Ingeborg Hunzinger - Zeichnungen, Arbeitskizzen und Werkfotografien

Skulptur >Block der Frauen< von Ingeborg Hunzinger in in der Rosenstraße in Berlin-Mitte, Teilansicht.; Foto: Manfred Brückels, CC BY-SA 3.0

05.05. bis 28.06.

Kulturforum Hellersdorf

Ingeborg Hunzinger, geborene Franck, Tochter des Chemikers Hans Heinrich Franck und Enkelin des Malers Philipp Franck, wurde am 03. Februar 1915 in Berlin geboren. Nach Schulbesuch und Teilnahme an verschiedenen künstlerischen Kursen trat sie 1932 in die Kommunistische Partei ein, begann 1935 an der Hochschule für freie und angewandte Kunst in Berlin-Charlottenburg ein Studium und absolvierte eine Steinbildhauerlehre in Kirchheim und Würzburg. 1939 verbot ihr die Reichskulturkammer die Fortsetzung des Studiums, sie erhielt Arbeitsverbot wegen „kommunistischer Umtriebe“ und ihrer jüdischen Abstammung. Sie emigrierte nach Italien, kehrte jedoch 1942 nach Deutschland zurück und überlebte den Krieg im Schwarzwald. Ende 1949 zog sie nach Berlin und nahm wieder das Kunststudium auf, dieses Mal in der Kunsthochschule in Weißensee. Von 1951 bis 1953 war Hunzinger Meisterschülerin von Fritz Cremer und Gustav Seitz. Nach erfolgtem Abschluss bekam sie eine Dozentenstelle in der Hochschule. Im gleichen Jahr eröffnete sie in Rahnsdorf ein eigenes Atelier und arbeitete fortan freischaffend. Kunst für Jedermann wurde ihr wichtig, sie suchte und fand Kontakt zu vielen Werktätigen und fand so ihre Motive. Nach der Wende gehörte sie zu den Mitbegründern des Antieiszeitkomitees der PDS, schuf das Denkmal für die jüdischen Frauen in der Berliner Rosenstraße und arbeitete an einer Plastik für Rosa Luxemburg. Am 19.07.2009 starb sie im Alter von 94 Jahren in ihrem Atelier in Rahnsdorf.

www.kulturring.org - kulturell immer auf dem Laufenden | Impressum | Adressen | Satzung