Francesca Pegorer: Wurzeln

36.890 Tage auf der Erde, Ölfarben auf Leinwand, 20x30, 2016 (Serie von 4 Bilder); ©: Francesca Pegorer

26.08. bis 29.09.

Galerie Ost-Art

Francesca Pegorer, 1982 in Triest (Italien) geboren, ist seit 2010 Wahlberlinerin. Sie hat ein Studium der Architektur abgeschlossen und sich in der Kulturanthropologie weitergebildet. Sie ist in der Raum- und Stadtforschung tätig, untersucht die Stadt durch das Zeichnen. Kunst studierte sie in Bologna und in Venedig. In der Ausstellung präsentiert die Künstlerin Werke, die sich mit dem Thema Wurzeln beschäftigen. Seit der Kindheit hat Francesca gewusst, dass sie auf Dauer in dem kleinen Dorf in Norditalien nicht leben kann. Erst mit 10 verreiste sie das erste Mal ohne Familie. Seitdem war sie auf drei Kontinenten, Norwegen, Marokko und Japan, und natürlich Berlin - wo sie anderen Kulturen offen begegnet, auch verborgene Seiten von sich selbst entdeckt. Kein Ort brachte sie zum Wurzeln-Schlagen, die Sehnsucht nach neuen Häfen liegt zu tief in ihr. Ist es so, weil sie nirgendwo dazu gehört? Oder weil ihre Wurzeln so viel Kraft haben, dass sie sich in Flügel verwandeln können? Und was sind die Wurzeln von Menschen überhaupt? Sicherheit oder Hindernis, Ende oder Anfang? Wurzeln sind ein Symbol für Geborgenheit, Heimat, für das neue, frohe Leben nach einem langen, schmerzhaften Winter. Wurzeln haben, heißt, den Fluss Tagliamento in der Spree in Rummelsburg zu erkennen. Wurzeln haben, bedeutet, die Hände der Großmutter zu bewundern, knorrig nach einem langen Leben, trotzdem noch liebevoll und sich sensibel bewegend.

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