Kulturring in Berlin e.V.

Seit 1994 gibt es den Kulturring in Berlin e.V., er hat seine Wurzeln im bereits 1945 gegründeten Kulturbund (damals: zur demokratischen Erneuerung Deutschlands), dessen Berliner Landesverband er heute ist. Er versteht sich als Teil der freien Kultur- und Kunstszene, der allen offen steht, die mit ihm zusammen für ein kulturvolles Miteinander und für kulturelle Vielfalt eintreten. Durch gemeinsames, bürgerschaftliches Engagement für diese Ziele will er seinen Mitgliedern und Mitgliedsvereinen stärkeren Einfluss und Gehör verschaffen. Als gemeinnütziger Verein ist er ohne kommerzielle Interessen; er fördert Kultur und Kunst sowie ihre Verbreitung durch Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Publikationen u.a. Projekte sowie durch kulturpolitisches und soziales Engagement; er bietet vielfältige Möglichkeiten zur kulturellen Freizeitgestaltung, steht ein für Dialog und Toleranz und ist mit seinen weit über 500 Mitgliedern anerkannter, überregional tätiger Träger der freien Jugendhilfe.

Seine Projekte beschäftigen sich sowohl mit kulturellen als auch sozialen oder soziokulturellen Inhalten und Themen. Er betreibt in seinen Einrichtungen mehrere Galerien, darunter die renommierte Fotogalerie am Helsingforser Platz in Friedrichshain-Kreuzberg und die Galerie OstArt in Lichtenberg. Seine Clubs sind nicht nur Orte für Lesungen und Vorträge, sondern auch Treffpunkte zum Dialog und Meinungsstreit für seine Mitglieder und Gäste. Viele seiner Veranstaltungen, ob nun im Hellersdorfer Kulturforum, dem Berliner Deutsch-Russischen Tschechow-Theater in Marzahn oder der Kulturküche in Bohnsdorf werden von den Berlinerinnen und Berlinern immer wieder gern besucht. Die regelmäßigen Auftritte und bundesweiten Gastspiele seines Barockorchesters „Concerto Brandenburg“ finden ein lebhaftes Echo bei Konzertbesuchern.

Einen beträchtlichen Raum nehmen interkulturelle Projekte, die das Zusammenleben verschiedener Kulturen in den Wohngebieten fördern sollen, ein. Andere Projekte inspirieren und fördern die künstlerische und medienpädagogische Arbeit, besonders mit Kindern und Jugendlichen. Auch mit seinen umfangreichen Publikationen zu ortsgeschichtlichen Themen sowie zur Geschichte des jüdischen Lebens in Treptow, Lichtenberg und Friedrichshain und über die Verfolgung Homosexueller in Nazideutschland sowie deren fortgesetzte Strafverfolgung im Nachkriegsdeutschland erreichte und erreicht der Verein ein breites und interessiertes Publikum.

Jährlich organisiert der Kulturring spezielle Kunstaktionen oder Themen-Monate im Rahmen des Kunstkreuzes, mit denen gestandene Künstler in einen Dialog mit ihrem Publikum treten, Nachwuchskünstler gefördert und einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht werden.

Der Verein tritt vor allem mit medienpädagogischen Projekten europaweit in Erscheinung. Inzwischen betreibt er auch zahlreiche Medienpoints in Berlin, durch die gebrauchte Bücher und Medien gesammelt und sortiert und danach sozialen Einrichtungen und Lesehungrigen mit schmalem Budget kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Der Verein unterhält ein Bildungswerk, mit dem neben zahlreichen Kursen der bildenden und darstellenden Kunst vor allem auch Integrations- und Bildungsangebote für Migranten gefördert werden. Als Träger des Bundesfreiwilligendienstes Kultur und Bildung in Berlin und Brandenburg koordiniert und organisiert er die Arbeit der Freiwilligen in den verschiedenen Einsatzstellen, die über die vereinseigenen weit hinausgehen.

Der Vorstand des Kulturrings besteht aus neun Mitgliedern und wurde 2015 für die Wahlperiode bis 2017 gewählt.

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