Alexander Steinmetz: Spiegelungen

Berlin, Landwehrkanal, Multiliner auf Papier, 20 x 24, 2014; Abb.: Alexander Steinmetz

30.09. bis 11.11.

Studio Bildende Kunst

Seine Kindheit und Jugend verbrachte Alexander Steinmetz in einem malerischen Dorf im Ural, den Großteil seines Lebens als Künstler jedoch in der Großstadt. Vielleicht ist gerade deshalb sein Werk so mit einer Nostalgie nach Ruhe und Einsamkeit durchtränkt. Selbst die städtischen Szenen sind voll von Harmonie und Ruhe. Vereinzelte Menschen und Autos werden zu stummen Protagonisten, und nur die kleinen, geräuschlosen Boote gleiten auf der gläsernen Oberfläche des Wassers oder schaukeln einfach auf einer Stelle. Gemütlichkeit und Wärme hüllen ein und Sympathie tritt hervor. Mutige, expressive Pinselstriche in Kontrast zu den ruhigen, ausgeglichenen Motiven, ausgeprägtes Helldunkel und aktive Farbkontraste zwischen kalten und warmen Tönen verleihen dem Werk des Künstlers Dynamik und Ausdruckskraft. Spiegelungen im Wasser, Glas, auf glatten, polierten Oberflächen oder auf dem nassen Asphalt sind charakteristisch für seine Werke. Der innige Realismus von Alexander Steinmetz ist unabhängig von Alter und kultureller Herkunft verständlich für jeden Betrachter. Seine malerische und grafische Sprache ist einfach und leicht. In seinen Werken reflektiert der Künstler den Augenblick der Lebensfreude, den Zustand der Natur, der Luft, des Lichts und der Form. Seine Bilder geben der Seele des Zuschauers eine Pause von der Hektik des Alltags. Diese erlaubt ihm, die Schönheit die uns umgibt, wahrzunehmen. (Maria Steinmetz)

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