Kulturnews 01/2009

Elke Swoboda:

BLiK e.V. – Berliner Literaturkreis im KFH

Foto: Irina Boger

Das Kulturforum in Hellersdorf ist für Berliner Literaten, Literaturinteressierte und Freunde der „schreibenden Zunft“ eine bekannte und gute Adresse. Hier fanden und finden nicht nur jährliche Literaturfeste – das erste 1996 – statt. In seinen Räumen beherbergt es bereits seit über 10 Jahren an mehreren Tagen im Monat Literaturstammtische, Autoren- und Interessengemeinschaften.
So haben hier seit Mai 2006 auch die Mitglieder und Freunde des BLiK e.V. ihre Heimstatt gesucht und gefunden. BLiK steht als Abkürzung für Berliner Literaturkreis der Deutschen aus Russland. Zudem entspricht das russische Wort BLIK dem deutschen Wort Glanzlicht oder auch Lichtreflex – literarische Glanzlichter, die die Mitglieder des Literaturkreises mit ihren schriftstellerischen Reflexionen über die Geschichte der Deutschen aus Russland nicht nur im übertragenen, sondern im wahren Sinn des Wortes mit ihren bisherigen Veranstaltungen im Kulturforum Hellersdorf setzten. Die Gründungsveranstaltung von BLiK e.V. fand am 3. Mai 2006 statt: Zehn russlanddeutsche Autoren und Schreibende begannen, ihre Idee in die Tat umsetzten. Lorida Richter-Brindzjuk, Juliana Dilk, Alexander Redel und Johann Keib waren von Beginn an dabei. Mittlerweile sind 14 Autoren im BLiK e.V. vereint. Eine Ende 2006 vereinbarte Kooperation zwischen dem Kulturring in Berlin e.V. und dem BLiK e.V. machte es möglich, dass sich die Mitglieder und Freunde des Literaturkreises nunmehr regelmäßig monatlich zweimal im Kulturforum Hellersdorf treffen. Jeden zweiten Samstag des Monats ab 10.00 Uhr kommen sie zur Literaturwerkstatt, jeden letzten Samstag des Monats ab 18.00 Uhr zum Literarischen Salon „Beim Onkel Wanja“ zusammen. Johann Keib – Theaterregisseur und Kulturpädagoge mit Hochschulabschluss – ist als Vorsitzender von BLiK e.V. zugleich Initiator und Akteur dieser Veranstaltungen im Kulturforum Hellersdorf. Besonders freut er sich darüber, dass es durch die aktive Kooperation der beiden Vereine möglich geworden ist, einen offenen Literaturkreis aufzubauen und zu pflegen, der es zugleich ermöglicht, vielen Besuchern die Ergebnisse des literarischen Schaffens über das Leben der Russlanddeutschen zu präsentieren.
Wer Johann Keib kennt, weiß, dass es ihm an neuen Ideen für die kulturelle und künstlerische Arbeit nicht mangelt. So plant er für 2009 neue Projekte zum Thema Geschichte und Literatur der Russlanddeutschen mit Schülern und Jugendlichen aus Berlin, den Kulturaustausch mit einem Chor aus Jekaterinenburg und die Herausgabe eines Hörbuches mit Geschichten von Autoren des BLiK e.V. über das Leben in Deutschland für den Blindenverband der Stadt Jekaterinenburg. Das Hörbuch in deutscher Sprache soll für die Sprachausbildung genutzt werden. Die Autoren von BLiK e.V. möchten diesen Wunsch aus der Stadt im Ural gern erfüllen und bereiten derzeit mit hoher Professionalität die Herausgabe ihrer Erzählungen in dieser Form im Jahr 2009 vor.


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