Die sechs Leben der Mascha Kaléko

Ute Knorr & Ingolf Alwert; Foto: Ute Knoor

26.06., 15.00 Uhr

MAXIE-TREFF Begegnungsstätte

Diese literarisch-musikalische Lesung mit Klezmer Musik ist eine interessante Mischung aus Gedichten, Tagebuchnotizen und Berichten Mascha Kalékos sowie Kommentaren ihrer Freunde und Lebensbegleiter. Die Musik ergänzt stimmungsvoll die Inhalte, so dass sich das Programm wie ein roter Faden anschaulich durch das bewegte Leben dieser interessanten Autorin zieht. Mascha Kaléko erlebte als Jüdin in der Zeit des deutschen Nationalsozialismus Verfolgung, Verbot ihrer Schriften, Emigration in verschiedene Länder, Familienglück und Verluste - und so erkennen wir in der Jetztzeit viele brandaktuelle Parallelen zu heutigen Schicksalen. Schon in den 1930er Jahren gehörte sie zur künstlerischen Bohème um Kästner, Tucholsky, Klabund u. a. und wurde als „weiblicher Ringelnatz“ charakterisiert. Die Schriftstellerin Anna Rheinsberg schrieb über Mascha Kaléko: „Sie weiß auf alles eine Antwort: Laufmaschen, Halsweh, Eifersucht und billige Cafés – nichts ist ihr fremd. Sie reimt. Und das klug und mit Verstand! Sie ist eine Philosophin der kleinen Leute, vergaloppiert sich nie. Trotz Sentimentalität.“ Ute Knorr & Ingolf Alwert, ehemalige Mitglieder der Kabarett- und Rezitatorengruppe des Berliner Lehrerensembles, dort ausgebildet von professionellen Schauspielern und Sprecherziehern, stellten dieses Programm zusammen und nehmen damit ihr Publikum gefangen. Sie zielen auf offene Ohren, Verstand und - Herzen.

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