„Beidseits von Auschwitz - Identitäten in Deutschland nach 1945“

Foto: wirwarennachbarn

11.05., 19.00 Uhr

Rathaus Schöneberg

Inwieweit hat die Shoah mit ihren Folgen, hat das Naziregime mit seinen Auswirkungen die 30 Identitäten der Frauen und Männer geprägt, die in diesem Buch Einblick in ihre Lebensgeschichte geben? Worüber haben sie nachgedacht, als sie nach ihrer Identität gefragt wurden? Identität auch in dem Zusammenhang, unausweichlich durch die Herkunft an eine der beiden Seiten gebunden zu sein: Beidseits von Auschwitz. Nachkommen von Verfolgten – Nachkommen von Verfolgern. Im Hinblick auf die Verfolgten und ihre Nachkommen steht die jüdische Seite im Fokus, ergänzt durch den Beitrag eines Sinto, dessen Mutter den Porajmos (das „Große Verschlingen“) überlebt hat, sowie einen Beitrag aus dem Kontext des politischen Widerstands. Nachkommen von Tätern und Tatbeteiligten nehmen ebenfalls die Gelegenheit wahr, ihre Einsichten sichtbar zu machen, wie sich die Verbrechensbeteiligung ihrer Vorfahren bis heute auf ihr Leben auswirkt. Die Autorinnen und Autoren, geboren zwischen 1935 und 1987, mit einer Herkunft aus Deutschland (BRD, West- und Ost-Berlin), der Schweiz, Rumänien, Österreich, Polen und Israel, beschreiben nachdrücklich, wie sie mit diesem Erbe umgehen, um ihre eigene und die historische Wahrheit erkennen und einordnen zu können. Der Blick richtet sich auch auf die gesellschaftspolitische Gegenwart, in der immer wieder Spaltung statt Dialog stattfindet.

Kulturbund Treptow

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