Lichtenberg
 Inhaftiert
 
 Fotografien und Berichte aus der Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit
 

„Inhaftiert“ beschreibt das Leben hinter Gittern in einem ostdeutschen Gefängnis zur Zeit des „Kalten Krieges“. Die Berliner Fotograin Franziska Vu nähert sich dem Thema aus zwei Richtungen. Durch die Linse ihrer Kamera betrachtet, nimmt sie uns mit auf eine fotografische Führung durch das Gebäude. Wir erleben die Machtlosigkeit, die Angst und die Einsamkeit, die die Gefangenen empfunden haben, aber auch Hoffnungsschimmer. Interviews, die Franziska Vu mit ehemaligen Gefangenen führte, helfen uns dabei, die visuellen Eindrücke mit realen Lebensgeschichten zu verbinden, und verleihen den damals hinter dicken Mauern Totgeschwiegenen eine Stimme. Diese Verbindung von Fotokunst und wirklichen Erlebnissen, von künstlerischer Ausdrucksform mit politischer Auseinandersetzung, schafft eine eindrucksvolle Ausstellung, die uns zum Nachdenken über ein Kapitel der jüngsten deutschen Geschichte zwingt, das an Aktualität nichts eingebüßt hat.

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 Studio Bildende Kunst
 
 
 

Das Studio Bildende Kunst wirkt wegen seiner geschützten Lage wie eine Insel der Ruhe im Hauptstadt-Trubel nahe der belebten Frankfurter Allee. Sein Domizil, die um 1928 errichtete Villa des einstigsten Fleischfabrikanten Paul Skupin ist eine der letzten Fabrikantenvillen im Bezirk Lichtenberg und steht unter Denkmalschutz. Die Innengestaltung, weitgehend im Originalzustand aus den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts erhalten, ist fast eine „Galerie“ für sich. Wer also eine der vielen Ausstellung besucht, wird immer auch vom Haus angezogen werden.
Zehnmal im Jahr wechselt das Studio seine Ausstellungen , es sind Holzschnitte, Radierungen, Kupferstiche zu sehen, eben Grafiken aller Stilrichtungen. Darauf hat sich die Galerie spezialisiert  und damit Anerkennung in der Hauptstadt, ja im ganzen Land erworben. Seit 2004 hat der Verein die ehemals kommunale Einrichtung übernommen und betreibt sie fortan eigenwirtschaftlich. Das traditionell bewährte Profil von Grafik-Galerie und  -Werkstatt sowie künstlerischen Kursen für alle Altersgruppen bleibt erhalten. Im Haus arbeitet nach wie vor eine Druckerwerkstatt.  
Ein besonderer Anziehungspunkt des Studios ist in Zusammenarbeit mit der traditionsreichen „Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V.“, die nunmehr auch im östlichen Berlin für Freunde und Sammler originalgrafischer Blätter präsent ist.

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leer leer leerStudio Bildende Kunst, John-Sieg-Str. 13, 10365 Berlin, nahe U- und S-Bahnhof Frankfurter Allee
Öffnungszeiten: Mo-Do 10-20 Uhr, Fr 10-18 Uhr, Sa 14-18 Uhr, außer an Feiertagen;
Tel.: 5532276, sbk@kulturring.org
   
 

 

 Galerie Ost-Art
 
 
 
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Der Kulturring in Berlin e.V. f ührt eine Reihe von Galerien, von denen sich die Galerie Ost-Art in Berlin-Lichtenberg bereits profilieren konnte. Namen wie Mohr, Womacka, Schinko, Fretwurst-Colberg, Pansow allein im ersten Jahr ihrer Existenz - 1996 - das setzte hohe Ansprüche, die in den Folgejahren erweitert und variiert wurden. Aber Ost-Art blieb immer eine Galerie, die sich Künstlern verpflichtet fühlt, die ihre Lebenserfahrung in 40 jahren eines anderen deutschen Staates sammelten. Die Reflexionen dieser Erfahrungen in Werken hoher künstlerischer Qualität aber auch künstlerische Entwicklungslinien bis in die Gegenwart gerade auch jüngeren Menschen zu vermitteln, dies ist das spezielle Anliegen der Galerie Ost-Art.

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x x Galerie Ost-Art, Giselastr. 12, 10317 Berlin;
Öffnungszeiten: Di-Fr 10 bis 15 Uhr / Sa 13 bis 17 Uhr;
Tel.: 513 97 49

 

 

 

 60 Jahre Kulturarbeit in Lichtenberg
 
Streifzüge durch 60 Jahre Kulturarbeit
 
Elektrokohle 2006
Wer erinnert sich noch an die legendären Rockkonzerte im nicht mehr existierenden Klubhaus des VEB Elektrokohle Lichtenberg? Oder wer weiß, dass im heutigen Theater an der Parkaue in den 56 Jahren seines Bestehens "Die Schneekönigin" über Jahrzehnte immer wieder neu inszeniert wurde? Das hat eine Projektgruppe im Bereich Ost des Kulturrings recherchiert. Sie will für das Gebiet Lichtenberg-Hohenschönhausen noch mehr Fakten und Fotos zur Entwicklung der Kulturarbeit in der Zeit nach dem II. Weltkrieg bis in die Gegenwart zusammentragen und in einer Ausstellung präsentieren. Denn zur Kulturgeschichte des heutigen Großbezirks existiert bisher keine zusammenhängende Darstellung - obgleich mehrere Dutzend Einrichtungen das kulturelle Leben Lichtenbergs prägen. Neben den oben genannten verschwundenen bzw. traditionellen werden auch "wachgeküsste" Kulturorte zu sehen sein. Das sind Orte, die von den Bürgern mit viel Liebe und Engagement zu kulturellen Treffpunkten entwickelt wurden wie zum Beispiel das Kesselhaus Herzberge oder das Schloss Hohenschönhausen in der Hauptstraße.

 

 Geschichtswerkstatt - Spurensuche Berliner Osten
 
 
 

Die Interessengemeinschaft ist hervorgegangen aus dem Projekt „Spurensuche – Geschichte des Berliner Ostens“. Durch intensive Recherchearbeit in Archiven, Bibliotheken, Fotosammlungen sowie durch die Befragung zahlreicher Zeitzeugen ist eine Fülle an Material, insbesondere zur Geschichte der Frankfurter Allee in den Bezirken Berlin-Friedrichshain und Berlin-Lichtenberg, zusammengetragen worden. Die Ergebnisse werden in der Reihe „Kleine Stadtwanderungen“ fortlaufend publiziert. Die Broschüren sollen Anregung geben, selbst Erkundungen in dem jeweilig beschriebenen Gebiet vorzunehmen.
Eine Ausstellung mit dem Titel "Zeitreise Frankfurter Allee – Porträt einer Straße in Berlin-Lichtenberg“ dokumentiert anhand zahlreicher Fotodokumente den Wandel der Frankfurter Allee in Lichtenberg im Laufe des 20. Jahrhunderts, die Folgen von Krieg und Zerstörung sowie das veränderte Gesicht der Straße bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. Ein wesentlicher Teil der Ausstellung befasst sich mit der Entstehung des Wohngebietes Frankfurter Allee Süd. Sie wurde erfolgreich im Heimatmuseum Lichtenberg und in Teilen an anderen Orten gezeigt.
Dank der Unterstützung durch Zeitzeugen kann als ein besonders wichtiges Ergebnis die Veröffentlichung von Briefen aus den Jahren 1942 bis 1958 in dem Buch „Briefe aus Berlin“ angesehen werden. Eine Tochter des Ehrenbürgers von Lichtenberg, Gustav Kielblock, schrieb diese Briefe aus Berlin an ihre Tochter in Calw, im Schwarzwald. Die Briefe legen Zeugnis ab über Lebenssituation, Kriegsalltag, Bombennächte und Überlebenskampf in den Nachkriegsjahren in Berlin und direkt in Lichtenberg. Sie sind ausgewertet, kommentiert und vom Kulturring herausgegeben worden.
Ständiges Anliegen der Interessengemeinschaft ist die Fortführung und Aktualisierung der Reihe „Kleine Stadtwanderungen“. Einige Bändchen wurden schon überarbeitet und in einer zweiten Auflage herausgegeben, weitere sind in Vorbereitung. In ihren Treffen tauschen sich die Mitglieder der AG zu neuen Erkenntnissen über die untersuchten Gebiete aus, entwickeln Konzepte und Ideen für neue Touren und verarbeiten Ergebnisse so, dass sie auch in Ausstellungen präsentiert werden können. Unsere kleine Gruppe würde sich sehr freuen, wenn die Interessengemeinschaft durch weitere Mitglieder bereichert werden würde.

 

 

 Kindertheater theatro piccolo
 
 
 
Seit 1999 arbeitet im Kulturring in Berlin e.V. das kleine Theaterensemble "theatro piccolo", das sich unter der Leitung von Detlef Zelahs aus einer Reihe von Kursen entwickelt hat. Das Ensemble besteht aus Schülern zwischen 10 und 14 Jahren, die jede Woche im Kulturforum Hellersdorf und im Kindermusiktheater "Zimbel Zambel" in Hohenschönhausen proben. Das Leben ist ein Rollenspiel, sagte einmal ein berühmter Schauspieler. Die einen spielen die großen und die anderen die kleinen Rollen. Um darauf vorbereitet zu sein, bieten wir unsere Theaterprojektarbeit an. Über die Inhalte von Szenen, die unter Mitwirkung der Schüler teilweise in spielerischer Improvisation entstehen, soll Spielfreude entwickelt werden. Spielen von Rollen, Spaß am Verkleiden und Singen in der Badewanne sind das eine, die Fähigkeiten, eigne Probleme und Ideen im Dialog einzubringen, das andere. Im ersten Halbjahr 2002 haben wir die Szenen "Der Lottoschein, Das Zeugnis, Der Arztbesuch, Der Fernseher" und im zweiten Halbjahr "Die Heimoperation, Der Restaurantbesuch, Das Klavier und Frohes Fest Mister Miller" erarbeitet.
Das "theatro piccolo" konnte seinen Bekanntheitsgrad in der Region weiter verbessern, den Mitwirkenden Motivationen für das künstlerische Engagement vermitteln. Hoffen wir, dass in den nächsten finanziell und personell schwierigeren Jahren Atem und Ausdauer reichen, um weiterhin einigen Kindern und Jugendlichen aus Hohenschönhausen und Hellersdorf eine kleine kreative, künstlerische Nische zu bieten.

 

 Kindermusiktheater Zimbel Zambel
 
 
 

Im Jahr 2002 feierte das ZIMBEL ZAMBEL seinen 11. Geburtstag. 5 Jahre gehörte es bereits zum Kulturring in Berlin e. V. Die Organisation lag in den Händen von 1 bis 2 SAM-Mitarbeiterinnen. Kinder im Alter von 3 bis 10 Jahren besuchen mit ihren Eltern, Großeltern, Erzieherinnen und Lehrerinnen die kleine Spielstätte mit dem vielseitigen Repertoire. Zum Stammpublikum gehören die umliegenden Kitas und während der Schulferien auch die Kinderhorts. 2002 kamen 3238 Besucher ins ZIMBEL ZAMBEL. Dank jahrelanger kontinuierlicher Arbeit stand den Kulturring-Mitarbeitern ein bemerkenswertes Fundus an Puppenspielern, Schauspielern, Clowns, Musikanten, Zauberern zur Auswahl, denen das ZIMBEL ZAMBEL ans Herz gewachsen war. Im Jahr 2002 wurden 40 Veranstaltungen organisiert. 22 Puppenspiele der unterschiedlichsten Spielformen wurden gezeigt. 7 Kindermusikveranstaltungen unterstützten die musische Erziehung in Kita und Schule, 4 mal lud die Märchenerzählerin "Carolina" zum Mitspieltheater ein, 2 mal verblüffte ein Zauberer das Publikum und mit viel Begeisterung agierten die kleinen Zuschauer bei Varieté und Tierzirkus selbst auf der Bühne.

 
 
 
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