SO GESEHEN - Arbeiten von Tatiana Burghenn-Arsénie und Anne Marei Lepinski

Nachsinnen /2014/Tuschezeichnung/ 25x34,5cm; Abb.: Anne Marei Lepinski

10.04. bis 15.05.

Studio Bildende Kunst

Die beiden Künstlerinnen trafen sich im Studio Bildende Kunst im Aktkurs von Stefan Friedemann. Dort sind auch die meisten der ausgestellten Arbeiten entstanden. So sind die Figuren in gleichen Positionen erfasst und doch ganz unterschiedlich interpretiert. Wesen und Stimmung der Modelle und der räumlichen Situation erfahren eine verschiedenartige Auffassung und Darstellung. Tatiana Burghenn-Arsiéne erfasst die Figur im Atelierraum malerisch. Durch viele Graunuancierungen entsteht eine atmosphärisch dichte Gesamtstimmung, deren eingebundener Teil die Figur in ihrer tonigen Hell-Dunkel-Präsenz bleibt. Einzelne Farbakzente kontrastieren zur meist pastellfarbigen Klanglichkeit. Das Erleben der Modellsituation wird gestalterisch vor allem als farbige Instrumentierung des Bildraumes entwickelt. In den Arbeiten von Anne Marei Lepinski ist der Zusammenhang von Figur und Raum zwar mitempfunden, aber der Fokus liegt eher auf dem individuellen Ausdruck des jeweiligen Modells, in dessen Gestik und Mimik. In der Unmittelbarkeit der Modelbegegung entsteht etwas Porträthaftes, das durch tastendes und impulsives Einfühlungsvermögen zeichnerisch aufgespürt wird. Die bevorzugten Mittel sind Kohle, Tuschen oder Pastell.

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