Fotogalerie Friedrichshain

08.11. bis 03.01.2020

Deutschland Übergestern von Dario J. Laganà


Im Rahmen des Jubiläums 30 Jahre Mauerfall portraitiert der italienische Fotograf Dario J. Laganà Menschen, deren Berufsleben sich nach der Wende radikal verändert hat. Laganà hat nach ausführlicher Recherche zur Arbeits- und Industriekultur in der DDR und in der Nachwendezeit einige dieser Menschen besucht. In der Ausstellung rekonstruiert er in fotografischen Portraits und Interviews eine Reihe von diesen persönlichen Lebenswegen, die dem Leser und dem Betrachter diesen Teil der deutschen Geschichte und deren Protagonisten näher bringen. Jeder, der gearbeitet hat oder noch im Arbeitsleben steht, kann sich leicht mit dieser Art von Geschichten identifizieren. Die universelle Konnotation von Arbeit kann von jedem Menschen verstanden werden, ohne das spezifische Wissen über die sozialpolitischen Umstände, die die Ereignisse nach dem Fall der Mauer charakterisiert haben. Neben den radikalen Veränderungen, die als negative Veränderungen für das Berufsleben angesehen werden können, gibt es auch Fälle, in denen der Bruch mit der Vergangenheit und die Wiedervereinigung eine positive Wendung und neue Chancen gebracht haben. Neben seinem Interesse für Geschichte erforschte Dario J. Laganà die Beziehung zwischen menschlichen Emotionen (“Emotional Entropy”) und ihrer visuellen Repräsentation in der Fotografie. Im Projekt Deutschland Übergestern führt er diese beiden Aspekte seiner fotografischen Arbeit zusammen.


Fotogalerie Friedrichshain, Helsingforser Platz 1, 10243 Berlin

Tel.: 030 / 296 16 84, fotogalerie@kulturring.berlin

geöffnet: Di, Mi, Fr, Sa 14.00 bis 18.00 Uhr, Do 10.00 bis 20.00 Uhr

Studio Bildende Kunst

26.10. bis 21.11.2019

Experiment Druckgraphik 2019 - on the go


Die Stadt bietet ein riesiges Erlebnisfeld. Wir sind dort ständig in Bewegung und auf der Durchreise: Auf dem Weg zur Arbeit, zum Treffpunkt mit Freunden, zur Schule oder zum Einkaufen etc., und manchmal schlürfen wir auch nur einen Becher Kaffee auf einer Bank. Bei diesen Wegen werden wir direkt und indirekt auch von dem beeinflusst, was wir im Vorübergehen finden und wahrnehmen, welche Qualitäten Orte entfalten und wie Stadträume repräsentiert werden. Daniel Ewinger, Tomoko Mori und Katja Pudor nehmen ihre Fundstücke, Wahrnehmungen und die Wirkung von Orten zum Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Auseinandersetzung im Medium der Druckgrafik. So nimmt Daniel Ewinger Alltagsereignisse und Eindrücke vor Ort zum Ausgangspunkt für seine Lithographien mit reduzierten Kompositionen. Tomoko Moris Risographie-Zyklus beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Individuum und räumlicher Gesamtheit und bezieht konkret auch die Lage des Ausstellungsortes - der Villa Skupin - in direkter Nachbarschaft zu Plattenbauten mit ein. Katja Pudor überarbeitet gefundene fotografische Stadtansichten mit mehreren Druckvorgängen, hebt dieses oder jenes hervor oder bringt es zum Verschwinden und erfindet dabei neue Konstruktionen des Verwandelns. Die drei Künstler*innen setzen sich auf unterschiedliche Weise mit den Möglichkeiten der manuellen Druckgrafik auseinander. Sie sind Meisterschüler*innen der weißensee kunsthochschule berlin und leben und arbeiten in Berlin.


Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin

Tel.: 030 / 553 22 76, sbk@kulturring.berlin

geöffnet: Mo-Fr 10 bis 18 Uhr, Sa 14 bis 18 Uhr

GISELA-Freier Kunstraum Lichtenberg

09.11. bis 20.12.2019

Vom Einläuten der friedlichen Revolution


Am 9. November 1989 fuhr der Fotograf Manfred Michael Sackmann zum Übergang Sonnenallee. Ostberliner kamen ihm entgegen. Aufgeregte Menschen mit strahlenden Gesichtern. Manfred Michael Sackmann begann zu fotografieren und war irrsinnig erregt. Der Freie Kunstraum GISELA zeigt anlässlich des Mauerfalls vor 30 Jahren eine Auswahl der damals entstandenen Fotos. Zusätzlich zeigen wir einen Dokumentarfilm von Adalbert Fahrenhorst, ein Zusammenschnitt aus Fernsehbildern und Reportagen vor und nach dem Mauerfall. Holger Kulick und René Perraudin dokumentieren das Einläuten der Revolution in der ehemaligen DDR 1989.


GISELA-Freier Kunstraum Lichtenberg, Giselastraße 12, 10317 Berlin

Tel.: 030 / 51656005

Kulturküche Bohnsdorf

14.10. bis 05.12.2019

Ausstellung: Das Künstlerpaar Martha-Luise & Matthias Gubig


Erneut präsentieren wir das vielseitige grafische Werk eines Künstlerpaares, das 1963–65/66 gemeinsam an der Fachschule für Angewandte Kunst Berlin-Schöneweide studierte und im Fach Grafik abschloss. Martha-Luise Gubig schuf danach freiberuflich vor allem Illustrationen für Buchverlage, populärwissenschaftliche und Sachbücher, Kinder- und Schulbücher. Matthias Gubig erwarb nach Tätigkeiten für Theater und Zeitschriften das Diplom an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Er unterrichtete an der Berliner Fachschule für Werbung und Gestaltung und der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Buchgestaltung sowie Gebrauchsgrafik wurden zu seinem zentralen Metier und brachten ihm zahlreiche Auszeichnungen sowie die Vertretung in Sammlungen ein. Beide präsentierten ihre Arbeiten in vielen Ausstellungen und Museen im In- und Ausland.


16.12. bis 27.02.2020

Ausstellung: Malvergnügen 2019

Vernissage: 13.12, 19.00 Uhr

Laudatio: Karl-Heinz Beck, Grafiker und Kursleiter


Die Kursteilnehmer*innen aus Berlin-Bohnsdorf zeigen Beispiele aus dem Fond ihrer diesjährigen Arbeiten. Erneut wurden zur zweidimensionalen Darstellung Themen aus allen Genres gewählt und verschiedenste Techniken des Zeichnerischen und Malerischen angewandt – bis hin zur Collage. Besonders gern animierte KH Beck seine Kursmitglieder*innen wieder zu verschiedenen Mal- und Materialexperimenten.


Kulturküche Bohnsdorf, Dahmestraße 33, 12526 Berlin

Tel.: 030 / 67 89 61 91, bohnsdorf@kulturring.berlin

geöffnet: Mo-Do 12.00 bis 18.00 Uhr und zu den jeweiligen Veranstaltungen

Kulturbund Treptow

09.09. bis 29.11.2019

12. Kunstmeile Baumschulenweg: Ein Hauch von Farbe


Die Ausstellung orientiert nicht auf einen thematisch begrenzten Bereich, sondern auf freie visuelle und formale Eindrücke, ganz unabhängig von thematischen Zwängen. Basis der Ausstellung bilden Motive mit prägenden Strukturen wie z.B. Architekturen, Hell/ Dunkelverteilungen in der Fläche sowie ausgewählte Landschaften. Der sparsame Einsatz der Farbe, also die Dominanz unbunter Farben (schwarz, weiß, grau) ist der einzige verbindende Rahmen für die Bildauswahl. Solche formalen Aspekte können, neben den üblichen inhaltlichen Bindungen, die Begrenzung auf reine klassische S/W-Bilder oder weitere Eingrenzungen, wie z.B. Abstraktionen, die thematische Vielfalt bereichern. Letztlich entscheidet das Publikum über Wirkung und Gewinn solcher Angebote.


14.10. bis 29.11.2019

Kulturbundgalerie Treptow: Colorclub Berlin-Treptow, Vorzeige 2019, Bewegung


Die Gruppenausstellung der Mitglieder befasst sich mit der Darstellung ganz verschiedener Formen der Bewegung: Sie erfasst die kurzzeitigen klassischen Bewegungsabläufe im Sport oder auf der Straße, aber auch die Jahrmillionen wirkenden, die Erdoberfläche gestaltenden Kräfte der Natur, sichtbar nur bei kritischer Betrachtung. Die Auswahldebatte entschied, dass für die Belange der Bildgestaltung sowohl die "eingefrorene" Bewegung, also die volle Bildschärfe als auch verlaufende Konturen zulässig sind. Die Vielfalt wird bedient: Einige Autoren präsentieren hervorragende grafische Bildlösungen oder interessante Einblicke in die Tierwelt. Die Herausforderung, neben der physischen zusätzlich auch Motive der mentalen Bewegung (Freude, Trauer) zu berücksichtigen, konnte mit gleichwertiger Qualität wegen der zu knappen Bearbeitungszeit leider nicht bewältigt werden.


09.12. bis 31.01.2020

Kulturbundgalerie: Werner Hoffmann - Rad-Wanderungen durch die Mark Brandenburg

Vernissage: 06.12, 19.00 Uhr


Der Wahlberliner, Bühnenbildner, Ausstatter und Autor Werner Hoffmann bewegt sich schon seit über 30 Jahren mit seinem Fahrrad durch das abwechslungsreiche Land Brandenburg. Da liegt es nahe, sich auch auf jene Pfade zu begeben, die Theodor Fontane in seinem fünfbändigen Werk “Wanderungen durch die Mark Brandenburg” so ausführlich und detailverliebt beschreibt. Doch die Historie ist für Hoffmann nicht so wichtig, vielmehr lässt er sich von den verschiedenen Landschaften der Mark Brandenburg inspirieren, um sie bildkünstlerisch umzusetzen. Entstanden sind gefühlvolle Bildwelten in den Techniken Malerei, Zeichnung und Grafik in unterschiedlichen Größen und Formaten, die seine Freude und den Genuss bei der Betrachtung und Wiedergabe seiner individuellen Eindrücke widerspiegeln. Vita des Künstlers (in aller Kürze) - Name: Werner Ernst Hoffmann; Augenfarbe: Olivgrau; Tierkreiszeichen: Widder; Geburtsort und -zeit: Salzwedel,an einem Sonntag im April; Migrationshintergrund: 1983 eingewandert aus Sachsen-Anhalt; Fortpflanzung: Eine Tochter, ein Enkel; Lieblingsrevier: Land Brandenburg; Lieblinginstrument: E-Bass; Lieblingsfarbe: Olivgraugelborgange-braunrosa; Berufe: Theatermaler, Ausstatter beim Fernsehen, Arbeit an Schulen, Medienwerkstatt, Schulhelfer; Revier: Johannisthal; Lieblingstier: Feldhase; Lieblingspflanze: Kaktus; Lieblingsoper: Der Rosenkavalier; Lieblingsbeschäftigung: Radfahren und Zeichnen in den Brandenburgischen Pampas.


02.12. bis 28.02.2020

Galerie im Club: Gymnastinnen


Wolfgang Hiob interessiert sich für Sportfotografie, seit er zu fotografieren begann. Zuerst die Wassersportarten in seinem Heimatort Berlin-Grünau, dann Leichtathletik. 2012 fotografierte er erstmals einen Wettkampf in der Rhythmischen Sportgymnastik, die ihn seither fasziniert. Die Kombination von gymnastischen und tänzerischen Elementen, bei hoher Körperbeherrschung und hohem Rhythmusgefühl, gepaart mit der Anmut und Eleganz der Gymnastinnen bei ihren Küren, sind für ihn absolut bewundernswert. Die nun schon fast vier Jahre andauernde fotografische Zusammenarbeit mit den Gymnastinnen der Turn-Talentschule Corona Berlin unter der Leitung von Josephine König ist ein Glücksfall für Wolfgang Hiob, der in seiner Ausstellung eine Auswahl der vielen bei Wettkämpfen, im Training und bei einer Galaveranstaltung entstandenen Fotos zeigt. Hiob sagt: "Es ist nicht in erster Linie meine Ausstellung, sondern die der Mädchen der Turn-Talentschule Corona Berlin!"


Kulturbund Treptow, Ernststr. 14/16, 12437 Berlin

Tel.: 536 96 534, KBTreptow@kulturring.berlin

geöffnet: Mo-Fr 10.00 bis 16.30 Uhr, Di bis 19.00 Uhr

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