linde bischof. über siebzig köpfe aus fünf jahrzehnten.

Foto: Linde Bischof

07.04. bis 29.05.

Kulturbund Treptow

Für Linde Bischof ist die Kunst von Beginn an ein geradezu naturgemäßes Modul des Lebens. Der feine Sinn für das, was ihr gestaltungswürdig ist im Leben - ist das Leben selbst. Frei und offen für Harmonien und Turbulenzen, für Tradition und Infragestellung, findet sie ihre Berührungen auf dem Weg, ohne sich auf die Suche begeben zu müssen. Beobachtetes, Erinnertes, Erfahrenes vertraut sich ihrem Gespür, ihrer hohen Kunstfertigkeit, ihrer sinnlichen und geistigen Reflexion an; bis sich im Bild das für sie Wesentliche offenbart. Und das hat in allererster Linie mit Schönheit zu tun. Sie trifft mit ihren Bildern ebendiese alte, zutiefst menschliche Sehnsucht nach feingeistigem Sinnesgenuss, der das Schöne nicht meidet, sondern liebt und den existenziellen Träumen die Räume zur Entfaltung lässt, keine Grenzüberschrei-tungen, völlig bei sich selbst bleibend. Diese Porträtbilder kosten das Spektrum des farbigen Ausdrucks von Rührungen im Gesicht aus, ihre expressiven Erregungen, die stille Einkehr, ein interesseloses Schauen, Liebe, Wut, Freundlichkeit, Anmut. Der Halt ihrer Konturen braucht sich seiner selbst nie zu versichern. So sicher, so schwungvoll die Linie im Bild dem Raum seinen Charme abkauft. Das Schöne ist, hinter diesen kräftigen Schwingen (…) herrscht eine über Jahre gebündelte und widerständige Kraft, (…) die ihren Werken diesen unverbraucht frischen Spielraum für eine poetisch sinnliche Melancholie gestattet, die geradezu in unserer Seele tanzt. (P. Hornung)

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