Der Kaiser + der Mann mit der Mütze

v.l. Gerd Müller, Franz Beckenbauer, Helmut Schön am 7.7.1974 nach dem 2:1 Sieg im WM-Finale gegen die Niederlande; Foto: Verhoeff, Bert / Anefo, CC BY-SA 3.0

10.09. bis 23.09., 10.00 bis 18.00 Uhr

MedienPoint Tempelhof

1974 WM-Triumph - Deutschland schlägt die Niederlande im Finale von München: Mein Vater zündet Raketen auf dem Balkon, ich bin sechs Jahre alt. Alle reden von Franz Beckenbauer, Gerd Müller, Paul Breitner - doch der Mann, der die deutsche Nationalmannschaft zum WM-Sieg geführt hat, bleibt bescheiden im Hintergrund. General mit Herz, Boss, der Nachfolger des legendären Sepp Herberger: Zu verdanken haben wir den Titel Trainer Helmut Schön - dem Dresdner. Er ging als bisher erfolgreichster Bundestrainer in die Geschichte ein: EM-Titel 72, WM-Titel 74, Vize-Europameister 76. ... Franz Beckenbauer war der Kapitän, der verlängerte Arm von Helmut Schön, das Gehirn der Mannschaft. Schön und Beckenbauer - ein kongeniales Duo - freiheitsliebend, Lust am Spiel, keine Taktikfanatiker. Vieles von dieser Philosophie führte Beckenbauer fort, trat in die Fußstapfen des Sachsen, als er 1990 den WM-Titel in Italien als Teamchef holte. Beckenbauer - "Lichtgestalt“, „Kaiser", "Medienfigur", "Glückskind" - zuletzt schwer vom Schicksal getroffen, als einer seiner Söhne starb. Beckenbauer, der "Macher" des "Sommermärchens 2006", ein Mann, der auch mal völlig mit seinen Äußerungen daneben liegt, wie sein Urteil über die Arbeitsbedingungen in Katar zeigten. ... Die neue Generation der Nationalmannschaft schickt sich seit 2006 an, an diese großen Zeiten und die Spiel-Philosophie von Helmut Schön und seinem Lieblingsspieler Franz Beckenbauer anzuknüpfen: Erfolgreich UND schön. (Daniel Gäsche)

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