Land und Leute: Belgien

Fort Loncin bei Lüttich, versenkbarer Geschützpanzertum, 08/2014; Foto: Hanno Schult

Die bis heute andauernde zivilisatorisch-kulturelle Spaltung des Königreiches Belgiens spiegelt sich auch in den unterschiedlichen Erinnerungslandschaften und der Gedenkkultur im Zusammenhang mit dem historischen Erbe des Großen Krieges von 1914-1918 wider. Während im wallonischen Teil des Landes das französische Vorbild bei der Pflege und Erhaltung der militärhistorischen Objekte aus der Zeit des Großen Krieges dominiert, wird die Erinnerungskultur im flämischen Flandern vom Gedenken an die drei großen Flandernschlachten 1914-1917 geprägt, und die Erinnerung trägt hier ein britisches Antlitz. „The bloody fields of Flanders“ sind nach wie vor präsent im kollektiven Gedächtnis der Nationen des ehemaligen Empires und seiner Dominien und konnten bis heute auch nicht von der Erinnerung an den folgenden Zweiten Weltkrieg verdrängt werden. Für uns Deutsche hat der Name Langemarck als patriotischer, verklärter Mythos vom heldenhaften Sterben der akademischen Jungend für das Vaterland auf den Feldern Flanderns im Herbst 1914 längst seine Bedeutung eingebüßt. Der deutsche Soldatenfriedhof ist aber bis heute eine bleibende Mahnung zum Frieden und Warnung vor Nationalismus und übersteigertem Chauvinismus als den auch heute noch sehr lebendigen Geistern einer Vergangenheit, die nicht vergehen will.

Kursana-Seniorenzentrum Landsberger Tor

10.04.2019, 15.00 Uhr

Singen macht Laune: Wer recht in Freuden wandern will

In gesellliger Runde die schönsten Volkslieder singen, Moderation Carola Röger, Klavierbegleitung Ulrich Wilke, Liedertexte liegen jedem vor. Eintritt für Gäste des Seniorenzentrums 2,00 €, Kaffeezeit ab 14.30 Uhr.

Kursana-Seniorenzentrum Landsberger Tor, Blumberger Damm 158, 12679 Berlin

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