Billy Wilder - „Du sollst nicht langweilen“

Foto: Durch eine Pepper’s ghost Camera erzeugtes Hologramm am Boulevard der Stars in Berlin, CC BY-SA 3.0

06.06. bis 22.06., 10.00 bis 18.00 Uhr

MedienPoint Tempelhof

Marlene Dietrich bezeichnete ihn als den witzigsten Mann, der ihr je begegnet sei. Und ihr sind viele Männer begegnet. Wilder war der letzte noch aus der Emigranten-Generation, die Hollywood maßgeblich mitprägte. Geboren wurde der Jahrhundertregisseur als Sohn jüdischer Eltern unter dem Namen Samuel Wilder am 22. Juni 1905. Seine Mutter gab ihm den Spitznamen Billie nach dem von ihr verehrten Buffalo Bill. Völlig mittellos kam Wilder in Hollywood an. Die harten Anfangsjahre im amerikanischen Filmmekka nannte er später seine „Wenig-Kalorien-Jahre". Er lernte Englisch, fing wieder an, Drehbücher zu schreiben und machte sich nach und nach einen Namen. Billy Wilder, dessen Filme wegen Humor, Zynismus und ihrer satirischen Aspekte berühmt wurden, lieferte mit „Frau ohne Gewissen" (1944), „Boulevard der Dämmerung" (1950), „Stalag 17" (1953), „Zeugin der Anklage“ (1957), „Manche mögen's heiß" (1959), „Das Appartement" (1960), „Das Mädchen Irma la Duce“, „Buddy Buddy“ (1981) cineastische Volltreffer ab. Nicht zu vergessen der inzwischen zum Kultfilm avancierte „Eins, Zwei, Drei“ mit Liselotte Pulver, Horst Buchholz und Hanns Lothar als unvergessenen „Schlemmer“. Schauplatz des Kinofilms war das geteilte Berlin vor dem Mauerbau. Wilders Leitspruch „Du sollst nicht langweilen“ zieht sich wie ein roter Faden durch seine Filme. Wilder war ein Gigant im Vergleich zu fast allen, die heute in Amerika Filme machen.

www.kulturring.org - kulturell immer auf dem Laufenden | Impressum | Adressen