Land und Leute: Ukraine / Russland

Jalta, das Schwalbennest von der Landseite der Küste aus gesehen, 2018; Foto: Ivanov Art, St.Petersburg

Mit der Annexion der Krim durch Russland im 2014 stand die Halbinsel nicht zum ersten Mal im Zentrum welthistorischer Ereignisse. Neben dem Krimkrieg 1853-56 als größte militärische Auseinandersetzung in Europa zwischen 1815 und 1914 gehörten dazu auch der erbitterte Kampf um die Halbinsel im 2. Weltkrieg mit den drei Belagerungen der See-Festung Sewastopol 1941-44 und die Konferenz der „Großen Drei“ 1945 in Jalta, wo für eine lange Zeit die Grundzüge einer neuen politischen Weltordnung bis zum Ende der Blockkonfrontation festgelegt wurde. Auch für die Krim gilt: die geopolitische Lage ist entscheidend für das historisches Schicksal eines Gebietes. Die Lage der zu 98% vom Meer „geschützten“ Halbinsel sowie klimatische und geophysische Besonderheiten haben zu einer faszinierenden Konservierung von kulturellen und architektonischen Hinterlassenschaften geführt. Dass ein Herrschaftsanspruch stets in Wehrbauten verschiedenster Art ihren Niederschlag fand, lässt sich auf der Krim genauso gut erforschen, wie die konfessionellen Hinterlassenschaften, die Vermischung von gotischen mit griechisch-byzantinischen und tatarischen Kultur- und Volkselementen. Die Krim als mediterraner Sehnsuchtsort der Machthaber spiegelt sich in Adelspalästen und Schlössern wider, die auch von der sowjetischen Nomenklatura und dem proletarischen Volk gerne als Urlaubs- und Erholungsort genutzt wurden.

Studio Bildende Kunst

Das Studio Bildende Kunst wirkt wegen seiner geschützten Lage wie eine Insel der Ruhe im Hauptstadt-Trubel nahe der belebten Frankfurter Allee. Sein Domizil, die um 1928 errichtete Villa des einstigsten Fleischfabrikanten Paul Skupin ist eine der letzten Fabrikantenvillen im Bezirk Lichtenberg und steht unter Denkmalschutz. Die Innengestaltung, weitgehend im Originalzustand aus den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts erhalten, ist fast eine „Galerie“ für sich. Wer also eine der vielen Ausstellung besucht, wird immer auch vom Haus angezogen werden. Zehnmal im Jahr wechselt das Studio seine Ausstellungen , es sind Holzschnitte, Radierungen, Kupferstiche zu sehen, eben Grafiken aller Stilrichtungen. Darauf hat sich die Galerie spezialisiert und damit Anerkennung in der Hauptstadt, ja im ganzen Land erworben. Seit 2004 hat der Verein die ehemals kommunale Einrichtung übernommen und betreibt sie fortan eigenwirtschaftlich. Das traditionell bewährte Profil von Grafik-Galerie und -Werkstatt sowie künstlerischen Kursen für alle Altersgruppen bleibt erhalten. Im Haus arbeitet nach wie vor eine Druckerwerkstatt. Ein besonderer Anziehungspunkt des Studios ist in Zusammenarbeit mit der traditionsreichen „Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V.“, die nunmehr auch im östlichen Berlin für Freunde und Sammler originalgrafischer Blätter präsent ist.

22.07.2019, 19.00 Uhr

Land und Leute: Ukraine / Russland

Die wechselhafte Geschichte der Halbinsel Krim, Schmelztiegel der Kulturen, Streitobjekt der Völker und Nationen. Ein Bildervortrag mit Hanno Schult. Eintritt: 3,50 €, mit Karten- und Informationsmaterial sowie "Kwas" zur sommerlichen Erfrischung.

Die russische Flotte vor Sewastopol, 1846; Abb.: Iwan Aiwasowski

Kurse/Treffs/Proben

  • 22.07., 13.00 Uhr, Öl- und Acrylmalerei
  • 22.07., 18.00 Uhr, Öl- und Acrylmalerei

Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin

Tel. 030 / 553 22 76

geöffnet: Mo-Fr 10 bis 18 Uhr, Sa 14 bis 18 Uhr

Kulturküche Bohnsdorf

Kurse/Treffs/Proben
  • 22.07., 16.30 Uhr, Purzelbaumtraining
  • 22.07., 17.30 Uhr, Kung Fu für Kinder
  • 22.07., 19.00 Uhr, Gesellschaftstanz für Erwachsene

Kulturküche Bohnsdorf, Dahmestraße 33, 12526 Berlin, Tel. 030 / 67 89 61 91

Kulturbund Treptow

Kurse/Treffs/Proben
  • 22.07., 10.00 Uhr, English for you

Kulturbund Treptow, Ernststr. 14/16, 12437 Berlin, Tel. 536 96 534

Impressum | Datenschutz