Lesung im Club: Heile Welt – Berliner Erzählungen

Foto: Michael Wohlfarth

31.03., 19.00 Uhr

Kulturbund Treptow

Ein Autor zieht nach Berlin, um dort große, graue Panthersprünge zu machen. Über die Mauer, den Stacheldraht. Dazu singt er Psalmen und macht ausgedehnte Stadtwanderungen. Wie früher, als die Stadt noch wirklich geteilt war und Mauer und Stacheldraht keine Metapher, sondern das, was sie waren: Teil eines Krieges, den wir als den kalten in Erinnerung behalten – oder nicht? – Dabei stößt er auf seine Figuren, die Musikanten unter den Brücken, die Hochstapler in den goldverzierten Kaufhäusern, die Armen im Osten und im Westen, die Autorenbande und die sagenumwobene Moderatorin. Und auf seinen Freund mit dem berühmten russischen Dichternamen, der in der Lage ist, die Schicksale zu verbinden und uns in die Lage versetzt, sie einzuordnen. Michael Wohlfarth, geboren 1944 in Landsberg an der Warthe, wuchs in einem Thüringischen Pfarrhaus auf. Das Abitur wurde ihm durch den Staat verweigert. Er nahm eine Tischlerlehre auf, engagierte sich in der Leipziger „Vagantenbühne“. Nach einem 1966 aufgenommenen Theologiestudium an der Humboldt-Universität Berlin war er Pfarrer in der ehemaligen DDR, gründete die Altenburger Akademie und arbeitet heute als freier Schriftsteller und Sachverwalter eines schwierigen politisch-mentalen Erbes der jüngeren deutschen Vergangenheit in Berlin (Müggelheim). Als Autor ist er u. a. mit der Publikation "Predigen auf dem Markt“ (Fromm-Verlag Saarbrücken, 2013) hervorgetreten.

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