Das wahre Leben ist doch anders

Darstellerin Cornelia Gutermann-Bauer; Foto: privat

10.09., 19.00 Uhr

Berliner Tschechow-Theater

Die Schauspielerin Cornelia Gutermann-Bauer und Regisseur Günter Bauer, dem Publikum des Tschechow-Theaters bestens in schaurig-schöner Erinnerung durch "Die Marquise von O.", "Kassandra" und "KafkA oder Das Zögern vor der Geburt", bringen eine Premiere mit. Eine rasante Liebeskomödie frei nach Anton Tschechow. "Vor sieben Monaten ist ihr Mann gestorben. Nun ist sie Witwe, eine wohlhabende Witwe! Trotzdem schleichen sich Trauer, Melancholie und Depressionen in ihren Alltag. Oder ist es doch eine Lebens-, eine Sinnkrise im alltäglichen Einerlei? Da kündigt sich überraschend Besuch an: Ein Fremder fordert die Zahlung einer ausstehenden Rechnung, die ihr verstorbener Mann zu Lebzeiten nicht beglichen haben soll. Es kommt zum Streit. Die Emotionen kochen hoch. Bald geht es nicht mehr nur um eine Geldforderung. Es geht um mehr, es geht um ALLES: um das Verhältnis von Mann und Frau, um die Liebe, um das Dasein im allgemeinen, um das richtige Leben überhaupt!" Was als leichte und immer wieder süffisant witzige Komödie voller Drive und Energie daher kommt, ist auch eine Parabel über den modernen Menschen und seine existentielle Fragwürdigkeit. Wohlstand, Reichtum, Freiheit, Unabhängigkeit allein vermögen uns nicht glücklich zu machen… Cornelia Gutermann-Bauer bewältigt in einem Parforce-Ritt die Doppelrolle der Kontrahenten im Kampf der Geschlechter so „spielerisch“, so temperamentvoll-witzig und frech, als müsste es genau so, und nicht anders sein.

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