
Auf den Spuren der Nibelungen

In Lichtenberg, nördlich der Frankfurter Allee, gibt es ein Viertel, in dem fast alle Straßen Namen von Personen aus dem Nibelungenlied tragen. Genauer gesagt sind es insgesamt neun, hinzu kommen noch die beiden germanischen Götter Wotan und Freia. Doch warum ist das so? Beschäftigt man sich mit Straßennamen, stellt sich heraus, dass der heutige Roedeliusplatz und die Fanningerstraße bis 1935 den Namen des bedeutenden deutschen Komponisten Richard Wagner trugen: Wagnerplatz und Wagnerstraße waren also der Ausgangspunkt für die Straßenbenennungen um die Wende zum 20. Jahrhundert. Ausgehend vom alten Wagnerplatz werden wichtige Ereignisse und Begebenheiten betrachtet, die letztlich zur Erlangung des Stadtrechts 1907 führten. Entlang der alten Wagnerstraße finden sich bedeutende Orte für die Entwicklung der jungen Stadt: der Bau des Oskar-Ziethen-Krankenhauses, neue Wege im Wohnungsbau rund um den Freiaplatz, die industriellen Ansiedlungen entlang der Siegfriedstraße oder die Entstehung vieler Kleingartenanlagen. Ausgehend von den Nibelungen soll ein etwas anderer Blick auf Lichtenberg und seine Entwicklung von der dörflichen Idylle über eine eigenständige Stadt zu einem Teil der deutschen Hauptstadt geworfen werden. Dabei bleibt immer das alltägliche Leben seiner Einwohner im Fokus, auch wenn ihre Straßen Namen eines mittelalterlichen Liedes tragen.

24.02.2012 bis 05.04.2012
Vernissage: 23.02.2012, 19.00 Uhr
Die Trasse
Fotografien von Lutz Wabnitz - zugleich Präsentation des Buchs "Die Trasse" von Hajo Obuchoff und Lutz Wabnitz. frei mehr...
Fotogalerie Friedrichshain, Helsingforser Platz 1, 10243 Berlin
Tel. 030 / 296 16 84
geöffnet: Di, Mi, Fr, Sa 14.00 bis 18.00 Uhr, Do 10.00 bis 18.00 Uhr

23.02.2012 bis 04.04.2012
Vessela Posner "Körpergeschichten"
Gezeigt werden Malerei und Zeichnungen. Eintritt frei mehr...
Galerie Ost-Art, Giselastraße 12, 10317 Berlin
Tel. 030 / 513 97 49
geöffnet: Di-Fr 10.00 bis 15.00 Uhr, Sa 13.00 bis 17.00 Uhr

23.02.2012, 18.30 Uhr
Auf den Spuren der Nibelungen
Die Geschichtsfreunde Karlshorst laden zum Vortrag mit Jörg Bock ein. Eintritt frei, Spenden erbeten
Kieztreff Karlshorst, Treskowallee 64, 10318 Berlin
geöffnet: Mo-Do 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr
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