Musik im Club: Endlich allein!

Foto: Carmen Jasmyn Hoffmann

Mit selbst geschriebenen Liedern und Texten sowie Solo-Programmen hat sich Mai Horlemann seit Ende der 1990er Jahre in der Chanson-Szene erfolgreich etabliert. Ihre Lieder berichten ungeniert vom großen Abenteuer Alltag, von Sehnsüchten, Wünschen und geplatzten Träumen, vom heimlichen Begehren, vom Herzklopfen, das nur einer hören soll und von Schwüren, die sich danach verzehren, geleistet zu werden. Dabei wagt die Berlinerin etwas, was kaum noch jemand wagt: Sie zeigt und erzählt Gefühle, ohne sie hinter ironischen Masken zu verstecken, sie vertraut auf ein Publikum, das etwas spüren will, sich aber bislang nicht aus der Deckung traut, weil es leichter ist, cool zu sein. Nein, cool ist diese Lady nicht, obwohl sie wie eine Diva auf Distanz agiert. Nein, bequem ist diese Sängerin nicht, weil sie Lebenslügen aufspürt, eher leicht und scheinbar nebenbei. Wer jedoch hinhört, hört ein nahbares Ich, eine wundervolle Poetin, die ihr lyrisches Ich wie eine Sonde auf sich selbst und uns loslässt. Sie ist eine postmelancholische Melancholikerin, die uns immer wieder mit zartem Sarkasmus oder elegischem Spott überrascht, aber stets auf der Suche nach dem belastbaren Gefühl bleibt, auf der Suche nach einem Ich, das ja sagt zu sich selbst.

Wohnprojekt UNDINE

08.03.2018, 14.30 Uhr

Freundeskreis Kunst und Heimatgeschichte: Donauromanze - eine Flusskreuzfahrt von Passau nach Budapest

Ein Digitalbildvortrag - Gerhard Klaucke berichtet in Wort und Bild von einer Reise. Teilnahmebeitrag inkl. Kaffeegedeck: 7,50 € (Mitglieder), Gäste 8,50 € mehr...

Donauromanze; Foto: Gerhard Klaucke, Bernd Maltzahn

Wohnprojekt UNDINE, Hagenstraße 57, 10365 Berlin

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