Brauer lädt ein ...

Henry-Martin Klemt; Foto: Peter Zenker

06.05., 19.00 Uhr

Berliner Tschechow-Theater

„Was ich will“, nennt Henry-Martin Klemt sein aktuelles Leseprogramm. Mit einem Augenzwinkern hin zu Altmeister Shakespeare und seinen Komödien, mit dem Gestus aber auch des sich selbst Befragens und Vergewisserns, der Spurensuche - leidenschaftlich und gelassen, trotzig und heiter, zornig und lakonisch. Der aus Berlin stammende und in Frankfurt (Oder) lebende Dichter, Nachdichter und Liederschreiber gräbt eigene Geschichte aus und die seiner Leute, ohne Rücksicht auf Zeitgeist und vermeintliche Deutungshoheit. Er sieht seinen Vater auf dem Weg von Schöneweide nach Odessa und zurück, durch Krieg und Frieden. Kindheit leuchtet auf und dunkelt nach. Das Wurzelland scheint kaum mehr auffindbar. Aber es gibt das Wellenschlagen des Jahrtausends und die skurrilen Typen einer Samstagnacht, es gibt eine Natur, in der der Mensch aufgehoben sein kann, und es gibt Liebe. Klemt fragt, was trägt und was ihn tragen kann. Der 55-Jährige weicht nicht zurück hinter das, was er will, und er will nicht allein sein damit. So sind seine Texte auch Einladung zu einem "Wir", in dem sich niemand verliert.

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