Galeriefrühstück: Vilnius und seine Fotografen

Enraged Musician 1741; Abb.: William Hogarth (1697-1764)

Im Mittelpunkt des Vortrags beim Galeriefrühstück steht der litauische Fotograf Antanas Sutkus (geb. 1939). Sutkus erhielt zahlreiche internationale Auszeichnungen für sein umfangreiches fotografisches Werk. Dr. Erich Salomon gilt als Begründer des modernen Bildjournalismus. Zu Ehren des 1886 in Berlin geborenen und 1944 in Konzentrationslager Ausschwitz-Birkenau ermordeten Juristen und Fotografen vergibt die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) seit 1971 jährlich den „Dr.-Erich-Salomon-Preis“. 2017 ging die Auszeichnung an den litauischen Fotografen Antanas Sutkus. Dieser zählt laut DGPh zu den großen humanistischen Fotografen Europas und der Welt. In den 1950er Jahren begann er, die Menschen seines Heimatlandes Litauen zu fotografieren, das damals eine besetzte sowjetische Teilrepublik war. Jahrzehntelang arbeitete er an seinem Zyklus, den er „Menschen aus Litauen“ betitelte. In einer ebenso direkten wie einfühlsamen Dokumentation gelang es ihm, von den Menschen seiner Heimat ein Bild zu zeichnen, das laut DGPh durch seine kompromisslos formale und inhaltliche Gestaltung sowie seine sichtbare Menschlichkeit bis heute von sprechender Aktualität ist. Um den Reichtum der litauischen Fotoszene zu dokumentieren, werden - neben den Werken von Antanas Sutkus - Arbeiten von jüngeren litauischen Fotografen vorgestellt.

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