Fotogalerie Friedrichshain

27.04. bis 08.06.2018

Peter Bauza - Copacabana Palace

Vernissage: 26.04, 19.00 Uhr


Peter Bauza zeigt in einfühlsamen, berauschenden Bildern den Alltag in den besetzten Bauruinen mit dem Spitznamen Copacabana Palace, etwa 60 km westlich von Rio de Janeiro. Mehr als 1.000 obdachlose Menschen („sem teto, sem terra“) leben dort ohne fließendes Wasser oder Elektrizität unter extremsten Bedingungen. Viele von ihnen sind aus Rios Favelas geflüchtet, vor Konflikten oder nicht mehr zu bezahlenden Rechnungen. Sie alle wollten nur temporär bleiben und warten noch immer auf eine vom Staat versprochene Sozialwohnung. Ein heikles Thema, für das der Fotograf vor allem das Vertrauen der Menschen vor Ort gewinnen musste. Während sich Rio mit gigantischen Ausgaben auf die Olympischen Spiele 2016 vorbereitete, lebte Bauza über Monate mit den Menschen im Copacabana Palace und schuf so ein umfassendes Gesellschaftsbild nach dem Zitat des brasilianischen Musikers Francis Himes über Rio: „Das Paradies ist hier, die Hölle ist hier, Wahnsinn ist hier, Leidenschaft ist hier“. www.peterbauza.com


Fotogalerie Friedrichshain, Helsingforser Platz 1, 10243 Berlin

Tel.: 030 / 296 16 84, fotogalerie@kulturring.org

geöffnet: Di, Mi, Fr, Sa 14.00 bis 18.00 Uhr, Do 10.00 bis 20.00 Uhr

Galerie Ost-Art

29.03. bis 02.05.2018

Gunnar Riemelt: TypoBilder


Der Titel Typobilder bezeichnet den Charakter der Ausstellung sehr konkret. Gunnar Riemelt ist Grafikdesigner und Typograf. Der in Panketal lebende Künstler ist gelernter Schriftsetzer, war u. a. zwei Jahre lang beim „Eulenspiegel“ tätig, arbeitet jetzt freischaffend. 2005 entwickelte er sein künstlerisches Projekt „Typobilder“. Gunnar Riemelt dazu: „Am Anfang stand Heinz Erhardt. Seine lustigen Gedichte inspirierten mich, dafür eine adäquate, ansprechende Form zu finden. Meine Prämisse war, nur mit Schrift und Farbflächen zu arbeiten. Jedes Bild erhielt eine eigene typografische Optik, welche sich aus dem Inhalt des jeweiligen Gedichtes ergab.“ Das Wort wird zur Inspiration für die künstlerische Gestaltung, umgesetzt auf Leinwand, Acrylglas oder Aluminium. Gedichtzeilen, Aphorismen, Sätze werden in die Fläche gesetzt – vertikal wie horizontal oder in der Versetzung. Der Umgang mit Buchstaben, mit Farbuntergründen wird zum Spiel – mal in der strengen Anordnung, mal in der lebendigen Bewegtheit. Typen werden auf ebene, geometrische Figuren gegeben. Genauso gut können die Schriftzeichen selbst zur Figur der Geometrie werden. Am Ende entsteht ein Bildmotiv, inhaltlich getragen durch einen Gedanken, ein Gedicht, eine kurze Story. Was einmal mit Heinz Erhardt in aller Humorigkeit begann, hat sich über Franz von Assisi, Goethe, Schopenhauer und Karl Marx fortgesetzt. Der Humor ist geblieben, das Nachdenkenswerte kam dazu.


10.05. bis 07.06.2018

Armgard Röhl: Kraft und Schönheit in der Malerei - Inspiration Natur

Vernissage: 09.05, 19.00 Uhr

Laudatio: Heinz-Hermann Jurczek

Musik: Viktor Hoffmann (Gitarre und Gesang)


Armgard Röhl sieht Malen und Zeichnen als eine Erfüllung! Schon als Kind hat sie mit Begeisterung gezeichnet. Ihre Mutter meinte, die Erfüllung eigener Wünsche kann man sich auch malen, das war ihr frühzeitiger Ansporn. Armgard Röhl ist der Überzeugung, jeder Mensch sollte sich in irgendeiner Art künstlerisch beschäftigen. Sei es nun malen oder musizieren, schreiben oder dichten. Denn dann bleiben Krankheiten weg, weil man dafür keine Zeit mehr hat. Und wichtig sei, dass das, was man mache, auch einem selbst Freude bereitet. Gespür ist wichtig. Ihr geht es vor allem um das Experimentelle. Das Ergebnis darf nicht absehbar sein. Stets versuche sie sich selbst zu überraschen. Die Ideen sind klar, da sie auf realen Beobachtungen beruhen. Durch Eigendynamik , die von der ursprünglichen Idee abweichen kann, erschließt sich das neue Kunstwerk. Für das Verständnis von Kunstwerken kann ein Gedanke des Künstlers wichtig sein. Jedes Kunstwerk steht für sich. Bei der Übersetzung vom Visuellen in Sprache könnte etwas verloren gehen. Viele Künstler reden nicht gern über ihre Kunstwerke. Das Motiv verwandelt die Idee in ein Bild. Armgard Röhl ist froh, dass sie diese Gabe besitzt.


Galerie Ost-Art, Giselastraße 12, 10317 Berlin

Tel.: 030 / 513 97 49, ostart@kulturring.org

geöffnet: Di-Fr 10.00 bis 15.00 Uhr, Sa 13.00 bis 17.00 Uhr

Studio Bildende Kunst

06.04. bis 09.05.2018

Gruppenausstellung: ArtAffaire 01+02


ArtAffaire wurde vor drei Jahren von den Bildenden Künstlern Karolin Hägele, Kordula Kral und Volker Scharnefsky ins Leben gerufen. Bisher erschienen zwei Ausgaben (Auflage 27 bzw. 30 Ex). Das dritte Heft ist in Arbeit. ArtAffaire ist eine nichtkommerzielle Zeitschrift, die ausschließlich und im klassischen Sinn originalgraphische Arbeiten und literarische Texte enthält, die eigens für das jeweilige Heft hergestellt werden. Ein Thema ist nicht vorgegeben, die Schriftsteller und Graphiker können ihr Sujet frei wählen. Die Auswahl der Mitmachenden erfolgt unter dem Gesichtspunkt größtmöglicher Vielfalt, vor allem in den graphischen Techniken, gepaart mit hoher Qualität der künstlerischen Arbeiten. Die literarischen Texte lassen sich den Genres Lyrik, Prosa und Essay zuordnen. Manche von ihnen sind bilingual und/oder auch in handschriftlicher Form dargebracht. Unser sicherlich subjektiver Blick richtet sich auf die aktuelle Graphik- und Literaturszene, auch länderübergreifend. Unter den für jedes Heft ausgewählten 20 Schriftstellern und Bildenden Künstlern arbeiten die meisten in Berlin, aber auch in anderen Teilen Deutschlands, sowie in Österreich und Ungarn. Eine der wichtigsten Intentionen der drei Herausgeber ist der Versuch, über ArtAffaire Bildende Künstler, Schriftsteller miteinander bekannt zu machen, einen Austausch anzuregen, der unter Umständen zu neuen gemeinsamen Projekten führt, von denen sich bereits einige entwickelt haben.


Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin

Tel.: 030 / 553 22 76, sbk@kulturring.org

geöffnet: Mo bis Do 10-20 Uhr, Fr 10-18 Uhr, Sa 14-18 Uhr

Kulturküche Bohnsdorf

12.03. bis 09.05.2018

Ans Licht!


Mandy Büttner (Schaff) ist seit 2011 als Fotografin und Videografin tätig. Nach ihrem 2014 erfolgreich abgeschlossenen Studium des Kommunikationsdesigns widmet sie sich neben ihrem Beruf weiterhin der Fotografie. Dabei spezialisierte sie sich auf Porträt- und Schauspielerfotografie. Aber auch die weiten Landschaften und fremden Kulturen inspirieren sie zu ihren Fotografien. Gudrun Arndt ist Diplom-Wirtschafts-korrespondentin (Englisch/Französisch), studierte an der FU Berlin Philosophie und Vergleichende Literaturwissenschaften, ist seit 1994 freie Autorin, war dann bis 2003 in New York für verschiedene Medien tätig, kehrte nach Berlin zurück, wo sie seit 2008 als freie Fotografin insbesondere im Konzertbereich bildkünstlerisch und dokumentarisch Aufnahmen schuf, die in Zeitungen und Magazinen sowie für CD/DVD-Cover & Booklets veröffentlicht wurden.


17.05. bis 09.08.2018

Ausstellungseröffnung: Zweimal Pfüller - Grafik und Malerei


Volker & Bettina Pfüller zeigen als weiteres Künstler-Ehepaar in der Kulturküche eine Werk-Auswahl: grafisch gestaltete Künstler-Neujahrs-Kartenwünsche sowie Bilder mit Landschaften und Still-Leben.


Kulturküche Bohnsdorf, Dahmestraße 33, 12526 Berlin

Tel.: 030 / 67 89 61 91, bohnsdorf@kulturring.org

geöffnet: Mo-Do 12.00 bis 18.00 Uhr und zu den jeweiligen Veranstaltungen

Kulturbund Treptow

05.03. bis 31.05.2018

Galerie im Club: 450 Jahre Treptow - Lieblingsorte in Treptow


Seit fast einem Jahr recherchieren fünf Enthusiasten im Rahmen eines Projektes selbst ausgewählte Lieblingsorte im Bezirk Treptow-Köpenick, um diese in Wort und Bild für sich (neu) zu entdecken, mit dem Ziel, Bürgerinnen und Bürger, Gäste sowie Interessierte des südöstlich gelegenen Stadtbezirks so auf noch Unentdecktes, Unbekanntes neugierig zu machen. Jeder von ihnen hat bereits eine Reihe neuer Lieblingsorte ausgemacht, bereits bekannte aufgesucht und dabei auch fotografisch festgehalten. Zum 450-jährigen Jubiläum Treptows präsentiert die Galerie im Club ausgewählte Fotomotive zweier Teilnehmer, die in diesem Teil des flächenmäßig größten Berliner Bezirkes entstanden.


09.04. bis 30.05.2018

Kulturbundgalerie Treptow: Resistere per Esistere - Widerstehen um zu existieren


„Widerstehen um zu existieren“ ist der programmatische Titel dieser Ausstellung zeitgenössischer Kunst aus Venedig. Die venezianischen Künstler manifestieren ihren Widerstand allein schon über das Weiterführen ihrer künstlerischen Arbeit trotz widriger Bedingungen in einem Umfeld, in dem dies kaum noch möglich ist. Gentrifizierung, extrem hohe Raumkosten und die Monokultur des Massentourismus lassen im Wortsinne nur „wenig Raum“ für die zeitgenössische Kunst. Und doch! Venedig bleibt solange noch ein lebendiger Ort, solange Kunst sich Venedigs nicht nur als Kulisse bedient, sondern dort auch wirklich weiter produziert wird und es die Stadt schafft zu bleiben, was sie über Jahrhunderte ganz selbstverständlich war: Atelier und Werkstatt. Die Künstler senden genau dieses Lebenszeichen nach Berlin. Das Spektrum der gezeigten Arbeiten und Techniken ist vielfältig: Luisa Asteriti zeigt neue Radierungen, Roberto Cannata bringt Malerei auf Leinwand nach Berlin. Sissi De Martin zeigt Mischtechniken - Tempera und Collage. Von Andrea Pagnacco sind Schwarz-Weiß-Linolchnitte zu sehen, von Micaela Sarain Fotografien. Paolo Scarpa zeigt Collagen, Nicola Sene Holzschnitte und Consuelo Vallina bringt Malerei auf von ihr selbst handschöpftem Papier in die Ausstellung. Die Künstler kennen sich aus ihrer Zusammenarbeit mit dem Centro Internazionale della Grafica, einer Institution Venezianischer Kunst, zugleich Grafikwerkstatt, Edition und Projektschmiede.


Kulturbund Treptow, Ernststr. 14/16, 12437 Berlin

Tel.: 536 96 534, KBTreptow@kulturring.org

geöffnet: Mo-Fr 10.00 bis 16.30 Uhr, Di bis 19.00 Uhr

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