Land und Leute: Belgien

Fort Loncin bei Lüttich, versenkbarer Geschützpanzertum, 08/2014; Foto: Hanno Schult

Die bis heute andauernde zivilisatorisch-kulturelle Spaltung des Königreiches Belgiens spiegelt sich auch in den unterschiedlichen Erinnerungslandschaften und der Gedenkkultur im Zusammenhang mit dem historischen Erbe des Großen Krieges von 1914-1918 wider. Während im wallonischen Teil des Landes das französische Vorbild bei der Pflege und Erhaltung der militärhistorischen Objekte aus der Zeit des Großen Krieges dominiert, wird die Erinnerungskultur im flämischen Flandern vom Gedenken an die drei großen Flandernschlachten 1914-1917 geprägt, und die Erinnerung trägt hier ein britisches Antlitz. „The bloody fields of Flanders“ sind nach wie vor präsent im kollektiven Gedächtnis der Nationen des ehemaligen Empires und seiner Dominien und konnten bis heute auch nicht von der Erinnerung an den folgenden Zweiten Weltkrieg verdrängt werden. Für uns Deutsche hat der Name Langemarck als patriotischer, verklärter Mythos vom heldenhaften Sterben der akademischen Jungend für das Vaterland auf den Feldern Flanderns im Herbst 1914 längst seine Bedeutung eingebüßt. Der deutsche Soldatenfriedhof ist aber bis heute eine bleibende Mahnung zum Frieden und Warnung vor Nationalismus und übersteigertem Chauvinismus als den auch heute noch sehr lebendigen Geistern einer Vergangenheit, die nicht vergehen will.

Studio Bildende Kunst

Das Studio Bildende Kunst wirkt wegen seiner geschützten Lage wie eine Insel der Ruhe im Hauptstadt-Trubel nahe der belebten Frankfurter Allee. Sein Domizil, die um 1928 errichtete Villa des einstigsten Fleischfabrikanten Paul Skupin ist eine der letzten Fabrikantenvillen im Bezirk Lichtenberg und steht unter Denkmalschutz. Die Innengestaltung, weitgehend im Originalzustand aus den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts erhalten, ist fast eine „Galerie“ für sich. Wer also eine der vielen Ausstellung besucht, wird immer auch vom Haus angezogen werden. Zehnmal im Jahr wechselt das Studio seine Ausstellungen , es sind Holzschnitte, Radierungen, Kupferstiche zu sehen, eben Grafiken aller Stilrichtungen. Darauf hat sich die Galerie spezialisiert und damit Anerkennung in der Hauptstadt, ja im ganzen Land erworben. Seit 2004 hat der Verein die ehemals kommunale Einrichtung übernommen und betreibt sie fortan eigenwirtschaftlich. Das traditionell bewährte Profil von Grafik-Galerie und -Werkstatt sowie künstlerischen Kursen für alle Altersgruppen bleibt erhalten. Im Haus arbeitet nach wie vor eine Druckerwerkstatt. Ein besonderer Anziehungspunkt des Studios ist in Zusammenarbeit mit der traditionsreichen „Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V.“, die nunmehr auch im östlichen Berlin für Freunde und Sammler originalgrafischer Blätter präsent ist.

15.04.2019, 19.00 Uhr

Land und Leute: Belgien

Hanno Schult führt Sie nach Lüttich, Antwerpen, Ypern, Ostende (Raversijde), Brüssel - Erinnerungsorte und Gedenkkultur einer gespaltenen Nation zwischen den Fronten - 100 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg. Eine Bilderreise zu den historischen Orten. Mit Informationsmaterial zum Mitnehmen. Eintritt: 3,50 €

Brüssel im königlichen Armeemuseum, 08/2014; Foto: Hanno Schult

Kurse/Treffs/Proben

  • 15.04., 13.00 Uhr, Aquarellmalerei
  • 15.04., 18.00 Uhr, Malerei und Grafik

Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin

Tel. 030 / 553 22 76

geöffnet: Mo-Fr 10 bis 18 Uhr, Sa 14 bis 18 Uhr

Kulturküche Bohnsdorf

Kurse/Treffs/Proben
  • 15.04., 16.30 Uhr, Yoga für Kinder
  • 15.04., 19.00 Uhr, Gesellschaftstanz für Erwachsene

Kulturküche Bohnsdorf, Dahmestraße 33, 12526 Berlin, Tel. 030 / 67 89 61 91

Kulturbund Treptow

Kurse/Treffs/Proben
  • 15.04., 10.00 Uhr, English for you

Kulturbund Treptow, Ernststr. 14/16, 12437 Berlin, Tel. 536 96 534

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