Land und Leute: Vor 400 Jahren begann der Dreißigjährige Krieg (1618-1648)

Theatrvm Evropaevm, Prager Fenstersturz 1618; Foto: Matthäus Merian

Über den Gottesacker, das „Magdeburgisieren“, unsere Pappenheimer, den „Hundsfott“, die Schwedenschanze und über „die Kirche, die im Dorf bleiben muss“ - das deutsche Trauma in unserer Sprache, Landschaft und Alltagskultur. Kaum ein anderes historisches Ereignis hat das kulturelle Gedächtnis Deutschlands mehr geprägt als der Dreißigjährige Krieg 1618-1648. Das deutsche Trauma hat tiefe und nachhaltige Spuren in unserer Sprache und Kultur hinterlassen, dessen wir uns aber heute nur sehr bedingt bewusst sind. Dieses epochale Ereignis brachte neben den Verheerungen ganzer Landschaften und den sehr lange nachwirkenden politischen und ökonomischen Folgen auch positive kulturelle Innovationsprozesse mit sich. So förderte die Erfindung des Buchdruckes im Zeitalter der Renaissance die informelle Verbreitung des geschriebenen Wortes und trug so maßgeblich zur Entwicklung der mittelhoch-deutschen Sprache bei. Darüber hinaus erlebte die bildende Kunst eine neue Blütezeit vor dem Hintergrund einer überwiegend bäuerlich geprägten Gesellschaft, die des Lesens und Schreibens noch nicht mächtig gewesen war und die Informationsübermittlung im Zeitalter des Großen Krieges erfolgte dann z.B. auch mit Hilfe der Bildersprache in massenhaft verbreiteten Flugschriften. Aus dem fabelhaften Satyr des Simplicissimus wird z.B. so der Beginn der politischen Satire als einer spezifisch deutschen kulturellen Tradition, die bis zum heutigen Tage medial präsent geblieben ist.

Studio Bildende Kunst

10.10.2018, 15.30 Uhr

Kunst-Cafe in der Villa Skupin: Meisterwerke der Gemäldegalerie, Berlin. Deutung von Motiven

Vortrag und Gespräch mit Elke Melzer Eintritt: 3,50 € Kaffee/ Tee und Kuchen 2,50 € mehr...

Der Mann mit dem Goldhelm, um 1650; Foto: Rembrandt-Umkreis

11.10.2018, 10.30 Uhr

Freundeskreis Kunst und Heimatgeschichte: Bestandsaufnahme Gurlitt

Ein Kunsthändler im Nationalsozialismus, Besuch der Ausstellung mit Führung im Gropius Bau, Treffpunkte: 10.30 Uhr am Gropius Bau, Niederkirchnerstr.7 oder 09.45 Uhr U-Bahnhof Lichtenberg, Bahnsteig. Teilnahmekosten (für Eintritt, Führung, Org.) 12,00 € Mitglieder, 13,00 € Gäste, Anmeldungen bei Hans-Joachim Buchhorn: buchhornliberg@aol.com oder Tel. 030/5596477. mehr...

Der Martin-Gropius-Bau in Berlin Kreuzberg; Foto: Manfred Brückels, CC BY 3.0

17.10.2018, 10.00 Uhr

Galeriefrühstück: Katzen als Motiv in der Kunst

Vortrag mit mit Mandy Moll Eintritt 7,50 €, inkl. Frühstück (Anmeldung erbeten: Tel. 5532276). mehr...

Mademoiselle Julie Manet mit Katze; Abb.: Pierre-Auguste Renoir

22.10.2018, 19.00 Uhr

Land und Leute: Vor 400 Jahren begann der Dreißigjährige Krieg (1618-1648)

1618-2018 - Der Dreißigjährige Krieg im kulturellen Gedächtnis der Deutschen nach 400 Jahren. Welchen Einfluss haben Begriffe, Spruchweisheiten und Versreime, die im Dreißigjährigen Krieg ihren Ursprung hatten, auf unsere Sprache und welche Spuren aus dieser Zeit sind in der deutschen Landschaft und Alltagskultur noch präsent? Vortrag und Gespräch mit Referent Hanno Schult. Eintritt 3,50 €

Marodierende Soldaten, 1647; Abb.: Sebastian Vrancx

27.10.2018, 11.00 Uhr

Stadttour Lichtenberg: Grüne Ecken im Rheinischen Viertel

Ein geführter Spaziergang mit Bärbel Laschke, Treffpunkt Rheinsteinstraße / Ecke Königswinterstraße, Bus 296/396, Haltestelle Waldowallee. Teilnahmegebühr 4,00 €. mehr...

Japanische Zierkirsche im Rheinischen Viertel; Foto: Bärbel Laschke

Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin

Tel. 030 / 553 22 76

geöffnet: Mo-Fr 10 bis 18 Uhr, Sa 14 bis 18 Uhr

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