Anett Münnich: Vergessene Pfade

Roter Herbst, 61 x 41 cm, 2015, Acryl auf Leinwand; Abb.: Anett Münnich

07.10. bis 10.11.

Galerie Ost-Art

Anett Münnich sucht ihre Motive teils im natürlichen Umfeld und teils in persönlichen Erinnerungen, in denen natürliche Motive als Sinnbilder verwendet werden. In ihren Arbeiten auf Leinwand verbindet sie die traditionelle Malerei mit einem collageähnlichen Übertragen von Linien und Farbflächen teils auch über temporäre Farbträger. Durch die vielfache Überschichtung entstehen Formen, auf die sie reagiert und aus denen sie die Motive im Entstehungsprozess entwickelt. Für ihre Papierschnitt-Serie arbeitet sie mit altem Kartenmaterial der Geodatenbasis Potsdam. Der Berliner Kulturjournalist Matthias Reichelt zu ihren Arbeiten: „Die Natur mit ihrer vielfältigen Vegetation bestimmt einen großen Teil von Anett Münnichs Werk. Die Motive wie Blattwerk, Äste, Moos, Farne und Waldlandschaften gestaltet sie zu fast undurchdringlichen, labyrinthischen Strukturen, die sowohl filigrane, als auch flächige Partien haben. Die intensiven und vielfältigen Farben gebraucht sie in vielen Schattierungen in den Bildern, die im Endzustand an die exotische Buntheit von Dschungel und Urwald erinnern. Die Ausschließlichkeit von Struktur und Fläche lassen die Bilder als Abstraktion wirken, die sich bei längerer Betrachtung nahezu völlig von ihren eigentlichen Motiven lösen und zu einem imposanten Spiel von Farbe, Licht und Linien geraten.“

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