Finissage Ausstellung Otto Dix: Lithographien zum Evangelium nach Matthäus

Otto Nagel (Präsident der Akademie der Künste der DDR) gratuliert Otto Dix; Foto: Zentralbild Zimontkowski, Bundesarchiv, Bild 183-45912-0002, CC BY-SA 3.0 DE

02.05., 19.00 Uhr

Kulturforum Hellersdorf

Otto Dix, geboren 1891 in Untermhaus / Gera und gestorben 1969 in Singen am Hohenwiel, war ein bedeutender deutscher Maler und Graphiker des 20. Jahrhunderts. Er hinterließ mehr als 6000 Zeichnungen und Skizzen. Nach der Lehre als Dekorationsmaler und anschließendem Studium an der Kunstgewerbeschule Dresden entstanden erste spätimmpressionistische und expressionistische Arbeiten. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg wandte er sich der Avantgarde zu und experimentierte mit kubistischen und futuristischen Formen. Nach seinem freiwilligen Kriegseinsatz studierte er weiter in Dresden, war Gründungsmitglied der Dresdner Sezession 1919, hatte Kontakt zu Berliner Dadaisten und beteiligte sich an der ersten Internationalen Dada-Messe in Berlin. Sein Hauptwerk "Der Schützengraben" wurde zum bedeutendsten Antikriegsbild seiner Zeit. Ab 1925 lebte er in Berlin und nahm an der Ausstellung Neue Sachlichkeit teil und prägte diese Kunstrichtung wesentlich. Die Nazis diffamierten seine Werke als Wehrmachtssabotage und beschlagnahmten 260 Werke als entartete Kunst, schlossen ihn aus der Akademie der Künste aus und entzogen ihm seine Dresdner Professur. Dix zog sich in die innere Emigration nach Süddeutschland zurück. Künstlerisch war Dix nach dem Krieg ein Außenseiter, widmete sich vermehrt christlichen Themen und erhielt hohe Anerkennungen wie das Bundesverdienstkreuz oder die Ehrenbürgerschaft von Gera.

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