Galeriefrühstück: Winterbilder. Von Pieter Bruegel d. Ä. bis Edvard Munch.

Straße nach Versailles in Louveciennes, 1869; Abb.: Camille Pissaro

Pieter Bruegels Meisterwerk „Die Jäger im Schnee“ gilt als Schlüsselwerk europäischer Winterdarstellungen. Das Werk des flämischen Künstlers entstand im Winter 1564/65, dem kältesten seit über 50 Jahren. In Europa herrschte die Kleine Eiszeit, die vom 15. bis ins 19. Jahrhundert anhielt. Die niederländischen winterlichen Landschaften haben oft den Charme von Vergnügtheit, wenn wir ans Schlittschuhlaufen oder Eisstockschießen denken oder einer großen besinnlichen Stille. Im 19. Jahrhundert werden die Lebensumstände der Landbevölkerung oder der städtischen Arbeiterschaft auf verschneiten Feldern oder Straßen geschildert. Bis wir Anfang des 20. Jahrhunderts Winterbilder mit symbolischem Charakter finden. Etwa bei Edvard Munch, der sein Gefühl von Einsamkeit bildnerisch umsetzt oder bei Marc Chagall, der uns seine Traumvisionen zeigt.

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