Hans Albers' Tagebücher. Der Erfahrungsbericht seines Ghostwriters.

Steffen Thiemann; Foto: Noel Matoff

30.06., 19.00 Uhr

Kulturbund Treptow

Ein hochtalentierter aber erfolgloser Krimiautor erhält eine Einladung zu einem Casting. Gesucht wird ein Ghostwriter für die Tagebücher von Hans Albers. Was den Autor für diesen Job prädestiniert, ist die - wenn auch mangelhafte - Befähigung zum Akkordeonspiel. Schnell gewinnt der Autor Freude an dem neuen Job, und seine Begeisterung für Hans Albers lässt ihn selbst immer mehr in den Tagebüchern aufgehen. Bis er eines Tages der Versuchung nicht widerstehen kann, die Tagebücher von Hans Albers durch seine eigenen Gedanken, die schließlich zu den Gedanken von Hans Albers werden, aufzuwerten. Damit nicht genug, kann der Autor nicht widerstehen, Hans Albers von einer, ihm, dem Autor, missfallenden Verehrerin, abzubringen, sie aus den Tagebüchern herauszuschreiben. Schließlich steht die aus den Tagebüchern verschwundene Dame vor der Tür des Ghostwriters. Dieser verliebt sich augenblicklich. Aber ein Happy End gibt's leider nur im Kino, denn die Frau will nur eins, sie will zurück in die Tagebücher. Der Mythos Hans Albers wird zur Projektionsfläche eines ewig Scheiternden, der sich Ruhm, Erfolg und Unsterblichkeit zusammenschreibt, um der profanen Realität wenigstens als Geist von Hans Albers zu entkommen. Aber selbst in seinen Träumen holt ihn „der blonde Hans“ zurück auf den Boden der Tatsachen.

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