Galeriefrühstück: William Hogarth. Der etwas andere Barockkünstler – kritisch und humorig.

Enraged Musician 1741; Abb.: William Hogarth (1697-1764)

24.01., 10.00 Uhr

Studio Bildende Kunst

Heinrich Zille als Zeichner des „Milljöhs“ der kleinen Leute kennt wohl jeder. Aber wer hat ihn zu Kunstwerken dieser Art inspiriert? Fündig werden wir da im 18. Jahrhundert bei William Hogarth, einem englischen Grafiker und Maler des ausgehenden Barock. Doch wie konnte sich Zille an einem solchen Künstler orientieren? Aus dieser Zeit kennen wir doch eher die Hofszenen beim „Sonnenkönig“ und anderen wohlhabenden Adligen. Auch bei Hogarth sehen wir Menschen dieses Standes, aber aus einer völlig anderen Perspektive, als Menschen mit Schwächen und Fehlern. Gesellschaftliche Missstände, Moden und Sitten prangert er schonungslos an. Und das nicht als „Wutbürger“, sondern gezielt, mit scharf gewürztem Humor, beißender Ironie. Mit seinen Kupferstichen gilt Hogarth als Vorläufer der modernen Karikaturisten. Die Bildgeschichten sind mehrere Kupferstichen oder Gemälde, so der Zyklus „A Rakes Progress“ (Lebenslauf eines Wüstlings). Dieser, ein reich beerbter junger Adliger, kümmert sich um nichts außer um sich selbst. Das hat Folgen für sein weiteres Leben, unaufhaltsam ist sein Abstieg, bis zur „Landung“ im Irrenhaus. Vier Szenen einer weiteren Serie beschäftigen sich mit dem Ablauf einer Wahl von „Volksvertretern“. Da gibt es zahlreiche, zum Teil peinliche Pannen. Vergleiche mit der heutigen Zeit lohnen sich! Ein „Robin Hood der Bildenden Kunst“, wie damals Hogarth, stünde uns gerade jetzt gut zu Gesicht.

Rathaus Schöneberg

21.01.2018, 17.00 Uhr

Gedenkveranstaltung aus Anlass des Internationalen Holocaust-Gedenktages

Das Ausstellungsteam WIR WAREN NACHBARN lädt zur jährlichen Gedenkveranstaltung ein. Veranstaltungsort: Rückert-Gymnasium, Aula, Mettestr. 8, 10825 Berlin (neben dem ehemaligen Rias-Gebäude am Stadtpark, Parkplätze vorhanden. U 4 Innsbrucker Platz / Bus 248). frei

Foto: Rückert-Gymnasium

Rathaus Schöneberg, John-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin

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