Kulturnews 03/2007

Christian Mutz:

Der Flugpionier Otto Lilienthal

Im Rahmen regelmäßiger Vortragsabende der „Geschichtsfreunde Karlshorst im Kulturring in Berlin e.V. fand am 18. Januar 2007 der zweite Vortrag zur Luftfahrtgeschichte, diesmal zum Thema „Von der Wiege der Luftfahrt in Berlin-Mitte zur Lilienthal-Linde in Friedrichsfelde“, statt.
Für die von Prof. Dr. Michael Laschke (TFH Wildau), seines Zeichens Leiter der Geschichtsfreunde Karlshorst, organisierte und moderierte Veranstaltung im „Carlshorster Salon“, hatte sich der Experte für dieses Thema, Dr. Joachim Grenzdörfer, Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt e.V. und Otto-Lilienthal-Beauftragter des Berlin-Brandenburgischen Luftfahrtclub e.V., zu einem Vortrag bereit erklärt.
Trotz der Warnungen vor den Sturm „Kyrill“ fanden sich an diesem Abend – wenn auch weniger zahlreich als sonst – luftfahrtinteressierte Zuhörer ein und konnten den bildhaften und teilweise sehr außergewöhnlichen Informationen um den Flugpionier Otto Lilienthal lauschen.
Außer dem anschaulichen Vermitteln von geschichtlichen Daten und kuriosen Fakten zum Thema des Abends zeigte Dr. Grenzdörfer an Beispielen, wie sich das Unverständnis der Bedeutung Lilienthals als Flugpionier offenbart, auf das er bei seinen Bemühungen um die Ehrung des Menschen Otto Lilienthal und dem Bewahren seiner Leistungen häufig stößt.
Besondere Bedeutung kam dabei dem Wirken des Ingenieurs und Unternehmers Lilienthal in der Köpenicker Straße 113, in Berlin-Mitte, zu. An diesem Ort befand sich die Maschinenfabrik von Otto Lilienthal, in der seine Gleitflugzeuge bis 1896 in Serie gebaut wurden, nachdem er 1891 als erster Mensch den freien Menschenflug, das heißt fliegen nach dem Prinzip des dynamischen Auftriebs, verwirklichte. Ein am 8. Mai 2006 an diesem Standort errichtetes Denkmal entstand durch die Idee und Initiative von Dr. Grenzdörfer.
Ein erster Vortragsabend zur Luftfahrtgeschichte, am 21. September 2006, hatte sich mit der drehbaren Luftschiffhalle der Siemens-Schuckert-Werke in Biesdorf-Karlshorst und dem dortigen Militärflugfeld (zwischen 1907 und 1919) beschäftigt.
Wer nun Interesse an abwechslungsreichen Vorträgen zur regionalen Geschichte, gepaart mit gemütlicher Atmosphäre, bekommen hat, dem können wir die nächste Veranstaltung am 15. März um 19:00 Uhr empfehlen. Das Arbeitsthema lautet: „Die ehemaligen Militärflächen in Karlshorst - Biotop oder Giftbrache. Verfahren und Ergebnisse der Altlasten- und Umweltanalysen“.


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