Rausgehen

Hamadi vor der Staffelei; Foto: Elke Melzer

08.10. bis 30.11., 10.00 bis 20.00 Uhr

Studio Bildende Kunst

Das Kunstgeschichtsprojekt „Rausgehen“ wurde vom Kulturring gestartet, um geflüchteten Kindern und Jugendlichen kulturelle Teilhabe zu ermöglichen. Aber auch, damit in Deutschland Beheimatete ihre neuen Nachbarn kennenlernen. „Rausgehen“ - steht dafür, sich mit etwas Ungewohntem auseinanderzusetzen – offen zu sein für etwas Neues. Aber auch die wortwörtliche Bedeutung war programmatisch für das Vorhaben: den Geflüchteten eine Einladung auszusprechen, damit sie aus dem Flüchtlingsheim herauskommen. Von der Notunterkunft zum Studio Bildende Kunst sind es nur fünf Minuten Fußweg. Sechs Monate lang sind Kinder und Jugendliche jeden Dienstag gekommen, um an der Kunstgeschichtswerkstatt teilzunehmen. Jede Stunde wurde ein anderes Thema behandelt. Ob es um „Gemalte Gärten“, „Selbstporträts“ oder „Abstrakten Expressionismus“ ging – immer war es interessant zu erfahren, was den Jugendlichen gefiel und was nicht. Alle saßen in einem Raum an großen Tischen, auf denen Bilder aus der Kunstgeschichte auslegt wurden. Viele der Teilnehmer sprachen so gut wie kein Deutsch, deshalb erfolgte die Verständigung oft nur mit Einwortsätzen wie „Gut“ und „Nicht gut“, mit Mimik und Gestik. Es genügte oft mit Zeigen und Vergleichen sich dem Thema zu nähern, um dann im Atelier eigene Bilder an den Staffeleien zu malen. Die Ergebnisse des Projekts werden im Rahmen des Kunstkreuzmonats Oktober unter dem Motto „Die Macht der Gewohnheit“ während des Hoffestes im Studio Bildende Kunst präsentiert.

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