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Dass
Alter mit Krankheit, Hilflosigkeit und Siechtum einhergeht, ist ein hartnäckiges
Vorurteil. Tatsächlich ist jedoch die ganz überwiegende Mehrheit - selbst
im hohen Alter - kompetent und selbständig.
Richtig dagegen ist, dass man mit zunehmendem Alter häufiger auch auf
die Hilfe anderer Menschen angewiesen ist. Das kann zwar auch "Pflege"
bedeuten, viel häufiger ist es aber Hilfe bei der Lebensführung, bei der
Mobilität oder bei der aktiven Lebensgestaltung. Hier setzt unsere Kulturarbeit
mit Senioren und Seniorinnen an.
Unsere
Aktivitäten sind durch sehr individuelle, auf den einzelnen Bewohner zugeschnittene
Betreuungsangebote charakterisiert. Die Mitarbeiterinnen begleiten Heimbewohner
bei Ausflügen und Spaziergängen, bei Arzt- und Behördenbesuchen. Sie helfen
beim Schreiben von Briefen, lesen vor, basteln mit den Seniorinnen und
Senioren und gehen vor allem auf sie zu und hören zu, geben ihnen die
Zuwendung, für welche die Pflegerinnen und Pfleger keine Zeit haben. Vor
allem aber suchen die Mitarbeiterinnen auch immobile, bettlägerige Seniorinnen
und Senioren auf den einzelnen Stationen auf. Sie kümmern sich um die
Heimbewohner, welche zu den anderen Aktivitäten nur dann Zugang haben,
wenn sie durch Mobilitätsdienste unterstützt werden.
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