Film: Zuflucht in Shanghai

Foto: www.filmsortiment.de/Rosdy Film KG

Von 1938 bis 1949 war für mehr als 20.000 Juden Shanghai der letzte (visafreie) Zufluchtsort vor den Nationalsozialisten. Die Stadt war 1938 geteilt in chinesische, japanische, britische, franzö­sische und US-amerikanische Besatzungszonen. In Shanghai gab es damals bereits zwei jüdische Gemeinden. Die große Zahl der Einwanderer traf die Behörden in Shanghai ab 1938 unvorbereitet. Die Ankom­menden waren mit desaströsen Lebensbedingungen konfrontiert: kaum Wohnraum, Hunger, unzulängliche hygienische Verhältnisse sowie mangelnde Gelegenheit, für den eigenen Lebensunterhalt zu sorgen. Nach 1942 wurde ein Ghetto für die jüdischen Bewohner errichtet. Hier gelang es den Geflüchteten allmählich, die Lebensumstände zu verbessern und trotz Sprachbarrieren, schlim­mer Armut und grassierenden Epidemien ein eigenes funktionierendes Gemeinwesen aufzu­bauen. Wieder ausreisen konnten die jüdischen Flüchtlinge erst ab Mitte 1946. Die allermeisten gingen nach Israel, Australien oder in die USA. Nur etwa 500 kamen zurück nach Deutschland bzw. nach Berlin. Mit Hilfe der Erinnerungen der vier Zeitzeugen Fred Fields, Siegmar Simon, Ernest und Illo Heppner und einer vielschichtigen Collage aus Archivmaterialien wird die kaum bekannte Geschichte dieses Exil-Ortes auf lebendige und unmittelbare Weise dokumentiert.

Studio Bildende Kunst

11.01.2019 bis 22.02.2019

Peter Hoffmann: Rückblick

Malerei und Grafik. Aus Anlass seines 85. Geburtstages zeigt Peter Hoffmann Arbeiten aus verschiedenen Schaffensperioden. frei mehr...

An der Havel, Öl, 2006; Foto: Peter Hoffmann

13.02.2019, 10.00 Uhr

Galeriefrühstück: Gleicher Ort - Anderer Blick

Berliner Ansichten von unterschiedlichen Künstler*innen, verschieden interpretiert. Vortrag mit Rotraut Simons. Eintritt: 7,50 €, inkl. Frühstück Anmeldung erbeten, Reservierung unter T. 5532276. mehr...

Grunewaldsee; 1900; ©: Walter Leistikow (1865-1908)

27.02.2019, 15.30 Uhr

Kunst-Café: Bauhaus-Künstlerinnen. Zum 100-jährigen Gründungsjahr

Vortrag und Gespräch mit Kunsthistorikerin Elke Melzer. Eintritt: 5,00 €, Kaffee/Tee und Kuchen 2,50 € mehr...

Das Triadische Ballett, Plakat für eine geplante Aufführung am Bauhaus, 1924; Abb.: Oskar Schlemmer

Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin

Tel. 030 / 553 22 76

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