Kulturnews 11/2008

Elke Swoboda:

„Baikal“ in Marzahn-Hellersdorf

Foto: Rosemarie Eckhardt

Groß, hell, tief und klar soll er erklingen – der Chor „Baikal“. So wie der Klang seines Namensgebers soll er die Menschen mit Freude erfüllen und sich in seinen Darbietungen wiederfinden. Das wünschen sich die Sängerinnen und Sänger des Chores „Baikal“, den es unter diesem Namen seit Februar 2008 in Marzahn-Hellersdorf gibt. Sein Leiter, Valeri Ignatenko, hat von 1977–1981 an der Hochschule der Kunst in Krasnodar studiert und sein Studium als Dirigent für Chor-, Volks- und Instrumentalmusik abgeschlossen. Er liebt die Musik und die Lieder der Kuban-Kosaken und hatte bereits in Krasnodar als Chor- und Orchesterleiter mit verschiedenen Ensembles gearbeitet. Die Vielfältigkeit der ukrainischen und russischen Folklore ist es, die ihn begeistert und zu neuen Ideen bewegt. So wundert es nicht, dass er auch in seiner neuen Heimat Berlin der Musik treu geblieben ist. Nach langjähriger Mitarbeit im INA e.V. in Berlin-Friedrichshain suchte er im Jahr 2007 neue künstlerische Herausforderungen in seinem Heimatbezirk Marzahn-Hellersdorf. Ein Musik- und Tanzensemble sollte es sein, dessen Idee aus seiner Liebe zur Musik und den Tänzen der Kuban-Kosaken entsprang. Im Kulturring in Berlin e.V. fand er Gesprächspartner und vor allem konkrete Unterstützung für sein neues Projekt. Die Proben des Chores konnten so im Oktober 2007 beginnen und finden seitdem wöchentlich im Kulturforum Hellersdorf statt. Die erste Sängerin war Claudia Dessert, sie singt 1. Sopran. Nach und nach kamen weitere Musikinteressierte hinzu, heute sind es 17 Sängerinnen und Sänger. Valeri Ignatenko träumt von einem doppelt so großen Chor. Wer Spaß und Freude am Singen hat, ist zu den Proben, die jeweils mittwochs stattfinden, herzlich eingeladen. Zudem gibt es Proben für die Stimmgruppen der Frauen und der Männer. Sie finden montags und dienstags ebenfalls im Kulturforum Hellersdorf statt. Das Repertoire des Chores ist vielfältig und umfasst derzeit 20 Titel. Jeder kann seine Ideen in die Chorarbeit einbringen und an der Zusammenstellung des Programms mitwirken. Wie überhaupt für die Mitglieder des Chores „Baikal“ die herzliche und freundliche Atmosphäre das Wichtigste ist, was letztlich auch den guten, klaren und reinen Klang des Chores bestimmt. Das konnte das Marzahn-Hellersdorfer Publikum bei den ersten Auftritten des Chores im Sommer dieses Jahres spüren und erleben. Den Auftritten am „Abend der Erholung im Kulturforum Hellersdorf“, zum Stadtteilfest in der Marzahner Promenade und zum „Tag der offenen Tür im Kulturforum Hellersdorf“ werden in Zukunft sicher viele weitere folgen, dann vielleicht auch schon mit Tänzen in Kostümen der Kuban-Kosaken. An Ideen für Repertoire und Auftritten mangelt es bei Valeri Ignatenko und seinen Sängerinnen und Sängern nicht. Mit ihren Liedern und Tänzen sorgen sie für Freude und Lebenslust und laden in diesem Sinne die Freunde der Musik aus Marzahn-Hellersdorf und anderen Bezirken zu ihren Proben und Veranstaltungen herzlichst ein.


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