindert es häufig, dass neue Visionen den Weg in unsere Pläne und Konzepte finden, um sich dort entfalten zu können. Setzen wir dem gemeinsam etwas entgegen!

 kreativ - künstlerische Betreuung von geistig und körperlich behinderten Kindern und Jugendlichen
 
 
 

Von 1990 bis 1997 widmete sich die Malerin Margot Schmidt - als Erweiterung des Schulangebots - der therapeutischen und künstlerischen Betreuung geistig behinderter Kinder und Jugendlicher. Das Malen aus dem Erlebnis stand für sie im Mittelpunkt des Unterrichts. In der Auseinandersetzung mit der Welt und ihren Formen, Farben, Strukturen und Sensationen entstanden Malereien auf Papier. Nicht über den Intellekt allein, sondern vorrangig über das Gefühl für Schönheit, Harmonie, Ruhe, Ordnung, Symmetrie und Ornamentik führte der Weg zur künstlerischen Gestalt. Unter Anleitung lernten die Schüler, Erlebnisse mit Pinsel und Farben auszudrücken, wie sie es sprachlich nicht konnten, und sie hatten Spaß an diesem Gestalten. Von besonderer Bedeutung war neben der therapeutischen Wirkung das Gruppenerlebnis beim Malen in der Gemeinschaft. Die schönsten Arbeiten wurden auf Ausstellungen gezeigt, so zum Beispiel 1995 im Rathaus Köpenick und 1996 im Ratz-Fatz in Treptow. 1995 entstand dazu auch ein Kalender „Unsere bunte Welt“. In den Jahren ihrer Arbeit an diesem Projekt leitete Margot Schmidt Kurse mit Kindern und Jugendlichen an den Sonderschulen Alfred-Randt-Str. 19, Eichbuschallee 4-6 und Müggelseedamm 212 sowie mit jungen Erwachsenen an der Tagesförderstätte Orionstraße. Von 1997 bis 2002 führte diese Arbeit der Maler Karl-Heinz Beck mit großem Engagement und neuen Ideen fort, seit Ende 2002 der Maler Rolf-Jürgen Altekrüger.

 

 ColorClub Berlin CCB
 
 
  Der unter seinem Kürzel CCB bekannte Amateurfotoklub wurde 1963 beim Kulturbund Treptow gegründet. Seit 1991 findet die monatlichen Klubabende in der Geschäftsstelle des Kulturbundes Treptow statt. Die Arbeit des CCB ist ausschließlich der Farbfotografie gewidmet. Sowohl die aktuellen Reisedias als auch aufwendig gestaltete formalästhetische Bildkompositionen per Dia werden von den Mitgliedern angeboten und zur Diskussion gestellt. Durch zahlreiche Ausstellungen konnten sie ihre eigenen Arbeiten der Öffentlichkeit präsentieren. Neben der konventionellen Farbfotografietechnik wird auch mit neuen Printtechniken (Computergrafik) experimentiert. Viel Anerkennung erhielten Klubmitglieder durch Annahme oder Preise bei angesehenen Wettbewerben wie z.B. Deutscher Amateurfotopreis, die jährlichen 100 besten Bilder sowie der Porträtwettbewerb der Gesellschaft für Fotografie (GfF), Barnack-Wettbewerb, Rathenower Farbdia und Landesfotoschau Brandenburg. Die Gruppe trifft sich jeden 2. Montag im Monat um 17.30 Uhr.

 

 Fotogalerie Friedrichshain
 
 
 

Wer tut so etwas? Fotografien von Vitus Olander

Die als kommunale Galerie in der Trägerschaft des Bezirksamtes arbeitende Einrichtung drohte im Sommer 2000 angesichts der latenten Unterfinanzierung der bezirklichen Kulturarbeit in Berlin dem Rotstift zum Opfer zu fallen. Der Kulturring vertrat zusammen mit anderen, nicht zuletzt den vielen mit der Galerie verbundenen Fotografen und Fotokünstlern, die Ansicht, dass dies nicht geschehen dürfe. Diese Galerie, die schon in der DDR überregionale Bedeutung erlangte, sollte erhalten bleiben. Der Kulturausschuss des Bezirkes bestätigte das Konzept des Kulturrings. Ein Beirat wählt seitdem die Künstler aus und plant künftige Expositionen. Der Kulturring stellte das Personal, war für Organisation, Öffentlichkeitsarbeit und natürlich die Öffnungszeiten verantwortlich, der Bezirk übernahm die Mietkosten der Einrichtung. 2002 war selbst das für den Bezirks nicht mehr möglich, und so entschloss sich der Kulturring, die Galerie alleine weiter zu betreiben. Dies gibt den Künstlern weiterhin großzügige Ausstellungsmöglichkeiten sowie Gelegenheiten des Dialogs und Erfahrungsaustauschs, den Berlinern und ihren Gästen bieten sich weit beachtete Ausstellungs-Events. Die schon seit 1985 bestehende Galerie bleibt damit ihrem Publikum weiter erhalten und ist eine tragende Säule der Präsenz des Kulturrings in Friedrichshain-Kreuzberg.

Fotogalerie Friedrichshain, Helsingforser Platz 1, 10243 Berlin;
Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr, Sa 13.00 bis 18.00 Uhr, Do 10.00 bis 18.00 Uhr;
Tel.: 296 16 84

 

 Die Gruppe "KLIN"
 
 
 

"KLIN" - unter diesem Namen arbeitet die erste in Berlin lebende Künstlergruppe russlanddeutscher Übersiedler und osteuropäischer Migranten. "KLIN" - ein bewusst gewählter Name - ein ziehender Vogelkeil zwischen zwei Kulturen, zwischen Ost und West. >>

 

 
Galerie KLIN, Ahrensfelder Chaussee 150 a, 12689 Berlin; Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr

 

 

 

 Kulturbund Galerie
 
 
 

Die in dem Haus Ernststr. 14/16 in Baumschulenweg integrierte Kulturbund Galerie Treptow zeigt regelmäßige Ausstellungen von bildenden Künstlern aus den Stadtbezirken und bietet auch internationalen Künstlern die Möglichkeit der Präsentation. In Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Treptow-Köpenick leistet der Kulturring einen eigenständigen Beitrag zur Realisierung städtepartnerschaftlicher Beziehungen. Die Ausstellungen bieten stets auch Gelegenheit zum Dialog mit dem Künstler und zu anderen musikalisch-literarischen Veranstaltungen in den Räumlichkeiten des Hauses.
 

leer  05.02. bis 31.03.10 - Querdurch - Thomas Nemec (Wien)
 
 
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Thomas NemecVernissage: 04.02.10, 19.00 Uhr
Laudatio: Prof. Dr. Philipp Maurer, Wien
Musik: Abel Sanches, Gitarre, Jonas Fehrenberg, Percussion

Gesichter und Skelette, Rosen und Krokodile sind die Versatzstücke eines Pandämoniums der Unruhe, der Verlockung und der Bedrohung in den Bildern von Thomas Nemec. Exponierte Frauenkörper, Modelle aus dem Vorrat der Posen der kommerziellen erotischen Animation, Blüten, Lippen, aber im Kontrast dazu auch Totenschädel oder die Fratzenhaftigkeit anderer Körperöffnungen bilden die Zeichen dieser Malerei. (Ulrich Gansert)


leer leer Kulturbund Treptow, Ernststr. 14-16, 12437 Berlin;
Öffnungszeiten: Mo-Fr von 10-16.30 Uhr und zu allen Veranstaltungen;
Tel.: 53696534


 

 

 Galerie Ost-Art
 
 
 
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Der Kulturring in Berlin e.V. f ührt eine Reihe von Galerien, von denen sich die Galerie Ost-Art in Berlin-Lichtenberg bereits profilieren konnte. Namen wie Mohr, Womacka, Schinko, Fretwurst-Colberg, Pansow allein im ersten Jahr ihrer Existenz - 1996 - das setzte hohe Ansprüche, die in den Folgejahren erweitert und variiert wurden. Aber Ost-Art blieb immer eine Galerie, die sich Künstlern verpflichtet fühlt, die ihre Lebenserfahrung in 40 jahren eines anderen deutschen Staates sammelten. Die Reflexionen dieser Erfahrungen in Werken hoher künstlerischer Qualität aber auch künstlerische Entwicklungslinien bis in die Gegenwart gerade auch jüngeren Menschen zu vermitteln, dies ist das spezielle Anliegen der Galerie Ost-Art.

 

x  05.03. bis 15.04.2010 Sack und Seide - Bildwirkerei und Collagen von Genia Frohberg
 
 Vernissage: 04.03.10, 19.00 Uhr

Vernissage: 04.03.10, 19.00 Uhr
Laudatio: Gisela Wrede
Musik: Deutsch-brasilianisches Duo "no canto da bossa", Julia Wegenast + Felix Astor voc/ git/ perc

 

 

 
x x Galerie Ost-Art, Giselastr. 12, 10317 Berlin;
Öffnungszeiten: Di-Fr 10 bis 15 Uhr / Sa 13 bis 17 Uhr;
Tel.: 513 97 49
 

 

 

 

 Studio Bildende Kunst
 
 
 

Das Studio Bildende Kunst wirkt wegen seiner geschützten Lage wie eine Insel der Ruhe im Hauptstadt-Trubel nahe der belebten Frankfurter Allee. Sein Domizil, die um 1928 errichtete Villa des einstigsten Fleischfabrikanten Paul Skupin ist eine der letzten Fabrikantenvillen im Bezirk Lichtenberg und steht unter Denkmalschutz. Die Innengestaltung, weitgehend im Originalzustand aus den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts erhalten, ist fast eine „Galerie“ für sich. Wer also eine der vielen Ausstellung besucht, wird immer auch vom Haus angezogen werden.
Zehnmal im Jahr wechselt das Studio seine Ausstellungen , es sind Holzschnitte, Radierungen, Kupferstiche zu sehen, eben Grafiken aller Stilrichtungen. Darauf hat sich die Galerie spezialisiert  und damit Anerkennung in der Hauptstadt, ja im ganzen Land erworben. Seit 2004 hat der Verein die ehemals kommunale Einrichtung übernommen und betreibt sie fortan eigenwirtschaftlich. Das traditionell bewährte Profil von Grafik-Galerie und  -Werkstatt sowie künstlerischen Kursen für alle Altersgruppen bleibt erhalten. Im Haus arbeitet nach wie vor eine Druckerwerkstatt.  
Ein besonderer Anziehungspunkt des Studios ist in Zusammenarbeit mit der traditionsreichen „Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V.“, die nunmehr auch im östlichen Berlin für Freunde und Sammler originalgrafischer Blätter präsent ist.

leer   25.02. bis 31.03.2010 Der Mensch braucht Druck
 

 Vernissage: 25.02.10, 19.00 Uhr


  
Vernissage: 25.02.10, 19.00 Uhr
Musik: Anna-Katharina Kaufmann, Violine

Die Ausstellung präsentiert einen Ausschnitt aus dem druckgrafischen und zeichnerischen Werk von Grit Wendicke.
Die junge Künstlerin ist Absolventin der Hochschule für Bildende Kunst in Dresden. Ihre Arbeiten wurden in den letzten Jahren unter anderem in der Galerie 2yk am Flutgraben Berlin sowie in der Galerie Ratskeller und der Galerie Ost-Art in Berlin-Lichtenberg präsentiert.
Neben ihrer freiberuflichen Tätigkeit als Zeichnerin und Druckgrafikerin arbeitet Grit Wendicke als Bühnenbildnerin und Szenografin, zuletzt für die Neuköllner Oper Berlin und das Landestheater Innsbruck. Aktuell erarbeitet sie ein Raumkonzept für das Filmmuseum Potsdam.
"Die Auseinandersetzung mit dem Raum ist das zentrale Thema meiner künstlerischen Arbeit. Die Vielzahl der Details, das Vereinbare und das Unvereinbare, auch das Chaotische und Zufällige wirken zusammen, wodurch ein Ganzes erst entsteht. Diese Betrachtungsweise reizt zu vielfältigen Gestaltungsstrategien - so z.B. zur Verstärkung der Kontraste und Störelemente, oder zu Kombinationen, Häufungen, Anordnungen, oder zur Durchformung des Raums nach einem stilistischen Prinzip." (Grit Wendicke)


leer leer leerStudio Bildende Kunst, John-Sieg-Str. 13, 10365 Berlin, nahe U- und S-Bahnhof Frankfurter Allee
Öffnungszeiten: Mo-Do 10-20 Uhr, Fr 10-18 Uhr, Sa 14-18 Uhr, außer an Feiertagen;
Tel.: 5532276, sbk@kulturring.org

 

 

 

   

 

 Max-Lingner-Archiv
 
 
 
Max Lingner
Das Max-Lingner-Archiv und der „Freundeskreis Max Lingner“ wird seit vielen Jahren vom Kulturring in Berlin e.V. aktiv unterstützt. Zwei Mitarbeiter beschäftigen sich mit der Aufarbeitung des Archivs des Künstlers, machen den Besuch von Interessenten möglich und organisieren zusätzliche Führungen. Im Rahmen des Projekts „Orte und Persönlichkeiten“ wird auch Unterstützung bei der Vervollständigung eines Werkverzeichnisses und der Öffentlichkeitsarbeit gegeben.

>> mehr zum Projekt

 

 Interessenkreis Phantastische Literatur
 
 sf-club andymon
  Der Freundeskreis wissenschaftlich-phantastischer Literatur existiert seit fast 20 Jahren. Hier treffen sich Fans der Science Fiction und der Fantasy (Bücher, Filme, Magazine). Der Club gibt das Magazin Alien Contact heraus, publizierte selbst verschiedene SF-Literatur und gestaltet eine interessante Website. Regelmäßig finden Lesungen und andere Veranstaltungen im Kulturring-Club in der Ernststr. 14/16 statt. Höhepunkte sind die "Tage der Phantasie" in der Archenhold-Sternwarte, zu denen stets viele Besucher aus Berlin und ganz Deutschland kommen. Die Gruppe trifft sich jeden 2. Donnerstag im Monat um 18 Uhr.

 

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