Die Rennbahn in Wochenschau und Film – Teil 5

Wanja (D 2015); Foto: ©: Kathrin Krottenthaler

15.07., 20.00 Uhr

Rennbahn Karlshorst

Der Filmhistoriker Alexander Zöller wird in die historischen Wochenschauen einführen: Vor dem Fernsehen waren es die Wochenschauen im Kino, welche das Publikum mit bewegten Bildern von aktuellen Geschehnissen aus Deutschland und der Welt versorgten. Dabei waren sie immer auch Spiegel ihrer gesellschaftlichen und sozialen Zeit. Zum Spielfilm „Wanja“ (D 2015), der in diesem Jahr bei der Berlinale seine Premiere hatte, ist am 15.7. auch die Regisseurin Carolina Hellsgård für ein anschließendes Gespräch anwesend. Zum Filminhalt: Nach einem langen Gefängnisaufenthalt ist die 40-jährige Wanja bemüht, alles zu vermeiden, was sie zurück in die Sucht und in zwielichtige Kreise bringen könnte. Sie nimmt harmlose Jobs an, zunächst in einer Zoohandlung, weil sie sich gern um Tiere kümmert, später bei einem Trabrennstall, bezieht eine Sozialwohnung und trifft sich regelmäßig mit ihrem Bewährungshelfer. Bei der Arbeit auf der Trabrennbahn, wo sie für die Pflege der Pferde zuständig ist, lernt sie die 16-jährige etwas widerspenstige Emma kennen. Bald empfindet Wanja Zuneigung zu dem aufgewühlten Mädchen, in dem sie die Wanja wiedererkennt, die sie einmal war, vor ihrer Gefängniszeit, mit exzessivem Alkoholkonsum, Drogen und allzu coolen Freunden. Anfangs gehen sich die beiden eher aus dem Weg, doch nach und nach taut Wanja in Emmas Nähe auf, und es entsteht eine zaghafte Freundschaft. Als Emma in Schwierigkeiten gerät, entscheidet sich Wanja zu handeln und sie zu retten.

www.kulturring.org - kulturell immer auf dem Laufenden | Impressum | Adressen | Satzung