An den Bühnen Berlins – Die Fotografin Eva Kemlein

Foto: Wikipedia, CC BY-SA 3.0

Eva Kemlein (1909–2004) fand den Weg zur Fotografie über ihre Ausbildung an der Lette-Schule. Während des Nationalsozialismus versuchte sie, der Verfolgung als Jüdin zu entgehen und ging zeitweilig mit ihrem nichtjüdischen Ehemann nach Griechenland ins Exil. Später tauchte sie in Berlin unter – inzwischen geschieden. Sie überlebte; mit ihr überstand ihre Leica die Zeit der Bedrohung. Umgehend nach der Befreiung dokumentierte Eva Kemlein den Neubeginn. Sie fotografierte den ersten Magistrat im Mai 1945, spezialisierte sich dann auf die Bühnen der Stadt, insbesondere die Ost-Berliner. Als Theaterfotografin wurde sie zur Grenzgängerin. Bis ins hohe Alter hinein hielt sie Menschen und Szenen fest. Die neue Hörstation beruht auf Material der Journalistin Magdalena Kemper. Die O-Töne vermitteln den lebendigen Eindruck einer Frau, die durch die verschiedenen Unterstützer, die ihr mit Versteck und Lebensmitteln geholfen hatten, nicht den Glauben „an das Gute im Menschen" verloren hat. Kemleins Leben und Wirken wird anhand des neuen biografischen Albums und der neuen Hörstation im Gespräch zwischen Magdalena Kemper und der Autorin Dr. Simone Ladwig-Winters vorgestellt.

Brose-Haus

04.06.2019, 14.00 Uhr

Interessengruppe Museen und Ausstellungen: Planungstreffen Pankow

Treffpunkt im Brose-Haus Eintritt frei

Brose-Haus, Dietzgenstr. 42, 13156 Berlin

Tel. 91203925

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