Tag des offenen Denkmals auf der Rennbahn Karlshorst

Herrenreiterdenkmal auf der Rennbahn Karlshorst; Foto: Archiv GF

10.09., 11.00 bis 13.00 Uhr

Rennbahn Karlshorst

Die Trabrennbahn Karlshorst ist aktuell eine ca. 38 Hektar große Anlage für Pferderennen und Pferdesport. 1854 wurde auf dem nahen Vorwerk Carlshorst erstmalig ein Jagd-Rennen ausgetragen. Das letzte Rennen auf diesem Areal gab es 1867. Die eigentliche Rennbahn für Hindernis- und Jagdrennen Karlshorst entstand 1893/1894. Das Gelände dafür hatte der Gutsbesitzer Sigismund von Treskow 1893 an den Verein für Hindernisrennen zu Berlin verkauft. Die neue Rennbahn entstand nach Plänen der Architekten Johannes Lange, Rudolph Jürgens und Martin Haller und galt sehr bald als die schönste Hindernisbahn für den Pferdesport weit über Deutschland hinaus. Unmittelbar nach der Kapitulation Hitlerdeutschlands unterstützte der sowjetische Stadtkommandant, Generaloberst Bersarin, die Bemühungen um die Wiederaufnahme des pferdesportlichen Rennbetriebes und befahl den Umbau der Karlshorster Hindernisbahn zu einer Trabrennbahn. Nach dem Abschluss des Einigungsvertrages zwischen der BRD und der DDR wurde die Rennbahn 1991 in die Treuhand überführt. Nach verschiedenen Zwischenschritten kaufte 2003 der neu gegründete Pferdesportpark Berlin-Karlshorst e.V. einen Teil des Rennbahngeländes und entwickelt langfristig einen modernen Pferdesportpark. Der verbleibende Teil des ehemals 76 ha großen Geländes wurde von der Treuhand-Liegenschafts-Gesellschaft verkauft. Auf diesem Teil entstand die Wohnanlage Carlsgarten. (m.l.)

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